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Falschen Fahrer bei Unfall angegeben

| 02.02.2015 10:48 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von


11:45

Sehr geehrte Damen und Herren,

bei meinem allersten Autounfall im Leben habe ich einen sehr schweren Fehler begangen, den ich jetzt gerne wieder gut machen würde ...

Ein junger PKW-Fahrer, der noch in der Probezeit war, ist mir beim Abbiegen in eine Straße durch einen (von ihm initiierten) Überholvorgang in den hinteren Teil des Autos hineingebrettert. Als seine Mutter dazugekommen war, bat sie mich verzweifelt, ob ich nicht SIE als Fahrerin angeben könnte, wenn die Polizei kommt, da er noch in Probezeit war. In meiner Position alleine gegen drei (Sohn, Mutter, Vater) habe ich letztlich zugestimmt, da mir der Fahrer auch leidgetan hat ...

Nachdem die Mutter dann bei der Unfallaufnahme durch die Polizei Ihre Schuld unterschrieben und bejaht hat, war für mich die Sache gegessen, dachte ich. Monate später stellt sich jedoch heraus, dass die Mutter sich einen Anwalt genommen und ich nun eine Hauptschuld davontragen soll.

Da ich Angst habe, dass ich später noch daraus Folgen tragen muss, die ich jetzt schon genug habe, würde ich gerne wissen, was mir bevorsteht, wenn ich die falsche Aussage bei der Polizei melden würde? Muss ich dafür eine Haftstrafe fürchten, oder wäre es tatsächlich besser / sicherer, es zu melden? Bei wem müsste ich das überhaupt richtig stellen??

Danke im Voraus!

02.02.2015 | 11:22

Antwort

von


(1215)
Aachener Strasse 585
50226 Frechen-Königsdorf
Tel: 02234-63990
Web: http://www.ra-raab.de
E-Mail:
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Sehr geehrte Fragestellerin,

zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Unabhängig von der strafrechtlichen Relevanz Ihres Falls empfehle ich Ihnen, wegen des Unfalls einen Rechtsanwalt aufzusuchen. Der Unfallgegner macht offensichtlich gegen Sie und gegen den Haftpflichtversicherer Ihres Fahrzeugs Ansprüche geltend. Aus der Sachverhaltsschilderung geht nicht eindeutig hervor, wer den Verkehrsunfall verursacht oder verschuldet hat. Zu denken ist auch an eine Mitschuld jedes Unfallbeteiligten. Jedenfalls vermute ich, dass Sie nach links abbiegen wollten, während der Unfallgegner beabsichtigte, Sie zu überholen.

Hier stellt sich also die Frage, ob Sie Ihrerseits Schadensersatzansprüche gegen die Gegenseite geltend machen sollen und wie man sich gegen die Ansprüche, die der Unfallgegner anmeldet, verteidigen kann.

Von Ihrer Haftpflichtversicherung werden Sie einen Unfallfragebogen erhalten.


2.

Der Unfall ist wohl polizeilich aufgenommen worden. Sie haben angegeben, die Mutter des Fahrers habe das gegnerische Fahrzeug zum Unfallzeitpunkt gesteuert. Definitiv war das falsch und auch ein Fehler, der Ihnen unterlaufen ist.

Vor dem Hintergrund des Gesamtgeschehens empfehle ich Ihnen, die Sachlage hinsichtlich der Fahrereigenschaft richtig zustellen und auch klarzustellen, dass Sie die Angaben nur deshalb gemacht hätten, weil man sie eindringlichst darum gebeten habe.

Angst vor einer Haftstrafe brauchen Sie nicht zu haben.

Da aber der Unfallhergang sowohl zivilrechtlich als auch auch ordnungswidrigkeitsrechtlich zu klären ist, werden Sie nicht umhin kommen, Ihre Angaben richtig zustellen.

Ohne Rechtsanwalt sollten Sie hier aber nicht tätig werden. Deshalb nochmals mein ganz eindringlicher Rat: Schalten Sie einen Rechtsanwalt ein, der Ihre Interessen vertritt.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 02.02.2015 | 11:35

Sehr geehrter Herr Raab,

einen Anwalt habe ich bereits, aber der weiß leider auch nicht die ganze Wahrheit. Der Fall ist fast schon abgeschlossen, wir verhandeln gerade mit der Versicherung um die Haftungsquote, die wollen aber nicht wirklich abrücken von der Hauptschuld.

Die Mutter hat den Anwalt - laut Polizeiakte - erst 2 Monate nach dem Unfall eingeschaltet.

Ich habe Angst, dass mein jetziger Anwalt mich nach Richtigstellung nur noch halbherzig vertreten wird.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 02.02.2015 | 11:45

Sehr geehrte Fragestellerin,

zu Ihrer Nachfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Dass Sie bereits einen Rechtsanwalt eingeschaltet haben, ist definitiv eine richtige Entscheidung.


2.

Ich rate Ihnen, Ihrem Rechtsanwalt den Sachverhalt mitzuteilen, so wie er sich tatsächlich zugetragen hat. Sie brauchen nicht zu befürchten, dass der Kollege Sie dann nur noch "halbherzig" vertritt.

Es gehört zum Alltag anwaltlicher Tätigkeit, dass der Mandant nicht immer mit der ganzen Wahrheit "herausrückt". Daher wird Ihre Richtigstellung den Rechtsanwalt keinesfalls so beeindrucken, wie Sie befürchten.

Aber nur wenn der Rechtsanwalt den Sachverhalt genau kennt, kann er Sie sachgerecht vertreten.

Daher: Keine Angst, sagen Sie ihm, was wirklich geschehen ist.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 04.02.2015 | 09:51

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Danke für die schnelle, professionelle und freundliche Beratung! Kann ich nur weiter empfehlen!! LG

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