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Familienrecht zusammenführen

| 26.02.2017 20:26 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Evgen Stadnik


Zusammenfassung: Ehegattennachzug zu einem Ausländer

Sehr geehrte Damen und Herren, Ich bin russischer Staatsbürger und möchte eine Frau mit ukrainischer Staatsbürgerschaft und niederlassungserlaubnis in Deutschland heiraten. Sie bekommt für sich und ein Kind Sozialhilfe. Kann das ein Problem für mich werden bei der Beantragung des Visum zur familienzusammenführung?
Falls ja besteht die Möglichkeit mit Schengen Visum einzureisen und in Dänemark zu heiraten und in Deutschland bleiben?

Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Eine vorübergehende Einreise in die Bundesrepublik zum Zweck der Eheschließung dürfte zunächst kein Problem sein. Sie können natürlich auch in Dänemark heiraten, was recht unbürokratisch möglich ist.
Das Problem ergibt sich bei der Beantragung der Aufenthaltserlaubnis. Der Antrag auf die Erteilung des nationalen Visums zum Zweck des Ehegattennachzugs ist nach der Eheschließung grds. bei der Deutschen Vertretung in Ihrem Herkunftsland zu stellen. Eine Voraussetzung ist unter anderem der Nachweis über die einfachen Kenntnise der deutschen Sprache (A1-Zertifikat biem Goethe Institut oder telc GmbH).

Ein viel größeres Problem ergibt sich aus der Erwerbslosigkeit Ihrer Verlobten. Grds. wird Ehegatten von Ausländern nur dann eine Aufenthaltserlaubnis zum Zwecke des eheliches Zusammenlebens im Bundesgebiet erteilt, wenn der Lebensunterhalt gesichert ist. Da Ihre Verlobte auf Sozialhilfe angewiesen ist, kann vorliegend nicht davon ausgegangen werden. Ausnahmefälle sind denkbar, allerdings sind diese anhand des Einzelfalls zu bestimmen. Beispielsweise, wenn Ihre Verlobte unverschuldet Sozialhilfe bezieht (aufgrund des Alters, einer Krankheit oder Krankheit des Kindes) bzw. könnte eine positive Prognose einer beruflichen Tätigkeit im Bundesgebiet Ihrerseits sachdienlich sein. Im Übrigen müsste der Einzelfall untersucht werden und Argumentation erarbeitet werden.

Ein Verbleib in Deutschland nach der Eheschließung ist nur dann möglich, wenn Sie mit einem Heiratsvisum einreisen. Dabei müssen aber auch alle vorbenannten Voraussetzung bereits erfüllt sein.

Abschließend möchte ich Sie darauf hinweisen, dass es sich bei dieser Antwort, basierend auf Ihren Angaben, lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes handelt. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 27.02.2017 | 08:30

Vielen Dank fuer Ihre Antwort!

Waere es moeglich in diesem Fall, wenn meine Verlobte kein Einkommen hat, mit einer Verpflichtungserklaerung ueber dritten diese Voraussetzung zu erfuellen, also einer Verpflichtungserklaerung fuer mich von anderen Person?

Mit freundlichen Gruessen,

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 27.02.2017 | 10:58

Sehr geehrter Fragesteller,

die Verpflichtungserklärung würde den Nachzug möglich machen. Die anderen Voraussetzung müssen allerdings trotzdem erfüllt werden.

viele Grüße
RA Stadnik

Bewertung des Fragestellers 01.03.2017 | 17:09

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FRAGESTELLER 01.03.2017 5/5,0
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