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Familiennachzugsvisum


31.03.2007 23:18 |
Preis: ***,00 € |

Ausländerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Stefanie Helzel



Sehr geehrte Damen und Herren,
Mein Mann ist Kosovo Albaner und wurde im Dez.2005 nach illegalem Aufenthalt in Deutschland abgeschoben.Im März 2006 heirateten wir im Kosovo,er bekam eine Einreisesperre bis 06.02.2007 und Abschiebekosten die aber gleich bezahlt wurden.Am 13.März 2007 stellte er den Antrag zur Familiennachzug,die Papiere sind auch schon bei der ALB angekommen ,nur hatten die noch einige Fragen zu klären bei der Botschaft und das dauert ewig bis die antworten.Ich hab dort schon paar mal angerufen und die sagen nur das dauert nicht nur Wochen sondern Monate.Ich bin gesundheitlich deswegen in ärztlicher Behandlung weil mich das nervlich total fertig macht.Nun meine Frage,dürfen die sich so lange Zeit lassen oder soll ich einen Anwalt einschalten? Was kann ich tun,dass mein Mann so schnell wie möglich bei mir ist??
Vielen Dank im voraus
Mit freundlichen Grüßen
Ilona Straub
Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich aufgrund Ihrer Angaben und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes gern wie folgt beantworten möchte:

Leider ist es so, dass die „Behördenmühlen“ in Deutschland teilweise recht langsam mahlen und man als Bürger keine wirkliche Handhabe besitzt, um dagegen vorzugehen. So verhält es sich auch mit der Erteilung eines Visums für den Familiennachzug. Ein solcher Antrag bedarf der Zustimmung durch die zuständige Ausländerbehörde. Die Bearbeitungsdauer kann gute 8 Wochen in Anspruch nehmen. Beschleunigen kann man ein solches Verfahren ggf. durch eine sog. Vorabbewilligung, welche jedoch nur in Ausnahmefällen erteilt wird. Ob bei Ihnen ein solcher Fall in Betracht kommen könnte, lässt sich im Rahmen dieser Erstberatung nicht beurteilen – diesbezüglich rate ich Ihnen, mit der zuständigen Ausländerbehörde Kontakt aufzunehmen und nachzufragen.

Eine rechtliche Handhabe gegen die Untätigkeit einer Behörde besteht erst nach 3 Monaten. Dann gibt das Gesetz dem Bürger die Möglichkeit in die Hand, die Behörde auf Untätigkeit zu verklagen. Hilfreich ist es oft, den Behörden nach 2 – 2,5 Monaten, wenn eine Entscheidung nicht absehbar ist, bereits mit einer entsprechenden Untätigkeitsklage zu drohen. Dies beschleunigt so manches Verfahren.

Derzeit sehe ich für Sie jedoch leider keine Möglichkeit, den Verfahrensgang zu beschleunigen. Ich bedaure, Ihnen keine positivere Auskunft geben zu können, hoffe jedoch, Ihnen zumindest eine erste Orientierung vermittelt zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Stefanie Helzel
- Rechtsanwältin -

Für eine weitergehende Wahrnehmung Ihrer Interessen, können Sie mich gerne unter

info@123kanzlei.net

kontaktieren.

Bitte beachten Sie, dass diese Antwort die von Ihnen geschilderten, wesentlichen Aspekte des Falles umfasst, jedoch weitere Tatsachen relevant sein könnten, die möglicherweise zu einem anderen Ergebnis führen würden.

Nachfrage vom Fragesteller 10.04.2007 | 16:14

Vielen Dank für Ihr Bemühen
mittlerweile hab ich von der ASB Bescheid bekommen,das der Antrag bei der Botschaft in Kosovo erst ab Juni wegen zu viel Arbeit,bearbeitet wird.Nun meine Frage,kann man dagegen rechtlich angehen,oder müßen wir einfach die Zeit abwarten,bis sich was tut? Müßen die im Juni das gleich bearbeiten,oder können die sich wieder Monate Zeit lassen mit dem Visum??

Danke im voraus
Mit freundlichen Grüßen
Ilona Straub

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 10.04.2007 | 19:25

Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen dank für Ihre Nachfrage. Ich kann Ihren Unmut sehr gut verstehen, doch leider wird Ihnen nichts weiter übrig bleiben, als zunächst abzuwarten.

Wie ich bereits ausführte, haben Sie erst nach 3 Monaten Untätigkeit der Behörde, die Möglichkeit, Klage zu erheben.

Dies aber nur dann, wenn die Behörde ohne unzureichenden Grund untätig geblieben ist. Sollte tatsächlich wegen Arbeitsüberlastung eine frühere Bearbeitung des Antrags nicht möglich sein, wird auch eine Untätigkeitsklage wenig Erfolg versprechend sein.

Sie haben die Mitteilung, dass Ihr Antrag im Juni bearbeitet werden soll. Da die Antragstellung erst am 13.03. erfolgte, liegt dies noch innerhalb der Drei-Monatsfrist.

Ich gehe davon aus, dass die Anträge zeitlich abgearbeitet werden, nach der Reihenfolge der Antragstellung.

Sollte Mitte Juni noch keine Entscheidung vorliegen, wäre an die Untätigkeitsklage zu denken. Jedoch dauert auch ein Klageverfahren wieder seine Zeit.

Ich bedaure, Ihnen keine positivere Auskunft geben zu können.

Mit freundlichen Grüßen

Stefanie Helzel
- Rechtsanwältin -

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