Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Falsche Unterhaltsberechnung und daraus folgenede Schulden. Was Tun?

| 24.03.2015 12:47 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Notarin und Rechtsanwältin Anja Holzapfel


Sehr geehrte Damen und Herren,

es handelt sich um zwei Sachverhalte, die grob gesehen miteinander verknüpft sind.
Ich habe einen 3 Jahre alten Sohn, für denn ich momentan Unterhalt zahle. Da die KM eine Beistandschaft beim Jugendamt hat, geht die ganze Unterhaltsberechnung über das JA. Jetzt zu meinem Problem 1. ich habe 2014 von Januar bis April bei Firma A gearbeitet und konnte 100€ Unterhalt zahlen, alles korrekt berechnet. Dann war ich im Mai Arbeitslos, ergo konnte nicht mehr zahlen und die KM hat Unterhaltsvorschuss bekommen, alles korrekt. Ab Juni habe ich bei Arbeitgeber B angefangen und denn Jugendamt so schnell es mir möglich war, alle Unterlagen vorgelegt. Das heißt : Lohnzettel , Steuerrückerstattung für das Jahr 2013 und meinen Täglichen Fahrt weg ( 43Km einfache Strecke).Das JA hat dann bis November gebraucht alles zu berechnen, dass heißt bis dahin hat auch die KM Denn Unterhaltsvorschuss bekommen(ca.130€ Monatlich). Ende November bekam ich ein schreiben das ich seit Juni doch laut Berechnung Leistungsfähig gewesen seih und diesen Vorschuss zurückzahlen müsse(ca. 665€) und doch bitte ab sofort 165 € Unterhalt monatlich zahlen solle.

Zu der Berechnung(2014):

Durchschnittliches Netto Einkommen = 1365 €
Steuerliche Rückzahlung Durchschnitt (Für 2013)= 20 €
Monatliche Fahrtkosten (43km einfache Strecke)=220 €
Selbstbehalt 2014 =1000 €
Unterhalt =165 €

Mein großes Bedenken liegt bei der Berechnung der Fahrtkosten, müssten diese bei einer einfachen Strecke von 43 Km zur Arbeit nicht um das doppelte höher sein ?
Nach der Berechnung einfacher Fahrweg 43 km *2*0,30cent*220Tage /12Monate oder wurde es nur durch die 6 Monate die ich bei Arbeitgeber B arbeite geteilt (Jahr 2014) ?
Sollte es der Fall sein ,das das JA falsch gerechnet hat ,muss ich die Schulden da überhaupt noch bezahlen, da ich nicht Leistungsfähig gewesen wäre.!?

2.Problem : Unterhalt 2015

Das Jugendamt möchte selbst nach persönlicher Vorsprache meinerseits keine Neuberechnung für 2015 vornehmen.
Also alles erst mal wie 2014 berechnet belassen, da ich erst mal ein Steuerfreibetrag einrichten solle(Hohe Fahrtkosten immer noch 43Km einfache Strecke am Tag), dies finde ich ja auch ganz hilfreich für die Berechnung aber nicht als Grund erst mal nix neu zu berechnen zu müssen.
Laut meiner eigenen Berechnung, wäre ich nicht Leistungsfähig !!!

Eigene Berechnung : durchschnittliches Nettoeinkommen =1400 €
Selbstbehalt 2015 = 1080 €
Weg zur Arbeit 43km einfache Strecke
43Km * 2 * 0.30cent*220Tage / 12Monate = 473 €
Steuerrückzahlung für 2014 ca.400€ /12Monate =33 €


Bereinigtes Nettoeinkommen = 960 € und 1080 € müssten mir bleiben !!!
Das heißt für mich ich wäre nicht Leistungsfähig oder habe ich das Falsch gerechnet ?
Die Möglichkeit zur Nutzung Öffentlicher Verkehrsmittel habe ich auch schon geprüft, zum einen hätte ich eine Pendelzeit von 3 Stunden am Tag und zum anderen würde ich Frühestens 6 Uhr bei meiner Arbeit sein, Schicht Begin ist aber 5 Uhr !!!(Schichtbetrieb)
Ich Gehe mal davon aus das diese Möglichkeit nicht durchzusetzen wäre seitens des Jugendamtes, liege ich da richtig ?

Ich bedanke mich in vornherein für Ihre Antwort,

mfg







Einsatz editiert am 24.03.2015 17:44:43

Sehr geehrter Fragesteller,



Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:


Sie müssen die Berechnung des Jugendamtes nicht akzeptieren. Nach Ihrer Sachverhaltsschilderung sind die Fahrtkosten nicht ordnungsgemäß berücksichtigt, wobei Ihnen offenbar bekannt ist, dass im Mangelfall eine verschärfte Kontrolle erfolgt, ob überhaupt Fahrtkosten mit dem eigenen PKW geltend gemacht werden können.

Soweit es bisher keinen Unterhaltstitel gibt, hat auch das Jugendamt nur die Möglichkeit, Sie (aus übergegangenem Recht) auf Unterhalt zu verklagen. Wenn ein solches Verfahren durchgeführt wird, können Sie sämtliche Einwände gegen die Unterhaltsberechnung vom Ihrem Anwalt (den Sie für das Verfahren benötigen) vortragen lassen. Das Gericht wird dann entscheiden, ob und in welcher Höhe Unterhalt zu zahlen ist.

Es wäre sicher sinnvoll, einen ortsansässigen im Familienrecht erfahrenen Anwalt bereits mit der außergerichtlichen Vertretung zu beauftragen. Hierfür können sie ggf. Beratungshilfe in Anspruch nehmen. Möglicherweise lässt sich dann ein gerichtliches Verfahren vermeiden.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.



Mit freundlichen Grüßen

Anja Holzapfel-Rechtsanwältin-
-Fachanwältin für Familienrecht-

Nachfrage vom Fragesteller 25.03.2015 | 11:59

Könnte ich Sie bitten, mir zu Problem Nr.1,eine etwas direktere Aussage zu geben.
Darauf hin möchte ich mich entscheiden, die Zahlung der angeblichen Schulden von ca.665€ einzustellen oder fortzuführen.
Hat das JA für das Jahr 2014 meinen Unterhalt falsch berechnet oder hab ich mich mit der Berechnung der 43Km einfache Strecke vertan, da ich erst ab Juni 2014 Bei Firma B arbeite?
Kann ich die Rückzahlung des Unterhaltvorschusses einfach einstellen falls die Berechnung des JA falsch ist?

mfg Herr Geyer





Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 25.03.2015 | 13:44

Sehr geehrter Fragesteller,



gern beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt:


Die Fahrtkosten sind, wenn es keine andere Möglichkeit für den Weg zur Arbeit gibt, vollständig abzugsfähig, das heißt ab Beginn des Beschäftigungsverhältnisses mit 86 km pro Tag. Je nach dem, ob hier mit 18 Arbeitstagen pro Monat der mit 220 Tagen pro Jahr gerechnet wird, ergeben sich Kosten bei 0,3 € pro Kilometer von monatlich 464,40 € bzw. 473 €. Ab Juni sind diese Kosten monatlich anzusetzen.

Die Berechnung des Jugendamtes ist aus meiner Sicht eindeutig falsch.

Wenn es noch keinen rechtskräftigen Titel, also z. B. weder ein Gerichtsurteil noch ein vollstreckbares Anerkenntnis Ihrerseits gibt, können Sie die Zahlungen einstellen.



Mit freundlichen Grüßen aus Wunstorf

Anja Holzapfel

Bewertung des Fragestellers 25.03.2015 | 21:04

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 25.03.2015 4,4/5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 70024 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Sehr schnelle Bearbeitung, eine sehr kompetente,den Einzelfall betrachtende und freundliche Rechtsanwältin ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Top, super verständlich und schnell geantwortet. Würde ich immer wieder so machen. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Schnell und Klare Antworte. Vielen Dank! ...
FRAGESTELLER