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Falscher Artikelstandort


06.10.2006 12:33 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Guido Matthes



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe über ebay bei einem gewerblichen VK einen ( großen und schweren)Tresor günstig ( 50 €) ersteigert und zwar im Nachbarort und selbstverständlich mit Abholung. Nun teilt mir der VK mit, daß der Artikel ca. 130 km weiter entfernt steht und damit ist der Preis und der Aufwand für mich uninteressant geworden. In der abgeschlossenen Auktion ist keine Rede vom gegenwärtigen Standort sondern eindeutig der Ort um die Ecke benannt!

Der VK geht auf meine Ausführungen überhaupt nicht ein, wiederholt nur ständig die Adresse des neuen Standortes und setzt mir eine Frist, binnen 14 Tagen den Safe dort abzuholen!

Da ich den Gegenstand nach wie vor gerne erwerben möchte zu den ursprünglichen Bedingungen bin ich nun ratlos, zumal das Haus,in welchem der Tresor steht, wohl tatsächlich in 14 Tagen verkauft werden soll...

Danke für die Antwort,
(tolle Einrichtung!),

mit freundlichen Grüßen

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Sehr geehrter Fragestller,

wenn Sie den Safe weiterhin erwerben möchten und der Verkäufer auf Ihre Forderungen, Ihnen diesen im Nachbarort zur Abholung bereit zu stellen nicht eingeht, bleibt Ihnen nur die Möglichkeit, den Safe innerhalb der Frist abzuholen und die dafür entstehenden Mehrkosten nachträglich als Schadensersatz beim Verkäufer geltend zu machen.

Dazu sollten Sie -sofern noch nicht erfolgt- um den Verkäufer in Verzug zu setzen, diesen schriftlich und mit Fristsetzung (1 Woche genügt hier) aufordern, den Safe im Nachbarort zur Abholung bereit zu halten und für den Fall der Ablehnung, die Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen androhen. Weiter sollten Sie die Zahlung des Kaufpreises nur unter dem Vorbehalt der Geltendmachung der angekündigten weiteren Ansprüche leisten.

Den erforderlichen Mehraufwand müssen Sie natürlich bei der späteren Geltendmachung des Schadensersatzes belegen, z.B. Rechnung der Spedition.

Nachteil bei dieser Lösung ist, dass Sie mit den Kosten in Vorleistung treten müssen und ein späterer Rechtsstreit wahrscheinlich ist. Andere Lösungen sind aber in Anbetracht des bevorstehenden Hausverkaufes wenig praktikabel.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort geholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Matthes
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 06.10.2006 | 15:16

Sehr geehrter Herr Matthes,

danke für die schnelle Antwort!
Sie meinen also, ich sollte mit mehreren Helfern und schwerem Gerät ca. 300 km statt 5 km fahren auf das Risiko hin, daß dieser offenbar unzuverlässige Verkäufer, der auf meine verschieden dargelegten Argumente überhaupt nicht eingeht bzw. eingehen will, anschließend diese den Wert erheblich übersteigenden Mehrkosten nicht übernehmen wird?

Die Verwendung dieses Betrages könnte ich mir kreativer vorstellen...

Gibt es wirklich keine andere Lösung? Ist der Standort eine sog. "zugesicherte Eigenschaft"?

Danke für die Antwort,

mit freundlichen Grüßen

Michael Hoven

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 07.10.2006 | 10:04

Sehr geehrter Fragesteller,

es gibt in solchen Fällen grundsätzlich -unter den jeweiligen Voraussetzungen- die Möglichkeit Nachbesserung oder Schadensersatz zu verlangen oder vom Vertrag zurückzutreten.

Einen Rücktritt schließen Sie aus, da Sie den Safe haben möchten.

Eine (Quasi-)Nachbesserung durch Bereitsstellung im Nachbarort leht der Verkäufer ab. Sie könnten selbstverständlich darauf klagen, dies wäre aber nicht binnen 14 Tagen zu bewerkstelligen.

Es bleibt meines Erachtens nur die von mir aufgezeigte Lösung. Auf die sicherlich bestehenden Nachteile habe ich Sie hingewiesen.

Der Artikelstandort ist keine zugesicherte Eigenschaft bei einer beweglichen Sache. Wenn ausschließlich die Selbstabholung im Nachbarort vereinbart ist, ist damit eine Konkretisierung des Erfüllungsortes erfolgt, mit der Folge, dass Sie (s.o.) auf Leistung am Nachbarort klagen oder Schadensersatz bei Verzug verlangen können.

Mit freundlichen Grüßen

Matthes
Rechtsanwalt

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