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Familie und Unterhalt


| 02.01.2018 09:01 |
Preis: 58,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Gerhard Raab



Mein Ehemann bezahlt für unsere Tochter bisher 414 Euro Unterhalt. Netto verdient er ca. 2800 monatlich. Da er nochmal geheiratet hat und bereits wieder im Trennungsjahr ist muss er seiner zukünftigen Exfrau Unterhalt bezahlen. Jetzt hat er gemeint, da unsere Tochter jetzt im Dezember ihre Ausbildung begonnen hat das er nur noch 178 Euro Unterhalt bezahlen muss. Das kann doch nicht rechtens sein oder? Meine Tochter verdient Netto 585,95 Euro. Meine Tochter wird im Februar 18 Jahre, wird sich dann wieder etwas am Unterhalt ändern? Sie hat jetzt mit der Ausbildung begonnen und wird sie voraussichtlich 2020 beenden. Sie wohnt bereits mit ihrem Freund zusammen der ebenfalls eine Ausbildung begonnen hat und in einem Jahr fertig sein wird. Sie wohnen in einer anderen Stadt, die über 200 Kilometer von mir entfernt ist, weil sie hier keine Ausbildung bekommen hat. Sie muss anteilig Miete bezahlen. Mit 150 Euro pro Monat und sie muß sich zudem noch selbst versorgen.
Für eine baldige Antwort würde ich mich sehr freuen.

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Sehr geehrte Fragestellerin,

zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Soweit Sie das Nettoeinkommen Ihres geschiedenen Ehemanns mit monatlich 2.800 € beziffern, kann dieser Wert nur als erster Anhaltspunkt angesehen werden. Gegebenenfalls sind hiervon noch Abzüge vorzunehmen, wie beispielsweise berufsbedingte Aufwendungen, zusätzliche Altersversorgung, Krankenzusatzversicherung, um einige Beispiele zu nennen. Im übrigen ergibt sich aus der Einkommensangabe nicht, ob die Einkünfte der letzten zwölf Monate zu Grunde gelegt worden ist sind, um daraus das Monatseinkommen zu ermitteln.

Bei der Unterhaltsberechnung gehe ich, entsprechend ihren Angaben, also von 2.800 € pro Monat aus.


2.

Unter diesen Voraussetzungen und unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Lage Ihrer Tochter ergeben sich folgende Unterhaltsansprüche:

Der Trennungsunterhalt beläuft sich auf 1.031 € und der monatlich zu zahlende Unterhalt für Ihre Tochter auf 397 €.

Dabei bin ich davon ausgegangen, dass Sie das Kindergeld beziehen.


3.

Wie der Kindesvater auf einem Betrag von 178 € Kindesunterhalt gekommen ist, lässt sich anhand der hier vorliegenden Zahlen nicht nachvollziehen.

Wenn Ihre Tochter volljährig wird, also das 18. Lebensjahr vollendet, ändert sich die Unterhaltsrechtslage bezüglich der Tochter grundlegend.

In diesem Fall sind die Einkünfte beider Elternteile für den Unterhaltsanspruch Ihrer Tochter heranzuziehen. D.h., man muss ermitteln, welche Einkünfte der Vater pro Monat erzielt und welche Einkünfte Sie monatlich haben. Die jeweiligen Einkünfte werden sodann zueinander in ein Verhältnis gesetzt mit dem Ergebnis, dass derjenige Elternteil, der die höheren Einkünfte hat, auch höheren Barunterhalt zahlen muss. Auch Sie wären Ihrer Tochter gegenüber, wenn diese volljährig ist, barunterhaltspflichtig.

Berechnen kann man die Unterhaltsansprüche der Tochter indes nur, wenn konkrete Zahlen vor liegt.


4.

Unterhaltsansprüche sind Beträge, die sich über Jahre hinweg zu nicht unerheblichen Summen aufaddieren. D.h., es handelt sich im Ergebnis nicht nur um geringe Beträge, so dass eine sorgfältige Unterhaltsberechnung dringend empfohlen werden kann.

Eine Unterhaltsberechnung, die nur auf ungefähren Zahlen beruht und eventuell vorzunehmende Abzüge unberücksichtigt lässt, wird im Ergebnis fehlerhaft sei.

Man sollte also von einem Rechtsanwalt eine ganz konkrete Unterhaltsberechnung durchführen lassen, die sämtliche entscheidungserheblichen Faktoren berücksichtigt.

Selbstverständlich stehe ich Ihnen diesbezüglich gern zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt

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