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Famieliennachzug ohne A1-Test

14.11.2018 21:36 |
Preis: ***,00 € |

Ausländerrecht


Beantwortet von


Zusammenfassung:

Nachweis von einfachen Sprachkenntnissen bei Ehegattennachzug eines Ausländers

Sehr geehrte Damen und Herren

Ich versuche nun seit 3 Jahren vergeblich meine Familie nach Deutschland nachzuholen.
Ich selbst bin türkischer Staatsbürger, wurde aber in Deutschland geboren und gehe hier auch einer Beschäftigung nach. Dadurch sind Wohnraum und Lebensunterhalt für meine Familie gewährleistet.
Meine Frau und mein Sohn, geboren Anfang diesen Jahres, sind momentan wohnhaft in der Nähe von Istanbul. Wir haben bei dem dortigen Konsulat bereits mehrfach Versucht ein Visum zu erhalten.

Das erste Visum scheiterte an den fehlenden deutsch Kenntnissen meiner Frau.
Der zweite Antrag wurde erst bewilligt dann jedoch, erneut mit dem Verweis auf die fehlenden Deutschkenntnisse, wiederufen.
Zuvor hatte ihr Bruder bereit zweimal erfolglos Versucht ein Touristen-Visum zu beantragen. Das zuständige Konsulat, schätze zur damaligen Zeit die finanziellen Voraussetzungen als nicht erfüllt ein und lehnte die Anträge ab. Zum damaligen Zeitpunkt war sie 14 Jahre jung.

Zu den Deutschkenntnissen:
Meine Frau bemüht sich deutsch zu lernen. Jedoch hat sie eine ärztlich bestätigte Lese-/Rechtschreibschwäche und somit bereits Probleme mit der türkischen Sprache. Sie ist Analphabetin. Ein Lehrgang zum Erwerb der deutschen Sprache in Istanbul wurde ihr bereits mit dem Verweis auf die fehlenden türkisch Kenntnisse verweigert.

Nun meine Frage:
Welche rechtlichen Möglichkeiten habe ich um gegen den Ablehnungsbescheid vorzugehen? Besteht die Möglichkeit eines Härtefallantrages? Alternativ, besteht die Möglichkeit ein temporäres Visum, für den Erwerb der deutschen Sprache in Deutschland zu erhalten?

Vielen Dank im Voraus.
Mit freundlichen Grüßen
Cemali

15.11.2018 | 23:36

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ja, da kann man schon etwas unternehmen, da gilt:

Es sind die ausreichenden Sprachkenntnisse im Grundsatz nachzuweisen - die Anforderung, wonach der Nachziehende in der Lage sein muss, sich auf einfache Art in deutscher Sprache zu verständigen.
Ausnahmen gibt es durchaus.

Eine Ausnahme ist dann vorgesehen, wenn aufgrund einer Krankheit oder Behinderung die deutsche Sprache nicht erlernt werden kann.

Besonderheiten gelten aber auch bei Ehegatten:

Das Bundesverwaltungsgericht hat bereits im September 2012 in einem Urteil erklärt, dass ein Visum auch dann ausgestellt werden muss, wenn Bemühungen um einfache Sprachkenntnisse innerhalb eines Jahres nicht erfolgreich, nicht möglich oder nicht zumutbar waren, Urteil v. 04.09.2012, Az.: 10 C 12.12 .

Analphabetismus beziehungsweise eine Lese- und auch Rechtschreibschwäche sind anerkannte Ausnahmen.

Da sich hier aber schon mehrmals allein nicht weiter gekommen sind und sich die Sache damit wohl als schwierig darstellt, empfehle ich unbedingt die Vertretung durch einen Anwalt Ihrer Wahl vor Ort.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Daniel Hesterberg

ANTWORT VON

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