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Familienheimfahrten mit Dienstwagen

| 05.06.2009 08:23 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Hallo,
ich habe zwei Fragen zur steuerlichen Berücksichtigung eines Dienstwagens in Verbindung mit einem Zweitwohnsitz (doppelte Haushaltführung aus beruflichen Gründen).
Der Listenpreis des Fahrzeugs betrug 30.100 EUR.
1.)
Die Fahrten zwischen Arbeitsstätte und Zweitwohnsitz (8km)wurden entsprechend der 0,03% Regel als geldwerter Vorteil mit monatlich 72,24 versteuert. Kann ich die Fahrten zwischen Arbeitsstätte und Zweitwohnsitz als Werbungskosten ansetzen, obwohl sie mit einem Dienstwagen durchgeführt wurden?
2.)
Entsprechend der 1% Regel wäre für die Privatnutzung ein geldwerter Vorteil von monatlich 301 EUR zu berücksichtigen. Der Arbeitgeber erhob für die Privatnutzung im Rahmen seiner Dienstwagenreglung jedoch eine Nutzergebühr, in konkreten Fall 298,39 EUR monatlich. Dieser Betrag wurde direkt vom gesetzlichen Netto abgezogen. Als geldwerter Vorteil wurde lediglich die Differenz von 301,00 EUR - 298,39 EUR, also 2,61 EUR monatlich berücksichtigt. Die entscheidende Frage ist nun: Kann ich die wöchentlichen Familienheimfahrten (einfache Entfernung 160km) mit 0,30 EUR je Kilometer in der Einkommensteuererklärung berücksichtigen? Nach meinem Empfinden ist die Privatnutzung über die Nutzergebühr abgegolten, ein geldwerter Vorteil ist bis auf die 2,61 EUR nicht entstanden. Damit müssten doch auch die "privat" durchgeführten Familienheimfahrten steuerlich berücksichtigen werden können? Dann gibt es da aber auch noch diese verwirrende 0,002% Regel für Familienheimfahrten mit einem Dienstwagen. Kommt diese in meinem Fall zum Tragen?

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich anhand Ihrer Angaben und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes beanworten möchte.

Frage 1: Werbungskosten zwischn Zweitwohnsitz und Arbeitsstätte

Sie haben die Möglichkeit, die Fahrten zwischen Zweitwohnsitz und Arbeitsstätte als Werbungskoaten geltend zu machen. Dies ergibt sich aus § 9 Abs. 2 EStG , dort wird kein Ausschluss bezüglich Dienstwagen vorgenommen. Zudem versteuern Sie einen monatlichen geldwerten Vorteil -quasi als wenn Sie mehr Gehalt erhalten würden- und können dementsprechend die Aufwendungen steuerlich geltend machen.

Frage 2: Familienheimfahrten
Steuerlich zu berücksichtigen ist grundsätzlich nur eine wöchentliche Familienheimfahrt nach § 9 Abs. 2 Satz 7 EStG . Soweit Sie eine wöchentliche Familienheimfahrt unternehmen, werden diese nicht im Rahmen eines Nutzungsvorteils (0,002 % des Listenpreises) berechnet, da die Kosten im gleichen Zuge wieder als Aufwendungen geltend gemacht werden könnten. Aufgrund der Zurverfügungstellung können Sie aber keine weiteren Aufwendungen für diese wöchentlichen Fahrten geltend machen.

Sollten Sie jedoch mehr als eine wöchentlichen Familienheimfahrt unternehmen, wäre dies im Rahmen der 0,002 % Regelung wieder als Nutzungsvorteil anzusetzen.

Ich hoffe, ich konnte Ihre Anfrage im Rahmen dieser Erstberatung beanworten. Benutzen Sie ansonsten bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Bewertung des Fragestellers 05.06.2009 | 10:44

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