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Falsche Vollstreckung vom Gerichtsvollzieher


09.05.2007 19:15 |
Preis: ***,00 € |

Anwaltsrecht, Gebührenrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Guten Tag,
folgendes Problem: Mein Sohn 27 Jahre hat im Jahre 2001 Betrug begangen in Form dessen das er bei diversen Versandhäusern auf falschen Namen bestellte (Vorname wurde immer geändert) er wechselste auch ständig seine Adresse. Jetzt hat er 2 Monate auf der ......strasse gewohnt ist ausgezogen hat aber dort bestellungen getätigt die dort auch ausgehändigt wurden. Irgendwann wurden dann der Mahnbescheid und Vollstreckungsbescheid (vermutlich) dort niedergelegt obwohl er dort nicht mehr wohnte die Bestellung wurde auf den Vornamen "Mark" gemacht. Bestellwert mehrere 100 €. Jetzt nach fast 6 Jahren ruft sein Cousin an und sagt das der Gerichtsvollzieher bei ihm gewesen wäre mehrmals sogar mit Haftbefehl sein Cousin heisst "Markus". Er hat aber nie bestellt oder irgendwas damit zu tun gehabt die beiden haben gar keinen Kontakt. Markus hat auch nie auf der .....strasse gewohnt. Er hat aber trotzdem aufgrund des Ärgers bereits bezahlt, da er dachte das wäre noch von seiner Exfrau irgendeine Sache. Jetzt ist aufgefallen das die Forderung gegen meinen Sohn hätte laufen müssen.

Wie bekommt Markus jetzt sein Geld zurück, kann er das überhaupt er hat nie einen Mahnbescheid bzw. Vollstreckungsbescheid bekommen aber bei den ermittlungen sind der GV und die Behörden einfach davon ausgegangen das er ist auf Grund der Namensähnlichkeit.

Was kann mein Sohn machen um die Sache von seinem Cousin abzuwenden.
Er kann es nicht bezahlen und wurde damals wg. dieser Betrugssache zu 2 J. m. Bewährung verurteilt.
Er hatte nicht vor auf den Namen Markus einzukaufen oder ihn da reinzuziehen, da er ihn gar nicht kannte.

09.05.2007 | 19:22

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

1.Nach Ihrer Schilderung gehe ich davon aus, dass der Cousin die Forderung bereits bezahlt hat.
2.Somit hat er nun die Möglichkeit, die Forderung gegenüber Ihrem Sohn geltend zu machen, notfalls gerichtlich. Er kann gegen Ihren Sohn auch strafrechtlich eine Anzeige erstatten wegen Betrugs zum Nachteil des Cousins.
3.Er kann auch gegen den Gläubiger vorgehen und das Geld aufgrund ungerechtfertigter Bereicherung zurückfordern. Allerdings muss er dann nachweisen, dass er die Bestellungen nicht getätigt hat. Kann er das nicht, bleibt nur Ihr Sohn, von dem er das Geld einfordern kann.


Ich hoffe, diese Ausführungen haben Ihnen bei Ihrem rechtlichen Problem weitergeholfen.
Für eine weitere Beratung stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
Nina Heussen
Rechtsanwältin
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Abschließend darf ich mir erlauben, noch auf Folgendes hinzuweisen:

Meine Auskunft bezieht sich nur auf die Informationen, die mir zur Verfügung stehen. Eine umfassende Sachverhaltsermittlung ist für eine verbindliche Einschätzung unerlässlich. Diese Leistung kann im Rahmen der Online-Beratung nicht erbracht werden.
Darüber hinaus können eine Reihe weiterer Tatsachen von Bedeutung sein, die zu einem anderen Ergebnis führen. Bestimmte Rechtsfragen wie z. B. die Frage der Verjährung oder von Rückgriffsansprüchen gegenüber Dritten etc., können mit dieser Auskunft nicht abschließend geklärt werden, da es hier auf die Details im Einzelfall ankommt. Ferner sind verbindliche Empfehlungen darüber, wie Sie Ihre Rechte durchsetzen können, nur im Rahmen einer Mandatserteilung möglich.


Nachfrage vom Fragesteller 09.05.2007 | 19:25

Die Forderung ist nicht komplett bezahlt am Dienstag will der GV wiederkommen und wieder 300 € haben. Kann mein Sohn irgendwie bescheinigen das er die Bestellung gemacht hat (eides statt) o.ä. das er das Geld vom Gläubiger zurück bekommt bei meinem Sohn ist nichts zu holen EV Insolvenz. Und STrafanzeige bringt auch nichts da er ja wegen dieser Sache schon damals belangt wurde wegen mehrfachen Betruges (60 Fällen) wo diese Sache auch reingaefallen ist.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 09.05.2007 | 20:31

Dann bleibt nur die eidesstattliche Versicherung des Sohnes gegenüber dem Gerichtsvollzieher und die Schuldanerkennung gegenüber den Gläubigern. Wenn der Gvz bereits einen vollstreckbaren Titel hat, kann er jedoch die Pfändung zunächst betreiben und der Cousin muss dann Widerspruch gegen die Vollstreckung erheben. Diesen Anspruch kann er bei dem für ihn zuständigen Amtsgericht zu Protokoll der Geschäftsstelle erklären.

Der Cousin hätte viel früher reagieren müssen. ER muss eine Klageschrift oder einen Mahnbescheid bekommen haben. Hiergegen hätte er Widerspruch einlegen müssen, um im Verfahren die Sache zu klären, dass er der falsche Beklagte ist. Nun ist das Verfahren bereits fast beendet, er muss nun zusehen, dass er den Widerspruch gegen die Vollstreckung noch fristgerecht einlegen kann. Über die Frist wird er im Vollstreckungsbescheid belehrt.

Mit freundlichen Grüßen
Nina Heussen
Rechtsanwältin

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