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Familienhilfe am Bau - BG Bau will Geld


| 19.03.2006 11:43 |
Preis: ***,00 € |

Sozialrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Markus Timm



Unsere Kinder haben im vergangenen Jahr ein umgebautes und modernisiertes Haus bezogen. Der wirklich weitestgehende Teil der Arbeiten wurde von Fachbetrieben unter Aufsicht eines Architekten ausgeführt.
Allerdings haben sich mein Mann und der Opa, wie es halt vielfach gemacht wird, auch beteiligt und beim Malen bzw. Laminatverlegen geholfen und dafür Urlaub genommen bzw. im Urlaub Zeit dafür aufgewendet oder am Wochenende mit Rat und Tat zur Seite gestanden.
Und jetzt kam der Hammer: Unter Hinweis auf §165 Abs. 2 Siebtes Sozialgesetzbuch SGB VII wird ein "Eigenbaunachweis" gefordert, in dem unsere Kinder nachweisen sollen/müssen, welchen Umfang an Stunden die Eigenleistung durch Familienangehörige hatte. Und die BG Bau möchte für jede geleistete Stunde 1,90 (!!!) Euro Geld sehen.
Wir haben so etwas noch nie gehört und möchten hiermit fragen, ob diese Forderung rechtens ist und wenn das der Fall sein sollte, gibt es Möglichkeiten des Widerspruchs?
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

ich bedanke mich für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage des von Ihnen geschilderten Sachverhalts wie folgt summarisch beantworten will:

Die BG Bau übernimmt die Unfallversicherung für Familienangehörige, Verwandte, Nachbarn oder Kollegen beim privaten Hausbau, soweit diese genauso wie ´echte´ Arbeitnehmer mit anpacken. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Helfer unentgeltlich oder gegen Lohn arbeiten. Sie müssen im Rahmen der Auskunftsfplicht gegenüber der BG Bau angeben, wie viel Stunden Ihr Mann bzw. Großvater an dem Bau mitgearbeitet haben. Hiernach berechnet sich der Versicherungsbeitrag. Da der Anspruch der BG Bau besteht, rate ich Ihnen von einem Widerspruch ab.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Auskunft weiter geholfen zu haben. Im Rahmen der Nachfragefunktion stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichem Gruß

Markus A. Timm
-Rechtsanwalt-
www.peukerttimm.de

Nachfrage vom Fragesteller 19.03.2006 | 12:41

Wir können den Aufwand an Arbeitsstunden natürlich nur noch schätzen, denn das ist jetzt ein Dreivierteljahr her und das Schreiben erreichte uns erst jetzt in zweiter Ausführung als "Erinnerung". Ist das OK?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 19.03.2006 | 13:07

Ja, mehr kann von Ihnen nicht verlangt werden. Die Nachweisunterlagen sollten aber gut nachvollziehbar sein (Datum, Uhrzeit, Art der Tätigkeit). Ich wünsche Ihnen viel Erfolg.

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