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Falscher Gegenstandswerts für die Anwaltsrechnung berücksichtigt

27.02.2011 22:00 |
Preis: ***,00 € |

Anwaltsrecht, Gebührenrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Sascha Steidel


Hallo,

Anfang Dezember letzten Jahres bekam ich einen Anruf meines Energieversorgers, dass diesebeabsichtigen Die Belieferung Strom, Gas und Wasser einzustellten, da der Vermieter die entsprechenden Nebenkosten nicht weitergeleitet habe. Das Haus besteht aus drei Mietparteien und der offene Abschlag belief sich im Gesamten auf 560 Euro.
Meine Nachbarin und ich suchten gemeinsam einen Rechtsanwalt auf, der mit dem Energieunternehmen eine Einigung herbeiführte, nach der ich einen Anteil von 105 Euro zahlte um die Einstellung der Versorgung abzuwenden. Im Übrigen habe ich Nebenkosten in Höhe von 120 Euro über die Miete an den Vermieter gezahlt in denen jedoch ausserdem Kosten für Müll usw. enthalten sind.
Damit war die Sache erledigt, und ich bin aufgrund weiterer Ungereimtheiten auch auf Rat des Rechtsanwaltes ausgezogen, meine Nachbarin ebenfalls.
Meine Frage wäre, wonach berechnet sich hier der Gegenstandswert?
Der Rechtsanwalt stellt mir einen Betrag von 1273,67 Euro in Rechnung. Berechnet nach dem Gesamtabschlag für das gesamte Haus von 560,00 Euro die der Vermieter monatlich an den Energieversorger zahlen muss mal zwölf Monate da es sich seiner Ansicht nach um ein Dauerschuldverhältnis handelt. Plus eine Einigungsgebühr die ich okay finde allerdings nicht ausgehend von diesem Gegenstandswert.

Im weiteren begründet er diese Rechnung damit, dass mein Interesse bei der Beauftragung auch gewesen ist, dass der Vermieter auch zukünftig die Nebenkosten an den Energieversorger weiterleitet. Allerdings hat der Anwalt mit seinem Schreiben an den Vermieter diesen lediglich zum Ausgleich der rückständigen Beträge aufgefordert, eine Aufforderung auch zukünftig die laufenenden Abschläge an das Energieunternehmen zu zahlen erfolgte nicht.


Allerdings stimmt das nicht, schließlich wusste der Anwalt dass wir (die Nachbarn und ich) ausziehen wollen und hat uns selbst auch dringend zum Auszug geraten.

Wonach berechnet sich der Gegenstandswert, ich bin der Meinung das es gegen "Treu und Glauben" verstößt dass ich für einen Sache in der es um 560 Euro für ein ganzes Haus geht nun 1273,67 Euro für den Anwalt bezahlen soll. So hätte ich die Kosten für das ganze Haus allein tragen können und wäre billiger davon gekommen, wenn das so stimmt.

(Im übrigen hatte der Vermieter die offenen Beträge zwischenzeitlich ausgeglichen.)


Der Rechtsanwalt fordert mich nunmehr mit Frist von einer Woche zu Zahlung auf, anderen Falls droht er gerichtliche Weiterungen an.

Vielen Dank im Voraus für Ihre Antwort

Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre Anfrage möchte ich wie folgt beantworten:

Es ist scheint in der Tat so, als sei die Abrechnung des RA nicht korrekt. Das Interesse des Mandats belief sich auf einen Ausgleich des zur Zeit der Beauftragung bestehenden Rückstandes. Also auf 560,- EUR. Dieser Wert ist als Gegenstandswert der Rechnung zugrundezulegen. Als Gebühr kann eine Geschäftsgebühr und eine Einigungsgebühr berechnet werden. Sollte ein Termin mit der Gegenseite stattgefunden haben, so kommt ggf. noch eine Terminsgebühr hinzu.

Mehr als diese Gebühren sollten Sie nicht begleichen.

Paralell dazu würde ich Ihnen empfehlen, die Schlichtungsstelle der Rechtsanwaltskammer anzurufen und um Vermittlung zu bitten. Näheres dazu finden Sie unter dem folgenden Link:

http://www.brak.de/seiten/04_09_66.php

Bitte beachten Sie, dass hier nur eine erste rechtliche Einordnung möglich ist und die Einschätzung ausschliesslich unter Berücksichtigung Ihrer Angaben erfolgen kann ( hier: Auftrag an RA war beschränkt auf Herbeiführung einer Einigung wegen des Rückstandes). In einem Schlichtungsverfahren vor der RA- Kammer wäre eine genauere Prüfung anhand aller Unterlagen möglich.

Ich hoffe, Ihnen damit zunächst weitergeholfen zu haben und wünsche noch einen angenehmen Abend.

Nachfrage vom Fragesteller 27.02.2011 | 22:38

Vielen Dank für Ihre rasche Antwort.
Kann ich mich auch bevor der RA gerichtliche Schritte eingeleitet hat an die Rechtsanwaltkammer wenden? Und ist dies mit weiteren Kosten für mich verbunden?
Ausserdem ist nicht im Detail schriftlich festehalten worden, inwieweit der Rechtsanwalt von mir beauftragt wurde. Kann das zum Problem für mich werden?

Vielen Dank für Ihre Antwort. Ihnen auch einen angenehmen Abend.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 28.02.2011 | 08:27

Ja, sie sollten sich zügig an die Kammer wenden, da die Einleitung des Schlichtungsverfahrens den Kollegen sicher abhalten wird, gerichtliche Schritte einzuleiten.

Die Durchführung des Schlichtungsverfahrens ist kostenfrei.

Die mangelnde schriftliche Fixierung des Umfangs des Auftrags ist eher ein Problem des Kollegen, da dieser ja seinen Anspruch beweisen muss.
Ausserdem waren Sie gemeinsam mit der Nachbarin beim Termin, so dass diese ggf. als Zeugin zur Verfügung steht.

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