Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Familienversicherung / Private Krankenversicherung im Trennungsjahr

21.04.2009 15:28 |
Preis: ***,00 € |

Sozialversicherungsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren,

Folgender Sachverhalt:

Ich bin als Beamter privat krankenversichert. Mein Einkommen im Jahr 2008 beträgt 46.239,47 € und liegt damit unterhalb der allgemeinen Versicherungspflichtgrenze von 48.150 €. Im Einkommen sind noch familienbezogene Bestandteile in Höhe von 3.552,72 € enthalten. Weiteres Einkommen existiert nicht. Um die familienbezogenen Bestandteile bereinigt, ergibt sich ein Einkommen von 42.686,75 €

Meine Frau ist gesetzlich, mit einem Einkommen von rd. 11.000 € im Jahr 2008, versichert. Meine Kinder, 6 und 9 Jahre sind bei meiner Frau familienversichert.

Wir werden uns im Sommer dieses Jahres trennen. Meine Frau wird dann mit den Kindern von hier wegziehen, als Folge wird Arbeitslosigkeit/Bezug von Arbeitslosengeld eintreten. Ich habe nunmehr die Befürchtung, dass ich bei dieser Fallkonstellation meine Frau und meine Kinder privat krankenversichern müsste. Dies würde meine Unterhaltsleistungen deutlich schmälern.

Hierzu folgende Fragen:
Frage 1:
Muss ich im Trennungsjahr meine Frau und meine Kinder privat krankenversichern oder bleibt die Familienversicherung bestehen?

Frage 2:
Ändert sich die Sachlage mit der Scheidung?

Frage 3:
Sofern Frage 1 mit Ja beantwortet wird, welche Möglichkeiten gibt es dies zu verhindern?

Vielen Dank für Ihre Bemühungen.

21.04.2009 | 16:13

Antwort

von


(458)
Mauerstrasse 36
72764 Reutlingen
Tel: 07121 128221
Web: http://www.anwalt-vogt.de
E-Mail:

Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Frage darf ich auf der Basis des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes gerne wie folgt beantworten:

Bei Mitgliedern der gesetzlichen Krankenversicherung endet mit Rechtskraft der Scheidung die Familienversicherung. Dies bedeutet, dass sich zu diesem Zeitpunkt derjenige Ehegatte, der selbst keine Pflichtmitgliedschaft in der gesetzlichen KV inne hat, um einen eigenen Versicherungsschutz bemühen muss. Reicht sein Einkommen hierzu nicht aus, hat er unter Unterhaltsgesichtspunkten gegen seinen ehemaligen Partner unter Umständen Anspruch auf Abschluss einer Versicherung.

Anderes gilt jedoch in Ihrem Fall, da Sie privat krankenversichert sind und Ihre Frau eine eigene Mitgliedschaft in der gesetzlichen KV inne hat. In diesem Fall besteht zwischen Ihnen keine Familienversicherung, die im Falle einer Scheidung enden könnte.

Wird Ihre Frau nach der Trennung arbeitslos, ist sie entsprechend § 5 SGB V: Versicherungspflicht versicherungspflichtig in der gesetzlichen KV. Dementsprechend ändert sich dadurch auch am Status der Kinder nichts, da diese ihre Familienversicherung nach wie vor aus der Versicherung der Mutter ableiten können.

Dementsprechend hat sowohl die Trennung als auch die Scheidung in Ihrem Fall keinen Einfluss auf die Krankenversicherung.

Etwas anderes könnte hinsichtlich der Kinder dann gelten, wenn Ihr Einkommen die Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) übersteigen würde. In diesem Fall könnten die Kinder entsprechend § 10 SGB V: Familienversicherung nicht mehr über die Mutter familienversichert sein.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort einen ersten Überblick über die Rechtslage verschafft zu haben.

Hierbei möchte ich Sie darauf hinweisen, dass es sich bei dieser Antwort, basierend auf Ihren Angaben, lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes handelt. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Sie können natürlich gerne im Rahmen der Nachfrageoption auf diesem Portal oder über meine E-Mail-Adresse mit mir Verbindung aufnehmen.

Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Nachmittag und verbleibe

mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Michael Vogt

ANTWORT VON

(458)

Mauerstrasse 36
72764 Reutlingen
Tel: 07121 128221
Web: http://www.anwalt-vogt.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Arbeitsrecht, Sozialrecht, Familienrecht, Vertragsrecht, Kaufrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 81030 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Danke für die schnelle Info ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Sehr freundlich, kompetent, hilfreich ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Eine schnelle, präzise und unmissverständliche Antwort – vielen Dank! ...
FRAGESTELLER