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Familien / Erbrecht Verstorbene Ehefrau im Grundbuch

| 10.06.2018 11:20 |
Preis: 52,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Diplom Kaufmann Peter Fricke


Die Ehe wurde 1968 in Ost Berlin (DDR) geschlossen. Der Mann war DDR-Bürger die Frau Belgierin. Nach damaligem DDR Recht ohne Gütertrennung. 1991 wurde die Ehe in Amsterdam geschieden. Der Mann ist seit 1985 niederländischer Staatsbürger.
Die Frau ist im Mai 2018 verstorben. Es gibt bis heute ein gemeinschaftliches immobiles Eigentum in Portugal. Es existiert kein Testament.
Wie kann der Mann die Verstorbene aus dem Grundbuch in Portugal austragen lassen?

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Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Frage birgt viele Unwägbarkeiten, da viele Details nicht bekannt sind und es hier aus etlichen Gründen auf jedes Detail ankommen muss.

Grundsätzlich gilt aber folgendes: Mit der Scheidung ist jedes familienrechtliche Band zum Erliegen gekommen. Damit haben Sie keinen Erbanspruch aus der Ehe heraus. Ein Testament existiert nicht, so daß Sie auch aus diesem Grunde keinen Anspruch auf einen Erbanteil haben. Eine Berechtigung, im Wege der Rechtsnachfolge über den Erbfall hier Ansprüche geltend zu machen, sehe ich nicht.

Nach jedem Recht der einzelnen Länder ( Deutschland / Niederlande / Portugal ) werden einheitlich folgende Grundsätze gelten. Der Erbe der Frau wird mit Ihnen zusammen die Bruchteilsgemeinschaft der gemeinsam gehaltenen Immobilie auflösen müssen. Wer kann hier Erbe sein? Ohne Testament zunächst die Kinder anteilig, ansonsten die Eltern, ansonsten wiederum deren Kinder ( Geschwister der Frau ) oder wiederum deren Kinder.

Finden Sie den Erben und versuchen Sie eine gütliche Einigung. Der Erbe wird anteilig heute Eigentümer der Immobilie sein und dafür eine Auslöse verlangen. Im Falle der Einigung kann dann das Grundbuch berichtigt werden, wozu Sie wegen der nationalen Besonderheiten im Ausland dann aber unbedingt einen Anwalt nehmen sollten, der sich mit dem portugisischen Grundbuchrecht auskennt. Er sollte Portugiese sein, die Sprache sprechen und am besten ein dort zugelassener Anwalt sein.

Bleiben Fragen übrig, wollen Sie einfach den Nachfragebutton drücken....

Beste Grüße

Fricke
Rechtsanwalt
Diplom Kaufmann

Nachfrage vom Fragesteller 12.06.2018 | 19:51

Vielen Dank für ihre Antwort, dessen Weg war uns schon soweit klar. Wir haben aber unter "kein Testament" verstanden, das sie überhaupt keine Erben hat.....keine Kinder, keine Verwandten....alle bereits verstorben und keine dritten Personen durch ein Testament bedacht hat. Noch ein paar Tage vor ihrem Ableben hat sie eine email geschrieben, das sie möchte, das ihr Ex-Mann
die Windmühle bekommen soll, aber das ist nur eine email und kein rechtskräftiges Schreiben.

In Deutschland gibt es Nachlassverwalter, aber in Amsterdam...??? Ein portugiesischer Anwalt? Was soll der tun können?

Danke für ihr Mitdenken
wir haben einen Anwalt in Lagos Dr. Rathenow, nur dachten wir diesen Schritt uns zu ersparen....wenn es geht.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.06.2018 | 20:36

Sehr geehrte Nachfragende,

ich denke gerne mit, jetzt wird es wirklich interessant. Eine Erbeinsetzung per Email ist nach deutschem Recht erst einmal unwirksam, da ein Testament der Schriftform bedarf, und zwar der eigenhändigen Schriftform.

Wenn niemand erbt, erbt der STAAT! Das ist zumindest nach deutschem Recht der Fall. Aber dennoch, achten Sie auf die Verzweigungen, die im Erbrecht erst nach oben ( bis zu den Großeltern ) und dann wieder nach unten gehen. Finden Sie auf jeden Fall einen gesetzlichen Erben, mit dem Sie das Problem gemeinsam lösen können.

Sie kommen um Ärger und enormen Verwaltungsaufwand in mehreren Ländern nicht herum, so leid mir das tut. Sie können mir gerne mal die vollständigen Unterlagen in meine Kanzlei per Email schicken. Was ich weiter lese, kann immer wieder eine Idee wert sein.

Bis jetzt muss ich sagen, rechtlich und faktisch kaum zu lösen Ihr Problem. Erster Ansatzpunkt bliebe der portugiesische Anwalt, der Grenzen und Möglichkeiten zunächst in Portugal ausloten sollte. Das dortige Grundbuchamt sollte Vorgaben machen, was es nach deren Auffassung noch bedarf, um die Eintragung der nicht mehr existenten Miteigentümerin zu löschen.

Bei Fragen gerne direkt an meine Kanzlei wenden.

Alles alles gute...

Fricke


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D.D."
Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 14.06.2018 4,4/5,0
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