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Falsche Kündigungsfrist vom Arbeitnehmer

20.11.2017 19:32 |
Preis: 25,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jan Wilking


Hallo Anwälte,

folgender Fall:
Auf Grund von Bonuszahlungen kann ich meinen Arbeitsvertrag erst am 01.12.2017 kündigen mit einer Kündigungsfrist von drei Monaten zum Monatsende, also zum 31.03.2018

Wenn ich in meiner Kündigung allerdings schreibe: „Hiermit kündige ich meinen Arbeitsvertrag zum 28.02.2018" und um eine schriftliche Bestätigung bitte, kann dieses (eigentlich falsche) Datum nach eventuell erfolgter Bestätigung vom Arbeitgeber dann noch im Nachhinein revidiert werden?

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Eine Kündigung ist eine einseitige Willenserklärung, eine Bestätigung des Empfängers ist nicht erforderlich. In der Regel wird der Arbeitgeber auch nur den Empfang der Kündigung bestätigen, nicht aber deren Wirksamkeit.

Sie könnten Ihren Arbeitgeber daher nur auf diesen eigentlich unzulässigen Termin festnageln, wenn er in seiner Bestätigung zum Ausdruck gebracht hat, dass er abweichend von der vertraglichen Regelung mit einer vorzeitigen Aufhebung des Arbeitsvertrages einverstanden ist. Rechtlich gesehen würde Ihre Kündigung mit früherem Datum dann als Angebot für einen Aufhebungsvertrag anzusehen sein, das der Arbeitgeber bewusst annehmen müsste. Dies halte ich in der Praxis aber eher für unwahrscheinlich.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


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