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Falschen Estrich eingebaut


15.01.2015 22:42 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Hesterberg


Zusammenfassung: Anderes Werk hergestellt, obwohl das Material mindestens gleichwertig bis höherwertig und teurer ist - Sachmängelbegriff und Mängelrechte


Sehr geehrte Damen und Herrn,

nach ausführlicher Beratung von meinem Estrichleger habe ich ein Angebot über einen Calciumsulfat -Fließheizestrich bekommen 82, 70 qm.(Joco Fußbodenheizung)

Auftrag erteilt.

Estrich wurde eingebracht.
Rechnung über Calciumsulfat Fließheizestrich erhalten 10 Tage später bezahlt.
Danach wurde mir gesagt das ich keinen Calciumsulfat-Fließheizestrich bekommen habe , sondern einen Zementestrich (CemFlow).

Aussage vom Estrichleger war, der Zementestrich wäre hochwertiger und teurer (Kubikmeter 20 € mehr gegenüber Calciumsulfat ) insgesamt wurden 4 Kubikmeter eingebracht .
2.Aussage war, er hätte richtig bestellt , sein Lieferant hat falsch geliefert.
3.Ausage war , hätte ich wahrscheinlich sowieso nicht gemerkt.

Danach kam ein Entschuldigungsschreiben vom Lieferanten mit der Aussage , das der Zementfließheizestrich hochwertiger wie identisch und gleichwertig wäre.


Muß ich das so akzeptieren?


Mit freundlichen Grüßen

Branko Jotic




Danach bekam ich noch ein Entschuldigungsschreiben vom Lieferanten, mit der Aussage,"der Zementfließheizestrich wäre hochwertiger gleichwertig wie identisch".

Muß ich das jetzt so akzeptieren?

Mit freundlichen Grüßen
Branko Jotic

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Das hier Ihnen gegenüber hergestellte Werk ist frei von Sachmängeln (nach § 633 BGB), wenn es die vereinbarte Beschaffenheit hat.

Soweit die Beschaffenheit nicht vereinbart ist, ist das Werk frei von Sachmängeln,

1.
wenn es sich für die nach dem Vertrag vorausgesetzte,

sonst

2.
für die gewöhnliche Verwendung eignet und eine Beschaffenheit aufweist, die bei Werken der gleichen Art üblich ist und die der Besteller nach der Art des Werkes erwarten kann.

Einem Sachmangel steht es gleich, wenn der Unternehmer ein anderes als das bestellte Werk oder das Werk in zu geringer Menge herstellt.

Ich unterstelle, was jedenfalls geprüft werden sollte, dass sich in der Tat um besseren, weil hochwertigeren bzw. langlebigeren Estrich handelt.

Dann gilt nach dem Sachmangelbegriff:

Man kann hier durchaus vertreten, dass eben ein "anderes" Werk hergestellt wurde, was wesentlich von dem vertraglich vereinbarten abweicht und deshalb Mängelrechte auslöst.

Nur wäre das einer ebenfalls wohl vertretbaren Meinung ggf. einschränkend auszulegen, denn es wurde ja praktisch übererfüllt.

Aber:
Nach zutreffender Auffassung liegt ein "anderes" Werk eben vor, was der Gesetzgeber mit der großen Schuldrechtsreform von 2002 klarstellen wollte, es also auf negative Abweichungen, solange sie nicht ganz geringfühig sind, eben nicht (mehr) ankommt.

Es ist ja zudem nicht ausgeschlossen, dass Ihnen trotzdem Nachteile insbesondere finanzieller Art durch den Einbau entstehen können, z. B. wenn später nochmals der Bodenbelag erneuert würde, was unter Umständen teurer sein kann.

Danach stehen Ihnen Mängelrechte wie eine Nachbesserung, Neuerfüllung und wenn das jeweils nicht möglich ist, Rücktritt, Schadensersatz und Minderung zu.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


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