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Falsche Wohnflächenangabe im Mietvertrag....

| 10.04.2017 16:52 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Zusammenfassung: Eine Abweichung der tatsächlichen Wohnfläche ummehr als 10 % nach unten von der vereinbarten Wohnfläche isi ein Mangel und berechtigt zur Minderung der Miete.

Wir bewohnen ein Reihenmittelhaus in einer Reihenhaussiedlung. Durch Zufall kamen wir mit Nachbarn ins Gespräch wg. der WOhnfläche. Zu unserem Vertrag gibt es folgende Fakten:
-Unterzeichnung Mietvertrag Nov. 2013
- Mietsache lt. Mietvertrag " 4 Zimmer, Küche, Bad, Gäste-WC, Flur, Keller. Die Wohnfl. beträgt 152 qm und die Nutzfläche 12qm. Diese Größen gelten als vereinbart"
- bei unserem direkten Nachbarn (ebenfalls Mittelhaus, identische Größe) lautet die Passage:
" 5 Zimmer, Küche, Bad, Gäste-WC, Flur, Keller. Die Wohnfl. beträgt 110 qm und die Nutzfläche 60qm. Diese Größen gelten als vereinbart" Vertragsschluß hier im Jahr 2000.
- Miete pauschal 960 EUR

Frage:
Wir nehmen an, dass die Angabgen zu den qm zur Wohnfläche des Nachbarn richtig sind und somit unsere Angaben deutlich abweichen. Wir überlegen, ob man mit einer Wohnraumnachvermessung durch ein Vermessungsbüro und anwaltlicher Hilfe hiergegen Vorgehen kann im Sinne eines Mangels, um die Miete zu kürzen und auch rückwirkend Miete zurückzufordern.

Bevor wir uns in dieses Unterfangen stürzen, hätten wir gerne vorab eine rechtl. Würdigung / Einschätzung das Sachverhaltes. Vielen Dank.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1.
Wie Sie richtig vermuten handelt es sich bei einer Wohnflächenabweichung um einen zur Minderung berechtigten Mangel nach § 536 BGB, allerdings nur, wenn die tatsächliche Wohnfläche von der vereinbarten Wohnfläche um mehr als 10 % nach unten abweicht (BGH NJW 2010,292).

Dieser Grenzwert wäre nach den von Ihnen mitgeteilten Zahlen überschritten.
Es kommt daher eine Minderung der Miete in Betracht.

2.
Wegen überzahlungen kommt eine Rückforderung aus ungerechtfertigter Bereicherung nach § 812 BGB in Betracht.

3.
Wichtig ist, dass die Wohnfläche korrekt ermittelt wird.Maßgebend hierfür ist die Wohnflächenverordnung (BGH a.a,O.). Danach ist z.B. die Fläche von Balkonen zur Hälfte mitzurechnen.

4.
Es ist daher durchaus zu empfehlen, mit der Vermessung einen Fachmann zu beauftrage, damit das Ergebnis auch vor Gericht verwertbar ist.

Natürlich rate ich Ihnen auch, einen Rechtsanwalt vor Ort mit der Wahrnehmung Ihrer Interessen zu beauftragen.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 10.04.2017 | 17:55

Danke... Eine kleine Nachfrage:
Ihrer Antwort entnehme ich, dass es tatsächlich auf die Wohnfläche ankommt und nicht auf eine mögliche Addition von Wohnfläche und Nutzfläche? Denn wenn man dies betrachtet wären die Werte für beide Häuser fast gleich.
Danke nochmals

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 10.04.2017 | 18:14

Sehr geehrter Fragesteller,

das haben Sie richtig verstanden.

Zur Wohnfläche gehören ausdrücklich nicht Zubehörräume, insbesondere
Kellerräume, Bodenräume, Trockenräume, Heizungsräume, Garagen.

Mit freundlichen Grüßen
Rechtsanwalt Moosmann

Bewertung des Fragestellers 11.04.2017 | 08:06

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