Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.463
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Familienversicherung GKV / PKV


07.11.2006 16:30 |
Preis: ***,00 € |

Sozialrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Sven Kienhöfer



Guten Tag sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin vor 2 Jahren in eine PKV gewechselt. Zu dem Zeitpunkt (bis heute) war bzw. ist meine Tochter in der GKV meiner Ehefrau Familienversichert.

Mir war nicht bekannt, dass ich meine Tochter bei diesem Wechsel freiwillig in der GKV oder mit in der PKV versichern muss.

Erst jetzt ist dieser Umstand aufgefallen, da die GKV meiner Ehefrau den Status der Familienversicherten abgefragt hat.

Hatte die GKV oder PKV eine Informationspflicht mir gegenüber wenn solche Versicherungswechsel anstehen und was kann jetzt passieren?
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich aufgrund Ihrer Angaben gerne wie folgt beantworten möchte.

Kinder können grundsätzlich beitragsfrei über ein Elternteil in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert werden. Wenn beide Elternteile gesetzlich krankenversichert sind, ist dies auch kein Problem. Die Eltern können frei wählen, über wen das Kind beitragsfrei mitversichert werden soll.

Problematisch wird es aber wie bei Ihnen, wenn ein Ehepartner(hier Sie) die gesetzliche Krankenversicherung verlassen hat und privat versichert ist. Eine beitragsfreie Mitversicherung bei dem in der Kasse verbliebenen Elternteil ist dann nicht mehr möglich, wenn folgende (geregelt in § 10, Absatz 3 SGB V) Voraussetzungen erfüllt sind:

1. Der Partner ist privat krankenversichert.
2. Der (privat versicherte) Partner verdient mindestens in Höhe der Versicherungspflichtgrenze (im Jahre 2006 liegt diese bei 47.250 € per anno).
3. Der (privat versicherte) Partner verdient mehr als der in der Krankenkasse versicherte Ehepartner.

Treffen alle 3 Punkte zu muss das Kind extra versichert werden. Entweder als freiwillig versichertes Mitglied bei einer gesetzlichen Krankenkasse oder bei einer privaten Krankenversicherung.

Im Normalfall und das müssen Sie aus Ihren Unterlagen herauslesen, wird der zukünftige Versicherungsstand und auch das Einkommen Ihrer Tochter bei einem Versicherungswechsel ihrerseits abgefragt.

Sollten sie damals aus Versehen falsch geantwortet haben, könnte man darin einen Verstoß gegen Ihre Mitwirkungspflicht sehen, was auch als Vorsatz ausgelegt werden könnte.

Ansonsten lässt sich schwer abschätzen, wie Ihre GKV(kommt auch darauf an, bei welcher GKV Ihre Frau versichert ist) reagieren wird.
Sollten Sie beim Versicherungswechsel keinen Fehler gemacht haben, sehe ich gute Chancen dass die GKV Ihrer Frau dies als Kulanzfall laufen lässt.

Ein extra Informationspflicht der Versicherungen besteht allerdings nicht, da dieser Punkt im Versicherungsvertrag immer enthalten ist.

Ich hoffe, diese Ausführungen haben Ihnen bei Ihrem rechtlichen Problem weitergeholfen.
Für eine weitere Beratung stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüssen

Sven Kienhöfer
Rechtsanwalt
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60176 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Kompetent und verständlich besten Dank ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Besten Dank!!! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen herzlichen Dank für die ausführliche Beantwortung meiner Frage! ...
FRAGESTELLER