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Familienrecht , Sorgerecht - Frau mit Tochter verschwunden !

| 17.05.2014 15:32 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Simone Sperling


Zusammenfassung: Fragen zum Umgangsrecht und Sorgerecht, inkl. Gesundheitssorge

Ehefrau versteckt gemeinsames Kind.

Vorgeschichte:

-Januar 2013 gemeinsame Tochter(damals 8Jahre) äußert Schulängste und verweigert den Besuch der Schule
-mehrere Versuche die Tochter stundenweise und teilweise mit Begleitung der Eltern zum Schulbesuch zu bringen,
gelingt nur teilweise für 2 Stunden bis gar nicht
-mehrere Gespräche mit den Lehrern, Schulamt und begleitender Familienhilfe - gestellt vom Jugendamt.
-Versuch durch Schulwechsel in Wohnungsnähe auf Probe und 2 Stunden täglich, gelingt nur teilweise
-Besuch der Ärzte und Kinderpsychologin zu Abklärung des Verhaltens und Diagnostik woran an liegen könnte, da sich Tochter sehr verschließt Aussagen über das
Problem zu machen, warum sie nicht zur Schule gehen möchte.
- Zuhause sehr fröhliches aufgewecktes Mädchen, bekommt Besuche von Klassenkameraden und Freundinnen.
- Zuhause besuchende Familienhilfe erlebt Tochter ganz normal in der Familie
- Juni 2013 Schulamt und Jugenamt machen Druck wegen Schulverweigerung
- September 2013 gemeinsamer Entschluss, Tochter kommt in eine stationäre Behandlung in einer kinderpsycholog. Einrichtung.
- Tochter wird dort als wörtlich:"sehr pflegeleicht und sehr ordentliches Mädchen" beschrieben.
- nach Eingewöhnungsphase besucht Tochter dann dort selbstständig mit alleiniger Busfahrt(öffentl.Verkehrsmittel) die dortige Grundschule
- Mitte November 2013 Entlassung der Tochter und wieder Besuch der Grundschule im Heimatort
- März 2014 Tochter hat Erkältung und ist 1 Woche krank
- Tochter versucht wieder Schule zu verweigern
- erneute Gespräche mit Schule und Ärzten, Kinderpsychologen
- Tochter wieder wöchentlich zur ambulanten Behandlung und Diagnostik bei Kinderpsychologin
- 6.Mai 2014 Krisengespräch in der Schule: Klassenlehrerin und Familienhilfe vom Jugendamt drängen auf schnelle Überweisung in die gleiche Kinderklinik wie im
Jahr zuvor,gleichzeitig wird mitgeteilt nächste Termine bei Kinderpsychologin am 7. und 14.Mai, sowie Termin für Familientherapie am 15.Mai.
- Jugendamt macht weiter Druck und droht mit Kindesentzug wenn nix passiert
- 7.Mai 2014 Tochter bei der wöchentl. Diagnostik und Behandlung bei der Kinderpsychologin äußert das 1.Mal das sie in der Schule von anderen Kindern geärgert
bzw. gehänselt wird
- später Zuhause Gespräch mit meiner Frau: Ich erkläre ihr das wir aufpassen müssen und erinnere meine Frau an ein Gespräch ca. 4 Wochen zuvor, als ich ihr sagte
wenn Tochter weggenommen wird ist für mich die Familie zerstört und dann kann sie(meine Frau) auch gehen. Dies war verbunden mit dem Hintergrund, das zu
wenig Handlungsbereitschaft bei meiner Frau bemängelt wurde und sie sich zu sehr klammert am Kind.
Dies wird untermauert dadurch, weil ich aufgefordert wurde damals im September 2013 unsere Tochter nach dem Wochenendbesuch Zuhause wieder allein in die
psycholog.Kinderklinik zu bringen, weil es da immer zu Tränenreichen und schwierigen Abschiedssituationen kam.
Ich löste dies in gemeinsamer Absprache mit unserer Tochter das ich und meine Tochter etwas eher zurück führen und dort immer einen schönen Spaziergang in der
Parkanlage machten, wobei wir uns immer gut unterhielten.
- Kinderpsychologin sieht keine Dringlichkeit und Notwendigkeit derzeit unsere Tochter wieder in die Kinderklinik zu überweisen( liegt mir schriftl. vor von der
Kinderpsychologin)
- Jugendamt macht weiter Druck und droht mit Kindesentzug wenn nix passiert
- im Nachhinein verstehe ich nun meine Frau, sie fühlte sich sehr stark von allen Seiten, auch von mir ,unter Druck gesetzt.
- am 9.Mai verließ meine Frau mit Tochter das gemeinsame Zuhause ohne eine Nachrricht zu hinterlassen mit Hilfe der Familienhelferin.
- ich war immer stets bereit über alles zu reden und zu unterstützen, dies teilte ich auch der Familienhelferin oft mit und das meine frau auch oft Gesprächen
ausweicht und mich nur als "Besserwisser" sieht.
- gesamt gesehen sah anscheinend meine Frau nur die Flucht und brauch nun Zeit zum nachdenken.
- Was ich nicht verstehe, das die Familienhelferin meine Frau dabei geholfen hat das gemeinsame Zuhause heimlich zu verlassen und mir Aufenthaltsort von Frau und
Tochter verschwiegen wird verstehe ich nicht. Ein Gespräch im Vorfeld hätte eher geholfen.
- ich habe zu keiner Zeit körperl. Gewalt auf Frau oder Kind ausgeübt
- Ostern waren wir noch gemeinsam Familie und Verwandte besuchen und auch in den Tagen zuvor gemeinsam einkaufen und haben gemeinsam Ausflüge gemacht,
daher mein so großes Unverständnis für die derzeitige Situation.

Meine Frage und Bitte um Hilfe nun:

- das meine Frau vielleicht jetzt etwas Abstand und Ruhe möchte, versteh ich noch
- Wie lange und mit welcher Rechtsgrundlage kann mir der Aufenthaltsort und der persönl. Kontakt mit meiner Tochter verwehrt werden?
- ich mache mir so viele Gedanken was meine Tochter nun wohl durch macht, sie hat den Arzttermin bei der Psychologin nicht wahrnehmen können, sie besucht nicht
ihre wöchentl. Turnstunde im Turnerverein, ich weiß nicht ob sie woanders eine Schule besucht und der Familientherapietermin wurde nach meinen 3 maligen
Anrufen dort abgesagt, weil Frau nicht Zuhause ist und dies wussten die Mitarbeiter dort schon von anderer Stelle.

- Wie kann ich erreichen das ich meine Tochter zumindest einmal persönl. sehen und sprechen kann?
- Was muss ich tun oder beantragen?
- Ist das alles überhaupt rechtens, was da gerade abläuft? Mir liegen keine Papiere oder Anrufe behördl. Seite vor. Niemand hat sich bei mir gemeldet?
- Darf die Familienhelferin meine Frau ohne meine Zustimmung bei der Entziehung unserer gemeinsamen Tochter unterstützen? Polizei bestätigte mir das die
Familiehelferin Bescheid weiß wo sich Kind und Frau aufhält und laut ihrer Aussage es dem Kind gut geht.( Ich wollte bei der Polizei Vermisstenanzeige aufgeben doch
diese sieht keinen Handlungsbedarf)

Wie soll ich mit einer Familienhelferin umgehen die mich in meinen Augen so hintergeht und seitdem keinen Kontakt zu mir aufnimmt.

Wir haben gemeinsames Sorgerecht und ich mache mir viele Gedanken Tag und Nacht und kann mich auf Arbeit nur schwer konzentrieren.

Ich bitte um Ihre fachl. Unterstützung, das ich mein Kind wieder einmal sehen und sprechen kann nach nun mehr 8 Tagen Ungewissheit.

Bitte nur helfende Tipps!
l

-- Einsatz geändert am 17.05.2014 15:41:58

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

- Wie lange und mit welcher Rechtsgrundlage kann mir der Aufenthaltsort und der persönl. Kontakt mit meiner Tochter verwehrt werden?

 Ohne eine gerichtliche Entscheidung darf dies nicht erfolgen.


- ich mache mir so viele Gedanken was meine Tochter nun wohl durch macht, sie hat den Arzttermin bei der Psychologin nicht wahrnehmen können, sie besucht nicht
ihre wöchentl. Turnstunde im Turnerverein, ich weiß nicht ob sie woanders eine Schule besucht und der Familientherapietermin wurde nach meinen 3 maligen
Anrufen dort abgesagt, weil Frau nicht Zuhause ist und dies wussten die Mitarbeiter dort schon von anderer Stelle.

 Die ausgefallenen Arzttermin und Schulbesuche sind kritisch zu sehen, da dies eine pflichtwidrige Verletzung des Sorgerechts darstellt.

- Wie kann ich erreichen das ich meine Tochter zumindest einmal persönl. sehen und sprechen kann?
- Was muss ich tun oder beantragen?


 Sie sollten umgehend bei dem für Sie zuständigen Familiengericht einen Antrag auf Herausgabe des Kindes und zum Umgang als einstweilige Anordnung stellen.


- Ist das alles überhaupt rechtens, was da gerade abläuft? Mir liegen keine Papiere oder Anrufe behördl. Seite vor. Niemand hat sich bei mir gemeldet?

Es erscheint als nicht rechtens, zumindest wenn das Jugendamt den Kontakt verbietet. Sie sollten hier überlegen eine Strafanzeige gegen das Jugendamt zu stellen. Aufgrund des gemeinsamen Sorgerechts handelt Ihre Frau nicht rechtswidrig, Sie hätten das gleiche Recht, so lange keine anderweitige Regelung durch ein Gericht getroffen ist. Allerdings ist das Verhalten moralisch nicht korrekt und wird bei einer Entscheidung durch das Gericht sicher eine Rolle spielen.

- Darf die Familienhelferin meine Frau ohne meine Zustimmung bei der Entziehung unserer gemeinsamen Tochter unterstützen?


 Aufgrund dessen, dass Sie gemeinsam den Antrag auf Familienhilfe gestellt haben, darf die Unterstützung erfolgen. Jedoch nicht das Kontaktverbot ist durch die Hilfe gedeckt. Sie sollten den Antrag auf Familienhilfe widerrufen mit der Begründung des aktuellen Vorfalls oder den Einsatz einer anderen Familienhelferin fordern.

Polizei bestätigte mir das die
Familiehelferin Bescheid weiß wo sich Kind und Frau aufhält und laut ihrer Aussage es dem Kind gut geht.( Ich wollte bei der Polizei Vermisstenanzeige aufgeben doch
diese sieht keinen Handlungsbedarf)
Wie soll ich mit einer Familienhelferin umgehen die mich in meinen Augen so hintergeht und seitdem keinen Kontakt zu mir aufnimmt.


 Wie bereits mitgeteilt, sollten Sie den Wechsle der Helferin beantragen oder die Zustimmung widerrufen.


Zusammenfassende Empfehlung:
Sie sollten im Wege der einstweiligen Anordnung beim Familiengericht eine Regelung über den Kontakt zu Ihrem Kind erzielen. Immer weiteren sollten Sie sich gerichtlich die Gesundheitsfürsorge allein übertragen lassen, gegebenenfalls auch im Wege der einstweiligen Anordnung um die Arztbesuche weiter vornehmen zu können. Gleiches gilt für die weitere Schulproblematik. Nach dem geschilderten Sachverhalt gehe ich davon aus, dass eine außergerichtliche Einigung wohl keinen Erfolg bringen wird und dies nur Zeit kosten wird.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.


Mit vorzüglicher Hochachtung

Simone Sperling
---------------------------------------
Rechtsanwältin
Fachanwältin für Familienrecht
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Betriebswirt (HWK)




Nachfrage vom Fragesteller 20.05.2014 | 16:12

Erstmal herzlichen Dank für Ihre detaillierte Antwort Frau Sperling.

In den letzten Tagen und Nächten war ich sehr beschäftigt mit diesem Thema. Beim Anwalt war ich und dieser hat das zuständige Jugendamt angeschrieben und gefaxt und um Mitteilung des Aufenthaltsortes meiner Tochter gebeten, so Umgangskontakte zu ermöglichen. Die Familienhilfe habe ich widerrufen und um ein neues Gespräch für eine geänderte bzw. angepasste Familienhilfe gebeten, verbunden mit dem Wechsel der ausführenden Familienhelferin, da ich mich von dieser übergangen fühle. Erste Rechnung hab ich auch schon vom Anwalt und hoffe ich gehe nicht Pleite. Es ist traurig das man für sein Recht immer Geld ausgeben muss, dieses würde ich lieber für meine Familie in sinnvollere und erfreulichere Dinge einsetzen. Nun soll ich bis Freitag ausharren bist Antwort kommt, denn Jugendamtmitarbeiterin schrieb per Mail Kind geht es gut und sie müsse sich erst mit ihren Vorgesetzten über die weitere Vorgehensweise beraten. Nun meine Frage: Kann man später, wenn dies eine nicht begründete Entziehung meiner Tochter war, die Kosten dem Jugendamt geltend machen? Ich hoffe ja es kommt noch zu einer guten Einigung und meine Frau brauchte nur eine Auszeit, aber für den Fall der Fälle. Bei meiner Firma war ich auch 2,5Std. zur Sozialberatung um mich zu informieren wie ich Arbeit und Familie in dieser Situation unter einen Hut bekomme und habe da freundl. Weise frei bekommen. Auch für den Fall der Fälle bekäme ich Unterstützung bei der Findung einer Tagesmutter, in Notfällen sogar innerhalb 24h. Das war mal was Positives. Gleichzeitig wurde mir gesagt lieber mal den Mund halten und nicht auf sein Recht pochen dann geht es besser mit dem Jugendamt.
Ist es immer noch so"Allmacht Jugendamt"? Wer wacht über die Arbeit des Jugendamtes? Ein Schreiben an den Landrat früher hatte mir auch nichts gebracht. Ich versuche positive Gedanken zu finden aber dies ist sehr schwierig, wo ist der Rechtsstaat ? Gefunden hab ich ihn noch nicht,außer man zahlt genug.

Nochmals herzlichsten Dank für die Antwort und der ersten Richtungsanweisung.
Paar Fragen sind ja hier enthalten, kurze Antwort wo es möglich ist wäre nett, aber kein Muss. Danke Alexander K.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.05.2014 | 16:43

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Nachfragen darf ich wie folgt beantworten:


1) Kann man später, wenn dies eine nicht begründete Entziehung meiner Tochter war, die Kosten dem Jugendamt geltend machen?

In diesem Fall können Sie dann versuchen, die Kosten als Schadensersatz im Rahmen einer Amtspflichtverletzung gem. § 839 BGB zu beanspruchen.



2) Ist es immer noch so"Allmacht Jugendamt"?

Dies sollte so nicht sein. Allerdinges gab es zuletzt auch Proezesse gegen das Jugendamt, wo dieses nicht eingeschritten ist, so dass im Umkehrschluss das Jugendamt wieder schneller Maßnahmen ergreift. Daher meine Empfehlung es gerichtlich klären zu lassen, da Sie Zeit verlieren und das Jugendamt Sie erneut hinhält.

Die Streitigkeiten in I.Instanz zum Umgangs- und Sorgerecht können Sie ohne Anwalt führen um Kosten zu sparen.Sie können die Anträge selbst einreichen oder zu Protokoll der Geschäftsstelle geben.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und das Sie bald wieder Kontakt zu Ihrem Kind haben können!


Mit vorzüglicher Hochachtung

Simone Sperling
---------------------------------------
Rechtsanwältin
Fachanwältin für Familienrecht
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Betriebswirt (HWK)

Bewertung des Fragestellers 22.05.2014 | 12:13

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

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"rechtlich gesehen alles sehr gute Ratschläge, doch die Umsetzung mit dem Jugendamt ist immer langwierig und man muss fast auf den Boden kriechen vor den Leuten um Wohlwollen und wirkliche Hilfe zu erhalten.Danke Frau Sperling fachlich haben Sie mich überzeugt und sind empfehlenswert.Herzlichst "
FRAGESTELLER 22.05.2014 4,6/5,0
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