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Familienversicherung / Freiwillige Versicherung / Beitragsbemessungsgrenze

| 29.03.2017 21:24 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von


Hallo.

Ich habe folgenden Fall:

Wir ( meine Frau und ich ) haben einen drei Jahre alten Sohn, welchen wir bei uns in der Familienversicherung Kostenlos mitversichern ließen.

Durch eine Gehaltserhöhung auf meiner Seite im Jahr 2015 sind wir wohl über die Bemessungsgrenze gefallen und wir haben nun vor einer Woche ein Schreiben erhalten, dass unser Sohn seit Januar 2016 nicht versichert sei.

Nun sagt uns die Versicherung, dass wir unseren Sohn ab Januar 2016 freiwillig Versichern können (sollen), dafür aber natürlich das ganze Jahr nachzahlen müssen ( knapp 3000 Eur ).

Da wir nur einen Arztbesuch von 100 Eur im letzten Jahr hatten, können wir nicht ganz nachvollziehen, wieso wir ihn nicht einfach ab Januar 2017 freiwillig versichern können, sondern für ein Jahr in welchem wir keine Leistung bezogen Geld zahlen müssen.

Müssen wir diesen Vertrag von Januar 2016 annehmen und 3000 nachzahlen oder besteht die Möglichkeit, ihn ab Januar 2017 zu Versichern? ( Egal wo )

Vielen Dank für die Antwort.

Einsatz editiert am 29.03.2017 22:09:29

30.03.2017 | 11:27

Antwort

von


(84)
Zweinaundorferstrasse 1
04318 Leipzig
Tel: 01778640758
Tel: 034197475372
Web: http://www.kanzlei-vicky-neubert.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Dieses Forum dient der ersten Orientierung. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass ohne Kenntnis aller Umstände eine rechtliche Punktlandung nicht möglich ist.

Ich kann Ihnen aber Folgendes dazu erläutern:

Krankenversicherung ist in Deutschland Pflicht, seit 2009 ist dies so gesetzlich vorgeschrieben, sowohl für die gesetzliche als auch für die private Krankenversicherung.
Im Zuge dessen kam der Umstand, dass gesetzliche Krankenkassen mittlerweile niemanden mehr zurückweisen dürfen.

Im Grunde ist (hierzu fehlen mir genaue Angaben) eine Problematik bei Angestellten jedoch sehr selten. Denn es zieht der Arbeitgeber automatisch einen Teil vom Gehalt ab und überweist ihn an die Sozialversicherungen. Empfänger von Grundsicherung bekommen die Krankenkasse vom Amt bezahlt. Es ist natürlich möglich, dass das bei Ihnen arbeitsrechtlich anders vertraglich geregelt ist. Die Mitteilung der Kasse, " mal so nebenbei erwähnt Ihr Kind ist nicht mehr versichert seit einem Jahr" entbehrt natürlich jedem Verständnis. Im Schrift oder Telefonverkehr hätte man durchaus eher auf die Übersteigung der Bemessungsgrenze hinweisen können.

Meines Erachtens noch wichtig für Sie ist: eine Strafbarkeit besteht zwar nicht.
In der Tat sind es aber die finanziellen Schwierigkeiten, welche folgen, wenn man sich wieder versichern will.
Hierfür sind dann rückwirkend reduzierte Beiträge zu entrichten.
Maßgeblich für die Nachzahlungen ist die Zeit, in der man trotz Versicherungspflicht nicht versichert war. Also in Ihrem Fall ein Jahr. Der Grundsatz ist, dass nach vier Jahren die Schulden verjähren, wobei die Frist nach Abschluss des laufenden Kalenderjahres beginnt. Bedeutet, dass egal wo Sie Ihren Sohn jetzt versichern, das nicht versicherte Jahr muss ausgeglichen werden. Da dies noch innerhalb der 4 Jahresfrist liegt und nicht verjährt ist. In den meisten Fällen ist zudem noch ein Säumniszuschlag zu entrichten, welcher monatlich ein Prozent des ausstehenden Betrages beträgt.

Auch wenn Beiträge nicht gezahlt werden, stimmt es nicht dass man sodann keine Versicherung mehr hat. Jedoch gilt die Leistungspflicht dann nur noch eingeschränkt, da der Vertrag ruht, es gibt lediglich noch eine Notfallversorgung.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Vicky Neubert, Dipl.-Jur.
Fachanwältin für Strafrecht

Rückfrage vom Fragesteller 03.04.2017 | 22:08

Sehr geehrte Frau Neubert,

vielen Dank für ihre ausführliche Antwort. Demnach kommen wir also um die rückwärtige Zahlung des Betrages nicht herum? Versichern wollen wir den kleinen ja nun in jedem Fall.

Freundliche Grüsse.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 04.04.2017 | 09:08

Sehr geehrter Fragesteller,

genau, das ist die Kernaussage meiner Antwort, das habe ich wohl in etwas zu viel Watte gepackt, gut das Sie nachfragen.

Die Versicherungen prüfen vorige Versicherungen. Und damit wird in jedem Fall ersichtlich, das der " Versicherungslebenslauf" lückenhaft ist.

Mit freundlichen Grüßen

V. Neubert

Bewertung des Fragestellers 04.04.2017 | 09:30

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