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Falschen Versicherungsschein bekommen, der Auslandsreisekrankenversicherung aufweist

| 22.11.2018 16:08 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von


Wir haben als Familie (2 Erwachsene, 1 einjährigen Sohn) im März eine Reise nach Thailand gebucht, welche im September 2018 stattgefunden hat. Bei der Buchung haben wir eine Reiserücktrittversicherung der Hansemerkur (HM) hinzugebucht (ob wir damals eine Auslandsreisekrankenversicherung dazugebucht haben, wissen wir nicht mehr). Daraufhin haben wir vom Reiseveranstalter die Rechnung, Reiseunterlagen, sowie einen Versicherungsschein der HM bekommen. In diesem Versicherungsschein erscheint ein Reiseschutzpaket (Reiserücktrittversicherung/Reisekrankenversicherung/Notfallversicherung), sowie die Mitteilung vom Reiseveranstalter: "Lieber Kunde,...wir bestätigen Ihnen mit diesem Nachweis den gewählten Versicherungsschutz."
Circa 2 Wochen vor Urlaubsbeginn haben wir nochmals die Unterlagen studiert um zu wissen, ob wir eine Auslandsreisekrankenversicherung für unseren Sohn haben. Da der Versicherungsschein mit dem dort erwähnten Paket eine solche ausweist, haben wir keine weitere für unseren Sohn abgeschlossen.
Leider ist unser Sohn während des Urlaubs krank geworden, musste ins Krankenhaus für 4 Tage und es entstanden Kosten von circa 2000€.
Die HM weigert sich nun, die Kosten zu übernehmen, da wir bei der Buchung lediglich eine Reiserücktrittversicherung abgeschlossen haben.
Auch der Reiseveranstalter weigert sich, uns zu helfen, aus dem selben Grund. Trotzdem gaben sie in einer Mail zu:
"Aktuell können wir leider nicht nachvollziehen, warum Sie einen anderen Versicherungsschein erhalten haben. Im Interesse Ihres gewünschten Versicherungsschutzes wäre es sicherlich hilfreich gewesen, dass Sie bei der Überprüfung Ihrer Reisebestätigung und der Rechnung zur Sicherheit noch einmal nachfragt hätten."

Meine Rechtsschutzversicherung lehnt auch ihre Hilfe ab, da auf dem Versicherungsschein steht "die Prämien entnehmen sie bitte der Reisebestätigung" und in dieser ist tatsächlich auch nur die Reiserücktrittversicherung erwähnt ist. Lustigerweise hat der Anwalt meiner Rechtsschutz am Telefon während ich noch aus Thailand anrief mir gegenüber erwähnt, dass der Versicherungsschein massgeblich ist und wenn der Versicherungsschein auch falsche und in unserem Fall ein besseres Paket ausweist, muss der Versicherer dafür haften.
Meine Frage nun an Sie: Können wir rechtlich gegen die Hansemerkur oder den Reiseveranstalter vorgehen, obwohl wir eigentlich das falsche Paket ohne Auslandskrankenversicherung buchten, jedoch einen Versicherungsschein INKLUSIVE der Auslandskrankenversicherung bekommen haben?

Falls Sie noch Unterlagen, wie den Versicherungsschein, benötigen, lassen Sie es mich bitte wissen.

22.11.2018 | 19:44

Antwort

von


(451)
Engerstraße 16
47906 Kempen
Tel: 02152/8943380
Web: http://www.hauser-rechtsanwaelte.com
E-Mail:
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Sie haben Anspruch auf die Auslandskrankenversicherung, d.h. auf die Leistung die im Vereicherungsschein zugesagt wurde.

Maßgeblich ist hier § 5 VVG . Dieser lautet:

1) Weicht der Inhalt des Versicherungsscheins von dem Antrag des Versicherungsnehmers oder den getroffenen Vereinbarungen ab, gilt die Abweichung als genehmigt, wenn die Voraussetzungen des Absatzes 2 erfüllt sind und der Versicherungsnehmer nicht innerhalb eines Monats nach Zugang des Versicherungsscheins in Textform widerspricht.
(2) 1Der Versicherer hat den Versicherungsnehmer bei Übermittlung des Versicherungsscheins darauf hinzuweisen, dass Abweichungen als genehmigt gelten, wenn der Versicherungsnehmer nicht innerhalb eines Monats nach Zugang des Versicherungsscheins in Textform widerspricht. 2Auf jede Abweichung und die hiermit verbundenen Rechtsfolgen ist der Versicherungsnehmer durch einen auffälligen Hinweis im Versicherungsschein aufmerksam zu machen.

Wenn Sie also der Änderung im Versicherungsschein nicht widersprochen haben und eine entsprechende Belehrung stattfand, ist der Versicherungsschein maßgeblich.

Daher hat der Rechtsanwalt der Rechtschutzversicherung eine zutreffende Antwort gegeben.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Ralf Hauser, LL.M. (Versicherungsrecht)
Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Ralf Hauser, LL.M.
Fachanwalt für Verkehrsrecht, Fachanwalt für Arbeitsrecht

Rückfrage vom Fragesteller 23.11.2018 | 09:39

Sehr geehrter Herr Hauser,

vielen Dank für Ihre Antwort. Wie gehe ich nun weiter vor? Meine Rechtsschutz schrieb: "Ausweislich der Rechnung vom 18.03.2018 wurde ausschliesslich eine Reiserücktrittversicherung abgeschlossen.(...)Sollten Sie unserer Auffassung zu den Erfolgsaussichten nicht zustimmen und Ihren Anspruch auf Rechtsschutz aufrechterhalten, können Sie von uns - ohne dass Sie eine Frist einhalten müssen - die Einleitung eines Schiedsgutachterverfahrens verlangen oder den für Sie tätigen oder einen noch zu beauftragenden Rechtsanwalt veranlassen, uns gegenüber eine begründete Stellungnahme (Stichentscheid) darüber abzugeben, dass die Wahrnehmung Ihrer rechtlichen Interessen hinreichende Aussicht auf Erfolg hat."

Würden Sie die Wahrnehmung meiner Interessen als Anwalt übernehmen?

Mit freundlichen Grüssen

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 23.11.2018 | 13:32

Sehr geehrter Fragesteller,

Sie sollten Ihre Rechtschutzversicherung mit meiner Antwort erneut um Kostendeckungszusage bitten.

Ich kenne leider Ihren Wohnort nicht. Sollten die kilometermäßige Entfernung hinnehmbar sein, könnte ich für Sie tätig werden. Wenn wir gegen die Versicherung klagen müssen, weil diese außergerichtlich nicht bereit ist zu regulieren, ist die örtliche Zuständigkeit von Ihrem Wohnort abhängig.

Gerne können Sie per Mail mit mir Kontakt aufnehmen und dann klären wir, ob eine Mandatsübernahme durch mich Sinn macht.

Beste Grüße

Ralf Hauser, LL.M.
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 25.11.2018 | 10:40

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