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Falsche Gehaltsklasse

24.01.2015 14:55 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Sebastian Scharrer, LL.M., Dipl.-Jur.


Hallo zusammen,

ich habe letztes Jahr die Ausbildung abgeschlossen und meinen unbefristeten Arbeitsvertrag unterschrieben. Unsere unternehmensinternen Gehaltsklassen (gemessen an Qualifikation und Position) hängen aus und sind somit transparent. Zugang für (nennen wir sie mal so) "Gehaltsklasse b" ist eine abgeschlossene kaufm. Ausbildung und dass man Kunden in einer Fremdsprache betreut (was ich bereits seit meiner Ausbildung mache inkl. Geschäftsreisen). Laut meiner Stellenbeschreibung und meinem Alltag betreue ich die Kunden in zwei Fremdsprachen.

Ich habe vor meiner Vertragsunterschrift fest damit gerechnet in "Gehaltsklasse b" zu kommen - bin ich jedoch nicht. Als der Arbeitsvertrag vorlag stand da "Gehaltsklasse a" (mehrere hundert Euro brutto weniger / mtl.). Auf meine Frage warum das so sei hieß es, dass "Gehaltsklasse b" zu viel nach der Ausbildung sei und dass es sich von alleine ändern würde. Ein Zeitpunkt wurde jedoch nicht genannt... Ich beschloss bis zum Jahresende abzuwarten uns es kam keiner auf mich zu.

Jetzt würde ich gerne in die Gehaltsklasse kommen, die mir zusteht. Eigentlich sind keine Verhandlungen etc. nötig, da es nichts zu verhandeln gibt, sie steht mir schließlich zu.

Vielleicht noch ein paar grundsätzliche Dinge: Der Vertrag kam nicht von meinem Chef/Abteilungsleiter, sondern vom Leiter der Personalabteilung. Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, ob mein Chef das weiß.

Eine Woche bevor ich den Vertrag unterschrieb, wusste ich bereits was da drin stehen würde. Dazu gehörte auch ein halbes Jahr Probezeit. Darüber war ich ein wenig sauer und habe in meiner Abteilung Dampf abgelassen, was dazu führte dass eine Kollegin unserem Chef dazu riet, zum Personalchef zu gehen und das streichen zu lassen. Die Woche darauf war ich auf Reise und als ich wiederkam hatte ich den Vertrag. Ich weiß nicht ob mein Chef den Vertrag kennt und weiß in welcher Gehaltsklasse ich bin, oder ob er nur durch meine Stimmung nur von der Probezeit erfahren hat und es dazu führte, dass er es streichen ließ. Vielleicht geht das Ganze von meinem Chef aus, vielleicht vom Leiter der Personalabteilung... Ich weiß es nicht.

Jedenfalls bin ich jetzt an dem Punkt angelegt, dass ich in "Gehaltsklasse b" möchte. Ich weiß nicht wie ich die Sache angehen soll. Ein Kollege hat mir dazu geraten, einen "offiziellen Brief" zu schreiben, in dem die Sachlage aufgeführt ist, diesen über meinen Chef an den Personalleiter zu geben. In dem Brief soll die Sachlage + Bitte um eine Stellungnahme dazu stehen mit einer zeitl. Befristung bis wann ich eine Antwort haben möchte. Ich bin mir sehr unsicher...

Vielleicht noch ein wichtiger Punkt: Unser Unternehmen ist an keine Tarife gebunden.

Ich bin sehr gerne in meinem Betrieb und verstehe mich gut mit meinem Chef, also würde ich das ganze am liebsten so effektiv und reibungslos wie möglich angehen.

Vielen Dank für die Hilfe im Voraus!

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Da Sie hier nicht mehr in der Probezeit sind, rate ich Ihnen, wie folgt vorzugehen. Zunächst sollten Sie mit Ihrem direkten Vorgesetzten sprechen. Ändert sich hierdurch nichts, sollten Sie - falls vorhanden - den Betriebsrat bitten, sich der Sache anzunehmen. Auch können Sie parallel hierzu auch einen Schreiben an den Leiter Ihres Unternehmens und der Personalabteilung mit der Schilderung der Sachlage schicken und diesen Bitten, die Sache zu prüfen. Die letzte Möglichkeit ist die Erhebung einer Klage vor dem Arbeitsgericht.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 24.01.2015 | 16:06

Danke für die schnelle Antwort. Der Betriebsrat ist bestens informiert und saß grinsend daneben, als ich diese Informationen vor dem Vertragsabschluss erhalten habe (niedrigere Gehaltsklasse und halbes Jahr Probezeit). Hat es bestimmte Auswirkungen, wenn mein Vorgesetzter mir sagt dass es von ihm so beabsichtigt war? Soll ich dann direkt zur Geschäftsleitung?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 24.01.2015 | 20:43

Sie sollen in diesem Fall direkt den Vorgesetzten Ihres Chefs ansprechen. Sollten Sie dennoch nicht weiter kommen sollten Sie sich bei einem Rechtsanwalt Ihrer Wahl unter Vorlage des Arbeitsvertrages und der Betriebsvereinbarung beraten lassen und ggf. Klage erheben.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.


Mit freundlichen Grüßen

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