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Falsche Lohnsteuerberechnung nach Grenzgängerschaft

18.07.2009 22:35 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Ich war vom 01.10.08 - 15.04.09 in einer Fa. in Österreich beschäftigt. Ich habe aber von Januar - April 2008 in Deutschland gewohnt und auch dort meine Lst bezahlt, da in Österreich keine Steuerpflicht bestand. Nach den 3 Monaten nun habe ich der Fa. gesagt, dass keine Grenzgängerschaft mehr besteht, trotzdem wurde ab diesem Zeitpunkt bis zum Ende des Arbeitsverhältnis keine Lohnsteuer in AT abgeführt, allerdings wurde mir seitdem nur der normale Nettolohn ausbezahlt, nicht der um die Lst erhöhte Betrag. Angeblich wusste das Lohnbüro nichts davon. Nun, zum Austritt im April 2009 wurden mir die komplette Lst, die seitdem angefallen ist, von meinem Nettolohn abgezogen, ca. 2800 Euro!
Die kostenlose Rechtsberatung der zuständigen Arbeiterkammer in Tirol kann nichts für mich tun. ich habe jetzt sowohl den AG und auch das Lohnbüro schriftlich aufgefordert, die Lohnabrechnungen nochmals korrekt aufzurollen und mir den fehlenden Betrag auszuzahlen. Mich würde interessieren wie ein RA entscheidet, wenn der Fall genau anders herum wäre ( AG Deutschland-Wohnsitz Österreich )

Sehr geehrter Fragesteller,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich im Folgenden gerne beantworte.

Zunächst möchte ich Sie darauf hinweisen, dass Ihre Sachverhaltsangaben (v.a. hinsichtlich der Zeitangaben) nicht eindeutig sind.

Meinen Ausführungen habe ich den folgenden (fiktiven, da umgekehrten) Sachverhalt zu Grunde gelegt und dabei die (übliche) Behandlung von Grenzgängern nach dem deutschen Steuerrecht berücksichtigt:

Beschäftigung in Deutschland als Grenzgänger bei Wohnsitz in Österreich. Während dieser Zeit wurde das in Deutschland erzielte Gehalt (aufgrund der Steuerbefreiung als Grenzgänger) nicht der Lohnsteuer unterworfen, sondern in voller Höhe ausbezahlt und in Österreich im Rahmen der Einkommensteuerveranlagung versteuert. Nachdem dem Arbeitgeber mitgeteilt wurde, dass die Voraussetzungen für die Grenzgängerregelung nicht mehr vorliegen, wurde ein Einbehalt der Lohnsteuer vorgenommen, ohne diesen jedoch an das Finanzamt abzuführen. Schließlich wurde mit dem letzten Monatsgehalt ein erneuter Einbehalt der Lohnsteuer vorgenommen.

Aus deutscher Sicht hätten Sie einen Anspruch gegen Ihren Arbeitgeber, dass der zunächst auf Ihren Arbeitslohn vorgenommene Einbehalt an Sie ausbezahlt wird, so dass das Arbeitsentgelt nur einmal der Lohnsteuer unterworfen wird. Die Lohnabrechungen ab Mitteilung an den Arbeitgeber wären damit zu korrigieren, so dass im Ergebnis nur die in Deutschland anfallende Lohnsteuer zum Abzug gelangt ist. Auf eventuelle Abführungen an das Finanzamt in Österreich und einen dortigen Lohnsteuerausgleich müssten Sie sich nicht verweisen lassen. Dagegen haben Sie keinen Anspruch gegen das (von Ihrem Arbeitgeber beauftragte) Lohnbüro, da Sie mit diesem in keiner Vertragsbeziehung stehen. Sie müssten sich daher an Ihren Arbeitgeber halten, der alles weitere zu veranlassen hätte.

Ich hoffe, Ihnen hiermit weitergeholfen zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen
Rechtsanwalt

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