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Falsches Urteil mit schweren gesundheitlichen Folgen und Lebensgefährdung

| 23.07.2014 18:34 |
Preis: ***,00 € |

Medizinrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jan Gregor Steenberg, LL.M.


Zusammenfassung: Ein gerichtlicher Vergleich erwächst nicht in Rechtskraft, so dass er unter sehr strengen Voraussetzung wieder rückgängig gemacht werden kann. In gerichtlichen Verfahren gilt das RVG, welches von den Anwälten zu beachten ist.

ich möchte Sie fragen, ob es einen Anwalt gibt, der mich auf Erfolgsbasis gegen einen Fehlurteil in einem Prozess (der Ende Juli 2011 stattfand und welche durch die Irreführung meines damals vertretenden Anwalts mit einem miserablen Kompromiss in weniger als einer Stunde beendet wurde) vertreten könnte.
Es ging in diesem Prozess um über 75000 €, die ich für die Implantat-Behandlung bei einem „Zahnarzt" in Hannover auf seinen angeblichen Kostenvoranschlägen unterschrieben haben soll. Es sollte in diesem Prozess auch um die grob fehlerhafte Behandlung mit schweren Folgen für meine Gesundheit und mein Berufsleben gehen, das aber im kurzen Prozess nicht mehr diskutiert wurden.
Um mich kurz zu fassen, möchte ich den Richter sowie meinen ex-Anwalt wegen Rechtsbeugung mit schwersten gesundheitlichen Folgen für mich zu Gunsten eines hochkriminellen sogenannten Zahnarzt verklagen und den entsprechenden Schadenersatz verlangen.
Ohne den Einsatz eines Zahnarztes aus Schwäbisch Hall Anfang dieses Jahres, den ich während seines Notdienstes im Februar besucht habe, wegen der über drei Jahren immer stärker bestehenden Taubheit des Gaumens, der Zunge begleitet von dauernd großen stechenden Schmerzen im Kopf wäre ich jetzt unter großen Qualen schon tot. Kein anderer Zahnarzt wollte mich ohne einen vorherigen Gutachten weiterbehandeln.
Trotz offensichtlichen Betrugs mit Unterschriftsfälschungen auf Kostenvoranschlägen, die ich nie Unterschrieben habe, und der grob fehlerhaften Behandlung, die mich in Lebensgefahr gebracht hat, wurde ich vom Richter und meinem Ex-Anwalt zu einem Kompromiss erpresst. Ich soll einem Serienverbrecher, der als Zahnarzt getarnt ist, insgesamt über 74000 € zahlen, und das für eine Arbeit, die nicht nur nichts taugt, sondern mich im wahren Sinn des Wortes in Lebensgefahr gebracht hat.

Hier ist ein letzter Bericht über Herrn „Dr." L.:

http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/hannover-staatsanwaltschaft-erhebt-anklage-gegen-zahnarzt-dr-l-a-981731.html

Ich bin seit der Misshandlung von Herrn L. (ab September 2009 bis Februar 2010) körperlich, finanziell und wegen Sprachunfähigkeit auch beruflich ruiniert. Aufgrund der erlittenen Entzündungen in den fehlerhaft eingesetzten Implantaten und der finanzieller Unmöglichkeit, diese weiter zu behandeln, habe ich letztes Jahr einen Schlaganfall erlitten. Als ich in der Reha für sieben Wochen gewesen war, sind mir bei einem unerwarteten Niesen weitere drei Implantate gebrochen.
Obwohl mein Fall verglichen zu den großen Ereignissen der Welt als eine Lappalie angesehen werden kann, würde ich sehr gerne alle Verantwortlichen zu meinem jetzigen Zustand zur Rechenschaft ziehen.
Wenn ein gefährliches Tier frei läuft, erschießt man es mit der ersten Gelegenheit, während ein sogenannter Zahnarzt, der sich spezialisiert hat, hunderte von Patienten systematisch mit Unterschrift Fälschungen zu betrügen und zusätzlich zu misshandeln, darf er als „Zahnarzt" seine Berufung als krimineller Betrüger weiter ausüben und weitere Opfer in seiner Masche fangen, ohne dass die Justiz etwas wirklich dagegen unternimmt.
Ist es möglich, den Prozess und das Urteil als ungültig zu machen und den Fall wieder zu offnen?

Hier sind zwei von vielen Gründen, warum der Fehlurteil im Prozess der Abrechnungsstelle inakzeptabel ist:

Langenhagen, den 15.08.2011

Fachärztliches Gutachten

Gutachterliche Beurteilung aus mund-, kiefer- und gesichtschirurgischer Perspektive betreffend

Herrn P. D. D.

Fragestellung:

Begutachtung der Operationsergebnisse im Zeitraum von August 2009
bis Oktober 2009

Zusammenfassung der Anamese nach Patientenaussage:

Herr D. war im September und Oktober 2009 alio loco mit
einer Vielzahl von Implantaten mit Knochenaufbauten im Ober- und
Unterkiefer versorgt worden.

Die Implantate wurden mittels einer provisorischen Suprakonstruktion sofort nach der Implantation versorgt.
Vorhandene Restzähne im Ober- und Unterkiefer wurden in den provisorischen Ersatz integriert.

Seit der Implantatinsertion klagt der Patient über starke Schmerzen,
hauptsächlich links.

Nach eigenen Angaben hatte Herr D.i mit der Absicht seine
Schmerzen auf der linken Seite und die Bissprobleme zu lindern
Implantate einsetzen lassen wollen. Der Behandler hätte seinerzeit
die festsitzende Konstruktion auf Implantaten als ideale Lösung für die
Probleme des Patienten in Aussicht gestellt.

Herr D. leidet unter einer spastischen Lähmung, die auch dem
damaligen Behandler bekannt war. Gerade wegen dieser Erkrankung
und der vom Behandler in Aussicht gestellten Besserung hätte Herr
D. der Therapie zugestimmt.

Klinische und röntgenologische Untersuchung in unserer Praxis am 28.06.2011

Bei unserer klinischen und röntgenologischen Untersuchung am
28.06.2011 konnten folgende Befunde erhoben werden:

Extraoral:

Deutliche Hypertrophie der linken Kaumuskulatur (Musculus
Masseter und Musculus temporalis). Palpatorisch zeigt sich eine
Verhärtung der Kau- und Nackenmuskulatur links.
Der Nervus fazialis und Nervus trigeminus sind unauffällig.
Das linke Kiefergelenk zeigt ein reziprokes Knacken ohne
Limitation.
Bei Mundöffnung besteht eine diskrete Deviation nach links.

Intraoral:

Intraoral zeigt sich ein festsitzender (provisorischer) Zahnersatz bei
gut durchbluteter Gingiva und offensichtlich sehr guter Mundhygiene.
Es sind keine festen oder weichen Beläge am Zahnersatz zu erkennen.
Bei Sondierung zeigen sich tiefe Taschen an vielen Implantaten
(in regio 37 7 mm mesial, regio 45 und 46 jeweils 6 mm mesial).
Hier kommt es zu Sekretion und Blutungen aus den Taschen. Die
Sondierungen sind hier auch schmerzhaft.

Seite 3 des fachärztlichen Gutachtens für Herrn P. D. D. vom 15.08.2011

Die Taschentiefen an allen Implantate stellen sich wie folgt dar:

Regio 17: 3 mm distal, 5 mm fazial, 3 mm mesial, 4 mm oral
Regio 16: 4 mm distal, 4 mm fazial, 4 mm mesial, 4 mm oral
Regio 15: 6 mm distal, 4 mm fazial, 3 mm mesial, 3 mm oral
Regio 12: 4 mm distal, 4 mm fazial, 4 mm mesial, 3 mm oral
Regio 11: 4 mm distal, 3 mm fazial, 4 mm mesial, 3 mm oral
Regio 21: 4 mm distal, 3 mm fazial, 5 mm mesial, 3 mm oral
Regio 22: 3 mm distal, 3 mm fazial, 5 mm mesial, 4 mm oral
Regio 25: 3 mm distal, 3 mm fazial, 5 mm mesial, 5 mm oral
Regio 26: 4 mm distal, 3 mm fazial, 4 mm mesial, 5 mm oral
Regio 27: 4 mm distal, 4 mm fazial, 4 mm mesial, 5 mm oral
Regio 37: 5 mm distal, 4 mm fazial, 7 mm mesial, 3 mm oral
Regio 36: 6 mm distal, 4 mm fazial, 4 mm mesial, 3 mm oral
Regio 35: 4 mm distal, 4 mm fazial, 4 mm mesial, 4 mm oral
Regio 32: 6 mm distal, 6 mm fazial, 6 mm mesial, 4 mm oral
Regio 31: 6 mm distal, 6 mm fazial, 6 mm mesial, 4 mm oral
Regio 41: 4 mm distal, 4 mm fazial, 6 mm mesial, 4 mm oral
Regio 42: 3 mm distal, 3 mm fazial, 3 mm mesial, 3 mm oral
Regio 45: 6 mm distal, 4 mm fazial, 6 mm mesial, 4 mm oral
Regio 46: 4 mm distal, 4 mm fazial, 6 mm mesial, 4 mm oral
Regio 47: 4 mm distal, 4 mm fazial, 4 mm mesial, 4 mm oral
Röntgenologisch zeigt ein am 28.06.2011 angefertigtes
Orthopantomogramm folgenden Zahnstatus:



f IK IK IK IK IK IK IK IK IK IK f
18 17 16 15 14 13 12 11 21 22 23 24 25 26 27 28
--------------------------------------------------------------------------------------------
48 47 46 45 44 43 42 41 31 32 33 34 35 36 37 38
f IK IK IK IK IK IK IK f f IK IK IK f

Seite 4 des fachärztlichen Gutachtens für Herrn P. D. D. vom 15.08.2011

An folgenden Implantaten lassen sich deutliche Knocheneinbrüche
feststellen:

regio 15 distal
regio 12 mesial und distal
regio 26 mesial und distal
regio 37 mesial und distal
regio 36 mesial und distal
regio 35 mesial und distal
regio 32 mesial und distal
regio 31 mesial und distal
regio 41 mesial und distal
regio 45 mesial und distal
regio 46 mesial und distal
regio 47 mesial und distal


Die verbliebenen Zähne 14, 13, 23, 24, 43 und 44 zeigen sich
unauffällig.

Eine am 28.06.2011 angefertigte dentale Volumentomographie
(3D-Röntgen) zeigt folgende Befunde:

die knöchernen Strukturen des Ober- und Unterkiefers sind unauffällig.
Die Nasennebenhöhlen sind entzündungsfrei.
An den Implantaten sind die randständigen knöchernen Strukturen
nicht sicher zu beurteilen, da es durch das Implantatmaterial zu
Artefakten kommt.


Zusammenfassung:

Herr D. zeigt das Bild eines ausgeprägten myofazialen Schmerzsyndroms. Dieses bestand nach Aussage des Patienten schon vor den Implantationen und war der Grund eine Versorgung erstellen zu lassen.
Die Therapie hat die Situation des Patienten jedoch verschlechtert.

Vor der Versorgung mit Implantaten hätte die Ursache der Schmerzen genau analysiert und entsprechend therapiert werden müssen. Es ist medizinisch kontraindiziert bei einer ausgeprägten und unbehandelten Kiefergelenk-Symptomatik Implantate einzusetzen und sofort zu versorgen. Es fand nach Angaben des Patienten im Vorfeld der Behandlung auch keine Aufklärung über mögliche Probleme durch diese Art der Therapie statt.

Seite 5 des fachärztlichen Gutachtens für Herrn P. D. D. vom 15.08.2011

Die Versorgung der Implantate ist scheinbar nur provisorisch.
Eventuell war eine stufenweise Bissregulation geplant. Hierüber
und über die zusätzlichen Kosten ist Herr D. nach eigenen
Angaben jedoch nicht aufgeklärt worden.

Wahrscheinlich werden in der nächsten Zeit einige zusätzliche
Implantate neben den jetzt schon geschädigten starke parodontale
Probleme zeigen, sodass sie entfernt werden müssten.
Die Mundhygiene des Patienten ist wahrscheinlich nicht die
Ursache der Knochenrückgänge. Hier ist wohl eher die mangelhafte
Planung und Operationstechnik oder der schlecht pflegbare
Zahnersatz als Ursache zu benennen.

Therapeutisch sinnvoll wäre zum jetzigen Zeitpunkt eine Analyse
der Kiefergelenksituation mit anschließender funktioneller Therapie.
Weiterhin sollte die derzeitige Versorgung von den Implantaten
Entfernt und durch bedingt herausnehmbaren Zahnersatz ersetzt
werden.
Ansonsten würde der Knochenverslust weiter voranschreiten.
Die chronischen Entzündungen der Implantate führen natürlich auch
zu einer Verschlechterung des Allgemeinzustandes des Patienten.
Herr D. wurde durch die Therapie also in dreifacher Hinsicht
geschädigt:

1. Das myofaciale Schmerzsyndrom hat sich verschlechtert
2. Der Allgemeinzustand des Patienten wird zunehmend schlechter
3. Die Therapie war unverhältnismäßig teuer und hat im Prinzip zum finanziellen Ruin des Patienten geführt. Welche psychischen Folgen dieses hat, ist kaum absehbar.

-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Dr. G. K. Zahnarzt
Schwerpunkte Parodontologie/Implantologie

Herrn
P. D. D.

74523
Schwäbisch Hall

Datum: 30.03.2014

Kostenvoranschlag
Stellungnahme vorhandene Versorgung

Sehr geehrte Herr D.D.,

beiliegend 2 Kostenvoranschläge.
Planung 1 ca. 10000 €. ¬Versorgung Ober- und Unterkiefer mit je 3 Teieskopkronen und je einer herausnehmbaren Modellgussprothese. Implantatentfernung 4 Implantate Oberkieferfront und Entfernung 3 Implantate im Unterkiefer.
Planung 2 ca. 3000 €:
Versorgung Ober- und Unterkiefer mit je einer einfachen Kunststoffprothese ohne Überkronung. Implantatentfernung 4 Implantate Oberkieferfront.

Die Versorgung wie Sie sie im Moment haben ist unbrauchbar.

Die Implantate wurden falsch gesetzt.
Entgegen der Aussage von Dr. P., Nuklearmedizinisches Zentrums Nürnberg, ist auf 3 Bildern am CT eine eindeutige Zerstörung der Kieferhöhlenmembran erkennbar. Dies hatte zu einer Sinusitis geführt. Intraoperativ wurde dies bei der Implantatentfertung durch mich bestätigt.
Ebenso handelt es sich nicht nur um eine Perilmplantitis, bei den impiantaten 17, 16, 15, wie von Prof. Dr. W. geschrieben wurde, sondern um eine, durch Falschsetzung der Implantate, ausgelöste Sinusitis, was auch der von D.D. geschilderten Schmerzen entspricht.
Weiterhin sind die Implantate 12,11,21,22 funktionell zu schräg gesetzt, so dass sie zu weit vorne am Kieferkamm herauskommen. Da sie einteilig sind, kann dies auch nicht durch angulierte Aufbauten ausgeglichen werden und sie müssen entfernt werden.
Bei weiteren Fragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Guten Abend,

ich möchte versuchen, Ihre Fragen zu beantworten, kann jedoch vorwegschcken, dass die Chancen, das alte Verfahren neu aufzurollen, eher gering sind.

Im Einzelnen:

1. Frage Erfolgshonorar: Als Anwälte dürfen wir nicht ausschließlich auf Basis eines Erfolgshonores tätig werden. Wir müssen nach den Vorgaben des RVG abrechnen. Es ist somit unmöglich einen Anwalt entsprechend zu beauftragen. Die gesetzlichen Gebühren werden immer anfallen.

2. Frage Vergleichsanfechtung: Die Möglichkeit einen gerichtlichen Vergleich anzufechten besteht durchaus, in diesem Fall würde das ursprüngliche Verfahren wieder aufleben, da die Rechtshängigkeit ebenfalls bei dem bestehenden Gerichtsstand erneut "auflebt". Jedoch muss es einen Anfechtungsgrund für den Vergleich geben und dies äußerst schwierig. Sie müssten nachweisen, dass der Vergleich nichtig ist oder Sie z.B. arglistig getäuscht wurden. Das hört sich auf den ersten Blick recht einfach an, ist in der Praxis aber äußerst schwierig und funktioniert nur in sehr wenigen Fällen. Zudem gelten sehr kurze Fristen, um entsprechende Erklärungen abzugeben. Ich möchte nicht sagen, dass es aussichtslos ist, doch ist es sehr schwierig! Ich möchte Ihnen in diesem Fall dringen raten einen Anwalt aufzusuchen, der auf genau solche Anfechtungen von Vergleichen spezialisiert ist.

3. Frage Rechtsbeugung: Dies wird eher schwer. Sie müssten beweisen, dass die Justiz vorsätzlich das Recht falsch angewendet hat. Wenn Ihr Anwalt Sie in den Vergleich "genötigt" hat, so ist darin keine Rechtsbeugung zu erkennen.

4. Frage Anwaltshaftung: Hier sehe ich persönlich den besten Ansatzpunkt. Wenn Sie Ihr Anwalt wirklich falsch beraten hat und zu einem Vergleich "genötigt" hat, welcher nicht nachvollziehbar war, so können Sie ggf. Haftungsansprüche gegen Ihren Anwalt anmelden. Aber auch hier müssen Sie beweisen, dass der Anwalt einen Fehler gemacht hat. Solche Nachweise sind schwierig (außer er hätte eine Frist übersehen). Hier sollten Sie auf einen Anwalt zurückgreifen, der sich auf Anwaltshaftung spezialisiert hat. Die beste Auskunft zu entsprechenden Anwälten bekommen Sie sicherlich von der örtlich zuständigen Anwaltskammer.

5.zu den Gutachten: diese sind nun leider für mich relativ schlecht zu bewerten, da mir der Gesamtzusammenhang fehlt, ich auch die Patientenakte sehen müsste, um eine juristisch-medizinische Einschätzung machen zu können. Selbst wir Medizinrechtler sind nur begrent dazu befähigt medizinische Sachverhalte richtig zu interpretiern und somit ebenfalls auf den Sachverstand von Gutachtern angewiesen.

6. Zusammenfassung: Es ist grundsätzlich möglich ein Verfahren wieder aufleben zu lassen. Die Hürden sind aber extrem hoch und ein Anwalt muss die gesetzlichen Gebühren verlangen. Außerdem gilt es sehr kurze Fristen zu beachten. Rechtsbeugung wird eher schwierig. Ansprüche gegen Ihren ehemaligen Anwalt könnten gegeben sein, beachten Sie aber auch bitte hier eine nahende Verjährung der Ansprüche!

Bitte verstehen Sie, dass im Rahmen dieses Portals keine tiefergehende Prüfung Ihres Sachverhaltes erfolgen kann. Es geht um eine erste schnelle Einschätzung und nicht um eine gfutachterliche Stellungnahme. Dazu müssten Sie einen Anwalt mandatieren. Ich würde Ihnen dazu raten einen spezialisierten Anwalt auf dem Gebiet des Anwalthaftungsrechtes zu involvieren, nach Ihrer Schilderung sehe ich bei diesem Ansatzpunkt die meisten Erfolgsaussichten.

Ich hoffe, dass ich Ihnen dennoch eine erste Hilfestellung geben konnte.

Beste Grüße

Jan Gregor Steenberg, LL.M.
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Medizinrecht
Fachanwalt für gewerblichen Rechtsschutz

Bewertung des Fragestellers 24.07.2014 | 01:54

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Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 24.07.2014 5/5,0
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Schnelle und kompetente Antwort. So gut, dass ich mit dem Anwalt meine Rechte in der Angelegenheit durchsetzen lassen werde. ...
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