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Familienrecht, Aufteilung von einer Immoilie

02.03.2017 20:07 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Sehr geehrte Damen und Herren,

meine Ex-Freund und ich haben uns vor kurzem getrennt. Wir haben 2013 mein Elternhaus gekauft. Mein Ex-Freund und ich sind zu gleichen Teilen im Grundbuch eingetragen. Er zahlt die Kreditraten und ich die Nebenkosten (Heizung, Strom, Wasser, Müll) vom Haus. Mein Vater hat noch ein lebenslanges Wohnrecht. Wir haben damals einen Kredit über 100.000 Euro aufgenommen, den mein Ex-Freund mit 450,- monatlich abbezahlt. Nun da wir uns getrennt haben möchte ich in meinem Elternhaus weiter wohnen bleiben und mein Ex-Freund soll sich eine andere Wohnung suchen. Meine Frage dazu: Ich kann mir vorstellen meinem Ex-Freund die bereits getilgte Kreditsumme zurückzuzahlen und den Restkredit allein weiter abzubezahlen. Reicht das aus um allein im Grundbuch zu stehen? Wieviel steht denn meinem Ex-Freund zu?
02.03.2017 | 20:55

Antwort

von


(1042)
Hallestr. 101
53125 Bonn
Tel: 0228 629 46 462
Tel: 0179 4822457
E-Mail:

Sehr geehrter Fragensteller,

einleitend sei gesagt, dass bei Miteigentum stets die Gefahr nach <a href="http://dejure.org/gesetze/BGB/753.html" target="_blank" class="djo_link" title="§ 753 BGB: Teilung durch Verkauf">§ 753 BGB</a> in Form der Zwangsversteigerung lauert, wenn man sich nicht gütlich einigt:

"(1) Ist die Teilung in Natur ausgeschlossen, so erfolgt die Aufhebung der Gemeinschaft durch Verkauf des gemeinschaftlichen Gegenstands nach den Vorschriften über den Pfandverkauf, bei Grundstücken durch Zwangsversteigerung, und durch Teilung des Erlöses. Ist die Veräußerung an einen Dritten unstatthaft, so ist der Gegenstand unter den Teilhabern zu versteigern."

Es sind hier viele Probleme zu bedenken:

a) Grunderwerbssteuer bei Umschreibung, Notarkosten
b) etwaige Kosten für die Refinanzierung des Kredites ( Stichwort: Vorfälligkeitsentschädigung )
c) ab Auszug könnte der andere Part auch Nutzungsentschädigung geltend machen, wobei er dieses Recht grds. bei nicht sofortiger Geltendmachung verwirkt. Wobei man im Gegenzug ab Trennung auch die zuvor allein getragenen Nebenkosten anteilig umlegen kann.
d) sicherlich könnte man die 450,00 € auch als eine Art "Miete" zu deklarieren suchen, wenn er nicht Eigentümer geworden wäre
e) mögliche Steigerung des Marktwertes der Immobilie seit Kauf, wobei natürlich auch das wertmindernde Wohnrecht zu berücksichtigen ist

Fazit: die Rückzahlung der gezahlten Summen uU unter einer moderaten Verzinsung erscheint ratsam, um eine Teilungsversteigerung zu vermeiden. UU kann man den anderen Part noch davon überzeugen sich einen Mietvorteil in gewissem Umfang abziehen zu lassen.

Falls die Fronten verhärten, sollten Sie am besten einen Mediator mit Anwaltszulassung in ihre Problematik miteinbeziehen.

Mit freundlichen Grüßen
Daniel Saeger
- Rechtsanwalt -


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ANTWORT VON

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