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Falsche Quadratmeterzahl im Kaufvertrag


25.06.2007 22:44 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Joachim



Sehr geehrtes Anwalt-Team,

1999 habe ich eine Eigentumswohnung gekauft, welche vermietet ist (der Mieter wohnte bereits dort). Laut Mietvertrag ist die Wohnung 73 qm groß, laut Wohnungsgesellschaft habe ich - leider ohne es zu bemerken - die Wohnung mit 75 qm gekauft und laut Kaufvertrag auch so bezahlt. Auch die Nebenkostenabrechnungen werden mir seitdem von der Wohnungsgesellschaft mit 75 qm berechnet, aber ich kann lediglich 73 qm beim Mieter abrechnen. Die Wohnungsgesellschaft habe ich daraufhin um Stellungsnahme gebeten. Sie schrieb mir nun, daß eine Angabe im Mietvertrag seitens des Vorvermieters nicht zu deren Lasten gehen kann und das nach gültiger Rechtssprechung eine Abweichung der tatsächlichen Wohnfläche zur vermieteten Wohnfläche von unter 5% unerheblich ist. Ist dies korrekt und gilt dies auch für den Kaufvertrag (was für mich beim Kauf natürlich mit deutlichen Mehrkosten verbunden war)?

Vielen Dank für die Antwort!


Sehr geehrte Fragestellerin,

herzlichen Dank für Ihre Frage.

Zunächst sollten Sie die tatsächliche Größe der Wohnung feststellen/feststellen lassen.

Sollte sich danach tatsächlich eine Abweichung ergeben, haben Sie folgende Möglichkeiten.

Ist die Wohnung nur 73qm groß haben Sie einen Schadenersatzanspruch in punkto des Kaufpreises und möglicher Nebenkosten gegen den Verkäufer, wenn dieser von der tatsächlichen Größe Kenntnis hatte und Sie über die tatsächliche Größe getäuscht hat. Diesen Anspruch müssen Sie binnen 3 Jahren nach Kenntnis von der Täuschung geltend machen.

Ist die Wohnung 75qm groß, ergibt sich grds. kein Ersatzanspruch gegen die Verwaltung. Sie können jedoch die Kosten auf den Mieter umlegen oder aber eine Vertragsänderung anstreben. Bei der Kostenumlegung der Nebenkosten zählen immer die tatsächlichen Kosten und zwar auf die tatsächliche Größe der Wohnung. Hieran orientiert sich ja auch der Mietzins, egal ob es 73qm oder 75qm sind.

Dies hat im Übrigen auch das KG Berlin im Noveber 2005 so gesehen:

Die im Mietvertrag angegebene Wohnfläche ist dann deswegen nicht maßgebend, weil sie die Mietsache nur beschreibt (Kinne/Schach/Bieber, a.a.O., LG Mannheim WuM 1989, 11; LG Düsseldorf DWW 1989, 26; LG Hamburg WuM 1990, 497; LG Berlin GE 1994, 763).

Sie sollten sich daher mit der Wohnungsgesellschaft noch einmal auseinandersetzen und Sie auffordern die NK-Abrechnung entsprechend zu korrigieren und hier die richtige Größe der Wohnung in die Berechnung einfließen zu lassen.

Ich hoffe, Ihre Frage hilfreich beantwortet zu haben und stehe Ihnen gerne weiterhin zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen


Christian Joachim
-Rechtsanwalt-

www.rechtsbuero24.de

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