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| 28.12.2012 12:38 |
Preis: ***,00 € |

Anwaltsrecht, Gebührenrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Steffan Schwerin



In unserem Fall handelt es sich um einen Mietvertrag für einen Gewerberaum. Dieser wurde ab August 2007 angemietet. Trotz mehrmaligem Anmahnen kam der Vermieter erst April 2008 mit dem Mietvertrag, befristet auf 5 Jahre. Allerdings war darin eine wesentlich höhere Miete als mündlich vereinbart angegeben. Dazu gestaffelt, pro Jahr € 300,00 mehr. Letztendlich hat man sich überworfen, ist im Juli 2011 ausgezogen. Der zu Rate gezogene Anwalt kündigte das Mietverhältnis ohne weitere Angaben von Gründen fristlos. Die Sache kam vor Gericht, wir haben verloren. Der Vermieter hat nun alle Konten gesperrt und zusätzlich eine Zwangsssicherungshypothek auf unser Eigenheim eintragen lassen.(€ 30.000,--)
Die bisher verhandelten Kosten/Forderungen beziehen sich auf den Zeitraum bis Mai 2012.
Es ist jetzt mit weiteren Forderungen bis zum Ende des Mietvertrages 31.12.2013 zu rechnen.
Frage: kann man gegen diesen Anwalt, der doch offensichtlich falsch gehandelt hat und nun ein derartiges finanzielle Desaster anrichtet (die Firma steht jetzt vor der Insolvenz). Muss ein Anwalt nicht wissen, dass ein befristeter Mietvertrag nicht fristlos gekündigt werden kann ?
Inwieweit ist er in Regress zu nehmen ?
Gibt es überhaupt Aussicht auf Erfolg ?
Können Sie mir hier jemanden nennen, der sich gut auskennt ?
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Richtig ist, dass man einen befristeten Mietvertrag nicht ordentlich kündigen kann.

Allerdings kann man einen befristeten Mietvertrag durchaus außerordentlich fristlos kündigen.

Ihr Anwalt hat den Mietvertrag offenbar fristlos gekündigt – allerdings ohne Angabe von Gründen.

Wenn auch im gerichtlichen Verfahren keine Gründe nachgeschoben wurden, ist die fristlose Kündigung natürlich unwirksam.

Insoweit ist dem Anwalt ein Vorwurf zu machen. Er hätte wissen müssen, dass eine fristlose Kündigung auch begründet werden muss.

Ob man letztlich einen tragbaren wichtigen Grund gefunden hätte, ist eine andere Sache.

Dennoch hätte der Anwalt einen solchen mit Ihnen besprechen und dann anführen müssen.

Eine Pflichtverletzung ist gegeben und der Anwalt hat sich damit dem Grunde nach schadensersatzpflichtig gemacht.

Sie sollten den Ihnen entstandenen Schaden beziffern und den Anwalt schriftlich auffordern, den Schaden seiner Versicherung zu melden, damit diese den Schaden regulieren kann.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Steffan Schwerin, Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 28.12.2012 | 14:21

Gibt es hierfür eine Frist, die man einhalten muss ?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 28.12.2012 | 14:26

Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt:

Es ist nur die Verjährung der §§ 195, 199 BGB zu beachten.

Die Verjährung läuft 3 Jahre.

Da der Schaden entgültig erst mit Ende des Mietvertrages zum 31.12.2013 eintritt, beginnt dann auch erst die Frist zu laufen.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 28.12.2012 | 14:38


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