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Familienheimfahrten

13.05.2019 11:50 |
Preis: 48,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Diplom Kaufmann Peter Fricke


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin Berufspendler und fahre deshalb am Wochenende nach Hause. Die gefahrenen Km setze ich somit als Familienheimfahrt ab. Eine Wegstrecke beläuft sich auf 640 Km, macht hin und zurück 1280 Km. Ich habe dem Finanzamt 30 Fahrten mit meinem Fahrzeug angegeben (38400Km) und 4 Fahrten mit dem Fahrzeug meiner Frau. Zur beruflich veranlassten Fahrleistung
meines Fahrzeuges kommen 5400 Km für die tägliche fahrt zur Arbeitsstätte hinzu.
Ich habe mit Werkstattrechnungen eine Kilometerlaufleistung meines Fahrzeuges von 47000 Km nachgewiesen.
Im kürzlich vom Finanzamt erhaltenen Einkommenssteuerbescheid wurde mir mitgeteilt, dass seitens des Finanzamtes pauschal 20 % der Laufleistung meines Fahrzeuges als "privat" geführte Fahrten angenommen werden. Dies hat zur Folge, dass 6 Familienheimfahrten durch das Finanzamt nicht anerkannt werden.
Ich muss an dieser Stelle erwähnen, dass ich, wo immer möglich, auf das Fahren mit dem PKW verzichte und mein Fahrzeug so gut wie ausschließlich aus beruflicher Veranlassung nutze.

Meine Frage:
Ist es seitens des Finanzamtes rechtens, dass mir von den nachgewiesenen Km meines Fahrzeuges offensichtlich willkürlich 20 % für private Fahrten abgezogen werden?

Sehr geehrter Ratsuchender,

ich halte im Ergebnis den Anteil von 20 Prozent für die private Nutzung noch für moderat angesetzt. Damit bleibt das Fahrzeug zunächst als Betriebsfahrzeug anerkannt, was sich aber die private Nutzung anrechnen lassen muss.

Die Kürzung Ihrer oben aufgestellten Rechnung wollen Sie bitte vor folgendem Hintergrund verstehen, den Sie möglicher Weise nicht kannten. Die Familienheimfahrten können wie Sie wissen zwar steuerlich anerkannt werden, aber nur mit einem "Haken". Die Hinfahrt nach Hause ist steuerlich absetzbar, die Rückfahrt dann aber nicht mehr. Diese ist "privat" veranlasst, was dem normalen Steuerbürger manchmal schwer zugänglich ist. Betriebsbedingt haben Sie Ihre Familie besucht und sind insoweit zu ihr gefahren. Als Sie dann aber wieder zu Ihrem auswärtigen Wohnsitz gefahren sind, war dies an in Ihrem eigenen Interesse eine "private Fahrt".

Angesetzt werden können also nur die Hälfte dieser gefahrenen Kilometer. Den Ansatz der pauschalen Kürzung von 20 Prozent halte ich zwar für willkürlich - da pauschal - angesetzt. Im Ergebnis dürfte dies aber noch zu Ihren Gunsten sein, so daß eine genaue Rechnung hier wahrscheinlich einen höheren privaten Anteil der Fahrten ergeben würde.

Mit besten Grüssen

Fricke
RA

Nachfrage vom Fragesteller 13.05.2019 | 13:14

Sehr geehrter Herr RA Fricke,

natürlich wurden von den angegebenen 38400 Km nur die Hälfte also 19200 Km als steuerlicher Abzug berücksichtigt. Das Finanzamt hat jedoch auch davon noch einmal 20 % abgezogen. Also ca. 3900 Km.
geteilt durch 640 Km, eine Strecke, ergibt das 6 Fahrten, welche mir von den angegebenen 34 Fahrten abgezogen wurden. Das kann doch nicht rechtens sein.


Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 13.05.2019 | 13:19

Sehr geehrter Nachfragender,

ich werde mir mal die Mühe machen und mir eine Tabelle erstellen, wo
ich das mal genau ausrechnen werde....

Bis später

Fricke
RA

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