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Falscher Abzug beiLohnauszahlung?


10.12.2006 15:45 |
Preis: ***,00 € |

Ausländerrecht



Polnischen Waldarbeitern, die im Akkord arbeiten und dabei ihr eigenes Werkzeug benutzen,(einschliesslich Sprit ),wurden diese Kosten noch im Vorjahr unversteuert vergütet. Hat sich in 2006 etwas an dieser Regelung geändert? Die Arbeiter werden nach qm geschlagenen Holzes bezahlt. In 2005 wurde das sogenannte Werkzeuggeld vom Bruttolohn abgezogen und auf den Nettolohn dazugerechnet. In 2006 wurden das Werkzeuggeld nicht mehr ausbezahlt.
Ich bitte um baldige Antwort.
Mit freundlichen Grüßen
Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Meine Antwort stütze ich auf Ihre Darstellung des Sachverhaltes. Durch Abweichungen kann die rechtliche Situation anders zu beurteilen sein.
Die Antwort stellt daher eine Orientierungshilfe dar, und kann unter Umständen eine umfassende Rechtsberatung nicht ersetzen.

Nach § 3 Nr. 30 des Einkommenssteuergesetzes besteht nach wie vor die Möglichkeit, das sog. Werkzeuggeld steuerfrei auszuzahlen. Nach Nr. R 19 der Lohnsteuerrichtlinien ist Werkzeuggeld die steuerfreie Erstattung der Aufwendungen des Arbeitnehmers, die ihm durch die betriebliche Nutzung eigener Werkzeuge entstehen.
Als Werkzeuge sind dabei nur Handwerkzeuge anzusehen, die zur leichteren Handhabung, Herstellung oder Bearbeitung eines Gegenstandes verwendet werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Werkzeuge auf dem Betriebsgelände oder im Außenbereich verwendet werden.

Da Sie nicht beschrieben haben, um welche Werkzeuge es sich handelt, kann ich die Anwendbarkeit der Vorschrift insoweit nicht beurteilen. Sollte es sich jedoch um eine Motorsäge handeln, stellt diese aus meiner Sicht ein klassisches Handwerkszeug dar.

Zu beachten ist, dass zeitlicher Aufwand zur Reinigung und Instandhaltung der Werkzeuge wie Arbeitszeit vergütet werden muss, und damit steuerpflichtig ist.

Die Regelung gilt, soweit deutsches Steuerrecht auf die Arbeitsverhältnisse anwendbar ist. Dies ist bei polnischen Arbeitern gem. § 1a Abs. 1, § 49 Abs. 1 Nr. 4a EstG der Fall.

Vermutlich hat nur der Arbeitgeber das Werkzeuggeld einfach “gestrichen“.


Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort eine Orientierung gegeben zu haben. Bei Unklarheiten nutzen Sie gern die kostenlose Nachfragefunktion.
Für weitere Rechtsberatung im Rahmen eines Mandates stehe ich gern zur Verfügung.

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