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Falsche Verdächtigung wegen Anzeige

17.11.2019 14:03 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


16:30

Sehr geehrte Damen und Herren
Ich hatte vor einigen Jahren mit einer Bekannten von mir mal eine Art Beziehung, in der wir aber nicht fest zusammen waren.
Jetzt wo ich in einer festen Partnerschaft bin, bekam meine Lebensgefährtin auf einmal von dieser damaligen Bekannten mehrere Telefonanrufe, in denen sie übelst über mich herzog und meiner Lebensgefährtin viele Unwahre Dinge über mich erzählte. Ich würde immer fünf Frauen gleichzeitig haben, schließlich hätte ich das mit ihr auch gemacht. Und dann nannte sie auch Namen von Frauen, die ich tatsächlich kenne, die aber nur Freunde von mir sind. Ich fand die ganze Sache sehr merkwürdig. Meine Lebensgefährtin hatte die Sache auch sehr beängstigt, weil sie auch zeitgleich anonyme Briefe bekam.
Somit entschloss ich mich eine Strafanzeige zu stellen, was ich dann auch tat.
Bei der Polizei schilderte ich den Sachverhalt, ohne das ich aber anschließend erklärt bekam, was man daraus nun für eine Straftat "machen" würde. Ich bekam auch keine Kopie meiner Sachverhaltsschilderung mit.
Nun hat sich die Beanzeigte verhalten wie ein angeschlagener Boxer und ging selber zur Polizei um eine Gegenanzeige wegen "Falscher Verdächtigung" gegen mich zu stellen.
Angeblich hätte sie sich bei Besuchen bei mir immer wieder Zugriff auf mein Handy verschafft und die Inhalte gespeichert und der Polizei so vorgelegt.
Dies hatte ich von Anfang an vermutet, weil ich mir sonst nicht erklären konnte, woher diese Person sonst Freunde von mir kennt und weis welchen Inhalt bestimmte SMS hatten.
Bei der Polizei hatte ich auch nur erwähnt, dass es sich bei der Person die ich anzeige nur um eine Bekannte handelt.
Ich kenne natürlich nicht mehr den Inhalt der ganzen SMS die ich in den Jahren hatte und kann mich daher auch nicht davon freisprechen das ich bei meiner Aussage alle Angaben so gemacht habe, das sie nun durch eine SMS widerlegbar sind.
ABER- Die Person hat sich unberechtigt auf mein Handy Zugriff verschafft, was sie bei der Polizei selber zugegeben hatte, und den Inhalt gegenüber Dritten gegen mich einzusetzen. Stellt das nicht auch einen Straftatbestand dar? Sie erzählte dies schließlich meiner Lebensgefährtin am Telefon ( also den Inhalt meiner SMS)
Wenn nun gegen mich eine Strafanzeige wegen falsche Verdächtigung gestellt wird, muss ich dann hier mit einer Bewährungsstrafe rechnen ?
Vielen Dank für die Unterstützung

17.11.2019 | 14:39

Antwort

von


(2417)
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Sehr geehrter Ratsuchender,

hier kann ich auf Ihrer Seite keine Straftat erkennen:

Sie haben wahrheitsgemäß den Sachverhalt angezeigt, der den Tatbestand des § 202a StGB verwirkliicht.

Danach wird bestraft, wer unbefugt sich oder einem anderen Zugang zu Daten, die nicht für ihn bestimmt und die gegen unberechtigten Zugang besonders gesichert sind, unter Überwindung der Zugangssicherung verschafft.

Und genau das dürfte Ihre Bekannte gemacht haben.

Dann aber liegt keine falsche Verdächtigung vor.

Sollten Sie einen Anhörungsbogen als Beschuldigter bekommen, sollten Sie unverzüglich einen Rechtsanwalt einschalten.

Dieser wird dann nach Akteneinsicht sicherlich die Einstellung des Verfahrens durchsetzen können.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle


Rückfrage vom Fragesteller 17.11.2019 | 16:24

Sehr geehrte Frau True-Bohle

Vielen Dank für ihre schnelle Antwort.
Bei der Polizei hatte ich keine Anzeige gem. § 202a STGB gestellt, sondern der Polizei den Sachverhalt geschildert, das meine Lebensgefährtin von einer ehemaligen Bekannten angerufen wird und Sachen über mich erzählt die geeignet sind mich shlecht zu machen. Woher sie diese Infos hatte wussten wir damals nicht. Wir vermuteten nur den unberechtigten Zugriff auf mein Handy.
Ich hatte bei der Polizei nur den Sachverhalt geschildert, ohne zu wissen was es für eine Anzeige werden würde.
Ich selber weis nicht mehr was ich vor Jahren als SMS im Handy gespeichert hatte.
Meine Befürchtung ist, dass es sich in dem Widerspricht, was ich zur Anzeige gebracht hatte. Da ging es noch nicht um den § 202a STGB.
Würde mir bei Widersprüchlichen Aussagen eine Anzeige wegen falscher Verdächtigung drohen? und wenn ja ist dann hier mit einer Bewährungsstrafe zu rechnen ?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 17.11.2019 | 16:30

Sehr geehrter Ratsuchender,

also: Im Falle einer Verurteilung würde noch nicht einmal eine Bewährungsstrafe drohen, sondern allenfalls eine Geldstrafe.

Da müssen Sie sich also keine Sorge machen.

Sie müssen auch keinen Straftatbestand in der Anzeige nennen. Es reicht, dass der Sachverhalt mitgeteilt wird.

Und der betrifft dann diese Straftat nach § 202a StGB .

Dabei spielt es gar keine Rolle, ob Ihre SMS widersprüchlich ist.

Allein entscheidend ist, dass Ihre Bekannte diese Informationen aus Ihrem Handy gezogen hat. Das ist strafbar und zwar unabhängig vom Inhalt.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle

ANTWORT VON

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