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Familienrecht / Unterhalt

| 26.04.2013 16:11 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Simone Sperling


Zusammenfassung: Fragen zum Unterhalt volljährigen Kinder bis zur Aufnahme einer bzw. einer weiterführenden Ausbildung oder Schule.

Hallo und guten Tag,

ich erwünsche eine Antwort von einem Fachanwalt für Familienrecht.

Kurz die Vorgeschichte: Vor etwa vier Jahren hat sich meine Frau von mir getrennt. Sie ist aus dem gemeinsamen Haus ausgezogen, da sie im Internet einen neuen Partner gefunden hat.
Wir haben drei Kinder (18, 16, 9), die bei mir leben. Ich bin 60 Jahre alt, meine Frau 45.
Wegen einer Erkrankung des Zentralnervensystems (zervikale Dystonie) bin ich zu 50% schwerbehindert.
Vor 20 Jahren (1993) habe ich einen Verein gegründet und eine stationäre Jugendhilfeeinrichtung aufgebaut. 2001 habe ich die Leitung an meine Frau übertragen und arbeite seitdem auf Minijobbasis als Geschäftsführer bzw. seit 2009 halbtags auch als Pädagoge. Während dieser Zeit war ich praktisch Hausmann.
Unser Verhältnis ist, trotz der schwierigen beruflichen Situation, relativ entspannt.
Immerhin bin ich der Chef/Arbeitgeber und meine Frau die Betriebsleiterin.

Die Scheidung ist rechtshängig, der Termin wurde vom Familiengericht auf den 05.06.13 terminiert.

Nun belastet ein Problem unsere Beziehung.
Unser 18-Jähriger Sohn begann im September 2012 eine Ausbildung als Kaufmann für Speditions- und Logistikdienstleistungen. Anfang 2013 meldete die Firma Insolvenz an, und meinem Sohn wurde zum 31.03.2013 gekündigt.
Da er nach diesen Erfahrungen nun wieder Lust verspürt, die Schule weiter zu besuchen, hat er sich an der "Höheren Handelsschule" bewerben und ist auch für Anfang September d.J. angenommen.

Meine Noch-Frau lehnt nun Unterhaltszahlungen ab, da sie der Ansicht ist, dass unser Sohn irgendeine Beschäftigung annehmen muss, wenn nicht, brauche sie auch keinen Unterhalt zahlen.
Natürlich verlange ich von meinem Sohn, dass er zwischenzeitlich arbeiten geht, und helfe ihm auch bei der Suche nach einem Minijob. Ob das aber klappt ist ungewiss.

Frage: Kann meine Noch-Frau den Unterhalt bis zum Beginn der weiterführenden Schule einstellen?

Für eine qualifizierte und rechtssichere Antwort bedanke ich mich.

Freundliche Grüße


H.W.K.

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte Ihre Anfrage wie folgt beantworten:

Aufgrund dessen, dass der Abbruch der Ausbildung nicht selbst verschuldet wurde und dass dem Kind auch eine Orientierungsphase zugestanden wird, besteht bis zum Besuch der weiterführenden Schule ein Unterhaltsanspruch weiter. Voraussetzung hierfür ist, dass der Beginn im September der nächstmögliche für die gewünschte Ausbildung bzw. Bildungsweg ist. (sh. dazu OLG Hamm in NJW-RR 2006, 1660).

Anmerken möchte ich, dass jedoch die Berechnung des volljährigen Unterhaltes und der Selbstbehalt anders als bei minderjährigen Kindern ist. So beträgt der Selbstbehalt des Elternteils 1.200,00 € (nach Abzug Unterhalt minderjähriger Kinder) und in bei der Berechnung findet das Einkommen des anderen Elternteils mit Beachtung, auch wenn das Kind dort wohnt.

Ich hoffe meine Antwort genügt Ihnen für eine erste Orientierung im Rahmen der Erstberatung und ich darf darauf hinweisen, dass meine Ausführungen auf Ihrer Sachverhaltsdarstellung beruhen.

Gern können Sie von Ihrem Recht zu einer Nachfrage Gebrauch machen. Weitergehende Fragen beantworte ich für Sie im Rahmen einer Mandatsübertragung, ebenso übernehme ich gern weitere Tätigkeiten im Rahmen eines Mandats. Eine Mandatsausführung kann unbeachtlich der örtlichen Entfernung erfolgen und eine Informationsweiterleitung erfolgt dann per E-Mail, Post etc..

Mit vorzüglicher Hochachtung

Simone Sperling
Rechtsanwältin
Fachanwältin für Familienrecht
Betriebswirtin (HWK)
_____________________________

E-Mail: sperling@anwaltskanzlei-sperling.de
www.anwaltskanzlei-sperling.de
www.scheidung-deutschlandweit.de
www.vorsorgeverfuegungen.info

Nachfrage vom Fragesteller 03.05.2013 | 22:36

Hallo Frau Sperling,

Ihre Antwort hat mir sehr geholfen. Vielen Dank!

Nun ist der Scheidungstermin auf den 5.6.13 terminiert.
Da meine Noch-Frau und ich uns in einer notariellen Scheidungsfolgenvereinbarung geeinigt haben, blieb für das Gericht nur noch der VA. Wir haben uns so geeinigt, dass meine Frau sich einen RA nimmt und ich ohne. Dafür zahle ich die Notarkosten.
In der Scheidungsfolgenvereinbarung wird der Unterhalt für die Kinder geregelt, die Abwicklung des gemeinsamen Hauses, die Besuchsregelungen u.s.w.
Im Grunde genommen braucht das Gericht nur noch den VA regeln.

Vor dem Termin wäre es mir aber wichtig, ob Ihnen irgendetwas Bedeutsames in dem oben beschriebenen Sachverhalt auffällt, der für mich vielleicht nachteilig wäre.

Bei einer Antwort überweise ich Ihnen selbstverständlich weitere 50,-€.

Noch einige Hinweise: Meine Frau hat ein durchschnittliches Monatseinkommen von ca. 2.900,-€; ich (halbtags)von ca. 1600,-.€.
Nach Abzug aller Unterhaltszahlungen verbleiben ihr noch etwa 1500,-€.
In der notariellen Scheidungsfolgenvereinbarung haben wir gegenseitig auf Unterhalt verzichtet.

Bitte schauen Sie noch einmal über den o.g. Sachverhalt, das würde mir für den Scheidungstermin Sicherheit geben.

Falls Sie mir eine Antwort geben, geben Sie mir
bitte Ihre Kontonummer an!


Bei Rückfragen rufe ich Sie gerne an.


Herzliche Grüße


H.W.K.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 04.05.2013 | 09:26

Sehr geehrte Damen und Herren,

danke für die Anfrage, welche ich gern beantworten werde.

Mit vorzüglicher Hochachtung

Simone Sperling
Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers 05.05.2013 | 13:26

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FRAGESTELLER 05.05.2013 4,6/5,0
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