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Falsches Produkt für den Einbau verwendet.

19.07.2015 16:27 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Tamás Asthoff


Hallo,

gegeben der Fall, dass eine Sanitärfirma bei einer Haussanierung ein WC-Spülkasten verbauen würde, welcher nicht mit dem Bauherr abgesprochen wurde, dieser dann von einer anderen Firma verputzt wird, und letztlich die von dem Bauherr gekaufte Drückerplatte des erfundenen Herstellers "XYZ" nicht mehr darauf passt, obwohl der Bauherr vor dem Einbau des WC-Spülkastens klar und deutlich der Sanitärfirma mitgeteilt hat, dass nur und ausschliesslich von dem erfundenen Hersteller "XYZ" das Badezimmer gestaltet werden soll.
Müsste dann die Sanitärfirma nachbessern? Die eigentliche Funktion des WCs würde ja funktionieren, nur ein Bauteil (Drückerplatte) passt nicht.

Viele Grüße und danke im voraus.

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

In diesem Fall würde Werkvertragsrecht gelten.

Nach § 633 II BGB wäre das Werk mangelhaft, da es nicht die vereinbarte Beschaffenheit hat.

Der Auftraggeber könnte nach § 635 BGB Nacherfüllung verlangen, also Nachbesserung.


Verlangen Sie eine Nacherfüllung, so kann der Unternehmer nach seiner Wahl den Mangel beseitigen oder ein neues Werk herstellen, je nach Auftrag.

Der Unternehmer hat dabei die zum Zwecke der Nacherfüllung erforderlichen Aufwendungen, insbesondere Transport-, Wege-, Arbeits- und Materialkosten zu tragen - all das gehört zur Nachbesserung.

Der Unternehmer kann nach dem Gesetz allerdings die Nacherfüllung verweigern, wenn sie nur mit unverhältnismäßigen Kosten möglich ist. Dies ist immer Fallfrage. Dann hätten Sie ggf. nur einen Schadenersatzanspruch.Denkbar, und nach fruchlosem Fristablauf könnten Sie nach § 637 eine Selbstvornahme einleiten ( auf Kosten des Unternehmers ) - also sprich eine andere Firma beauftragen. Hierfür muss aber zunächst der Unternehmer die Nacherfüllung verweigern und es darf keine Unverhältnissmäßigkeit bestehen. Dabei kommt es immer auf den Wert und das Interesse der Leistungen an- dazu gibt es eine Reihe gerichtlicher Entscheidungen und ist letztlich immer eine Frage des Einztelfalls.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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