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Familienversicherung: Angaben zu Einkünften aus Kapitalvermögen


| 27.11.2015 18:48 |
Preis: ***,00 € |

Sozialversicherungsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Daniela Désirée Fritsch



Mein Mann ist arbeitslos und bezieht kein ALG1 mehr. ALG 2 hat er wg. Kapitalvermögen nicht beantragt. Ich bin berufstätig, mein Mann ist zus. mit unseren beiden Kindern in meiner Familienversicherung mitversichert.
Frage: welche Angaben zu den Einkünften im Sinne des Einkommenssteuerrecht muss ich ggü. der Krankenversicherung machen, wenn die Kapitalerträge nicht regelmäßig ("monatlich") und auch vom Betrag her unterschiedlich anfallen (z.B. Einkünfte aus Dividenden, Veräußerung von Aktien bei Geldbedarf)? In der EkSteuererklärung geben wir die Kapitalertragssteuer aus der Jahressteuermeldung der Bank an.

Im Schreiben der GKV ist folgender Text angegeben:
Einkünfte im Sinne des Einkommensteuerrechts (z.B. Einkünfte aus Vermietung u. Verpachtung, Einkünfte aus Kapitalvermögen)
vom/bis ................... Einkünfte (mtl.)€ .........
Art der Einkünfte .....................................

Vielen Dank für Ihre Auskunft!

Einsatz editiert am 01.12.2015 21:27:45
Sehr geehrte Mandantin,

gerne möchte ich Ihnen einige Informationen zu Ihrer Anfrage an die Hand geben.

Zunächst einmal sollten Sie wissen, dass der Fragebogen Ihrer Krankenversicherung dazu dient, das gemeinsame Einkommen von Ihnen und Ihrem Mann - das so genannte Gesamteinkommen der Familie - festzustellen. Dies ist für die Krankenkasse deshalb wichtig, weil bei der Überschreitung der Höchstgrenze gegebenenfalls kein Anspruch auf die Aufnahme Ihres Mannes in Ihre Familienversicherung besteht.

Es ist verständlich, dass der Verweis Ihrer Krankenkasse auf das Einkommenssteuerrecht verwirrend ist. Letztendlich ist damit aber lediglich ein Verweis auf die einkommensteuerpflichtigen Einkommensarten gemeint, die in § 2 EStG aufgelistet werden.
Hierzu gehören unter anderem auch die Einnahmen Ihres Mannes aus Kapitaleinkünften. Es stellt kein Problem dar, dass diese nicht monatlich gleich sind. Entsprechend wie bei Einkünften als Selbständiger oder Gewerbetreibender ist Ihre Krankenkasse - aus oben stehenden Gründen - an der Benennung eines monatlichen Durchschnittsbetrages interessiert.

Sie sollten also sämtliche Einnahmen aus Kapitaleinkünften auf das Jahr hochrechnen und rechnerisch durch zwölf teilen. Den so ermittelten Betrag können Sie bedenkenlos bei den "monatlichen Einkünften" angeben. Ist Ihnen diese Angabe bereits für das laufende Kalenderjahr möglich, nehmen Sie idealer Weise diese Daten als die aktuellsten vorliegenden. Ansonsten wäre es ebenso ausreichend, die Daten aus dem letzten steuerlich abgeschlossenen Zeitraum zu übernehmen. Dies wären dann die Zahlen aus 2014. Bei "von ... bis" tragen Sie sodann entsprechend "01/15 bis 12/15" oder eben "01/14 bis 12/14" ein.
Aus welchen Anlageprodukten Ihr Mann die Einnahmen gewinnt, ist nicht entscheidend. Die Krankenkasse hat nur ein Interesse an der Unterscheidung zwischen Arbeitseinkommen, Einkünften aus Gewerbe, Vermietung und Kapital.
Entsprechend schreiben Sie also bei der Einkunftsart: "Einkünfte aus Kapitalerträgen".

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Auskunft gedient zu haben. Im Falle von Verständnisfragen nutzen Sie bitte die Nachfragefunktion.


Mit freundlichen Grüßen

Daniela Désirée Fritsch
Rechtsanwältin
Bewertung des Fragestellers 02.12.2015 | 19:11


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