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Falsche Tatsachenbehauptung bei Bewertung

20.08.2017 15:58 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Bernhard Schulte


Zusammenfassung: Unwahre Tatsachenbehauptung in einer Bewertung im Internet.

Wir vermieten eine Ferienwohnung. Ein Gast hat diese gemietet und sich in einer Bewertung beim Hotelvermittler Booking.com darüber beklagt: Er habe eine Doppelhaushälfte gemietet, aber nur eine Wohnung über eine Etage im 1. Stock bekommen. Doch genau das hat er bestellt, das steht in seiner Buchungsbestätigung. Woher er den Begriff Doppelhaushälfte hat, weiß ich nicht. Jetzt stehen wir bei den Bewertungen wie Betrüger da. Dagegen möchte ich vorgehen, weil der Mann falsche Tatsachen behauptet.
Welche Möglichkeiten habe ich?
Der Mieter hat die Bewertung anonym abgegeben, jedoch kann nur er es sein, da er dieselben Worte gewählt hat wie gegenüber uns und einer Nachbarin?
Wie hoch ist das Kostenrisiko?

Sehr geehrte (r) Fragesteller (in),

aufgrund der von Ihnen gemachten Angaben möchte ich Ihre Frage, wie folgt, beantworten.

Eine falsche Tatsachenbehauptung in einer Bewertung müssen Sie nicht hinnehmen. Hier stehen Ihnen Unterlassungsansprüche gegen den Verfasser der Bewertung zu. Dass die aufgestellte Behauptung "Buchung einer Doppelhaushälfte und Bekommen einer Wohnung" falsch ist, müssten Sie notfalls nachweisen können. Doch sollte das anhand Ihrer Ausführungen zur Buchung und der entsprechenden Buchungsbestätigung hier wohl kein Problem darstellen.

Zunächst sollten Sie hier das Portal "booking.com" auf diese falsche Aussage in der Bewertung unter Fristsetzung zur Löschung bzw. Deaktivierung sowie Namensnennung (nebst Anschrift) des Verfassers auffordern. Im Ergebnis wird hier aber das Portal nach der Rechtsprechung nicht verpflichtet sein, Ihnen den Namen des Verfassers zu nennen.

Daneben empfiehlt es sich, den Verfasser der Bewertung anwaltlich abmahnen zu lassen und entsprechende Unterlassungsansprüche unter Fristsetzung geltend zu machen sowie eine Unterlassungserklärung von dem Verfasser innerhalb der Frist einzufordern. Hierfür sollten Sie sich einen Anwalt bei sich vor Ort suchen, der Sie hierbei unterstützt. Sofern der "letzte Gast" hier bestreitet, diese Bewertung verfasst zu haben, träfe Sie hierfür die Darlegungs- und Beweislast, so dass hier ein gewisses Risiko für Sie besteht. Ihre Zeugen sind hier sicherlich hilfreich.

Für die Anwaltskosten müssten Sie zunächst in Vorleistung treten. Diese richten sich grundsätzlich nach dem Gegenstandswert. Dieser wird für solche Unterlassungsansprüche durchaus einzelfallabhängig unterschiedlich von den Gerichten angesetzt. Anhand der bisherigen Informationen würde ich einen solchen zunächst auf ca. 3.000,00 EUR ansetzen. Die Kosten (Anwaltskosten) der außergerichtlichen Abmahnung beliefen sich dann auf brutto 334,75 EUR wären vom Abgemahnten zu erstatten.

Hoffentlich konnte ich Ihnen weiterhelfen. Über eine Bewertung würde ich mich freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Schulte
Rechtsanwalt

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