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Falsche Fahrkarte


19.12.2006 22:14 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Karlheinz Roth



Hallo,
heute ist meine schwester mit einer für mich ausgestellten fahrkarte gefahren und wurde natürlich auch kontolliert. nach einer unterschriftprobe ist sie jedoch aufgeflogen und man hat ihre personalien aufgenommen. meine fahrkarte wurde natürlich eingezogen (ich soll sie mir an einer Zweigstelle abholen) und sie musste vorab schon mal 40 euro zahlen. der kontrolleur hat gesagt es wird strafanzeige erstattet. jetzt ist meine frage womit müssen wir beide jetzt rechnen? ich bin 19 und sie 22. beide ohne vorstrafen, es war auch nur diese eine mal, da sie sehr in eile war habe ich ihr morgens schnell mein ticket gegeben damit sie ihre zeit nicht fürs ticket kaufen vertrödeln muss -sie hatte ein vorstellungsgespräch. tja zu allem übel wurde ich dann auch noch mal kontolliert und habe 40 euro gezahlt. jetzt habe ich total angst das wir richtig ärger kriegen. müssen wir mit einer hohen strafe rechnen? müssen wir vors gericht?

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Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworte.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, so dass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann.

Dies vorausgeschickt wird das Folgende ausgeführt:

Wenn es tatsächlich - wie angekündigt - zu einer Strafanzeige kommen sollte, würde die Polizei wegen Leistungserschleichung nach § 265 a StGB ermitteln.

Angesichts des Umstands, dass strafrechtliche Vorbelastungen nicht bestehen, können Sie damit rechnen, dass das Verfahren gegen Zahlung einer Geldbuße nach § 153 a StPO eingestellt werden wird mit der Folge, dass keine Vorstrafe vorliegt.

Vor diesem Hintergrund sollten Sie sich vor den Feiertagen keine ernsthaften Sorgen hinsichtlich der Konsequenzen des mitgeteilten Verhaltens machen.

Wenn Sie aber auf der sicheren Seite sein wollen, empfehle ich die Mandatierung eines Verteidigers vor Ort für den Fall der Einleitung eines strafrechtlichen Ermittlungsverfahrens.

Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte.
Für eine kostenlose Rückfrage stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Sollten Sie eine darüber hinausgehende Vertretung in Erwägung ziehen, empfehle ich Ihnen eine Kontaktaufnahme über die unten mitgeteilte E-Mail-Adresse. Einstweilen verbleibe ich

mit freundlichen Grüßen
K. Roth
- Rechtsanwalt -

Hamburg 2006
info@kanzlei-roth.de

Nachfrage vom Fragesteller 20.12.2006 | 19:39

Vielen Dank für diese schnell antwort. das beruhigt mich ein wenig, allerdings habe ich heute versucht meine fahrkarte wieder zu bekommen, die servicestelle hat mir meine karte jedoch nicht wieder ausgehändigt (dürfen die meine karte einfach behalten obwohl meine firma dafür bezahlt?) und der kontolleur hat zu meiner schwester gesagte ich könne sie dort wieder bekommen. man hat mir ebenfalls mitgeteilt, dass man mich evtl. sperrt und ich müsst zu meiner firma um vielleicht eine neue karte zu erhalten. haben Sie da einen Tipp? der freundliche mitarbeiter meinte zu mir, dass ein strafantrag gestellt wird, jedoch nicht sicher ist das es zu einer anzeige kommt. was bedeutet das und wie lange müssen wir warten bis wir da eine entscheidung bekommen??? bekomme ich auch ein anzeige, da ich ihr die karte überlassen habe? empfehlen sie uns einen anwalt ein zuschalten? (aus kostengründen würden wir den natürlich am liebsten vermeiden.) Muss meine schwester jetzt noch eine erklärung abgeben? Und wie hoch würde eine mögliche Strafe ausfallen?
Ich danke Ihnen sehr für Ihre Hilfreiche antwort, wir haben ein total schlechtes gewissen und ich hoffe es geht alles gut aus!!!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.12.2006 | 23:52

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihren Nachtrag.

Die Fahrkarte kann zu Beweiszwecken einbehalten werden. Hier sollten Sie sich bei Ihrem Unternehmen um eine neue bemühen.

Die Strafverfolgung wegen Leistungserschleichung setzt in Ihrem Fall einen Strafantrag voraus. Aufgrund des Strafantrags werden die Strafverfolgungsbehörden (Polizei und Staatsanwaltschaft) tätig. Es ist durchaus möglich, dass auch gegen Sie als Beschuldigte wegen Beihilfe zur Leistungserschleichung ermittelt wird.

Sie und Ihre Schwester sollten ohne Kenntnis des Sachverhalts zunächst keine Einlassung zur Sache machen.
Dieses Recht steht jedem Beschuldigten zu und darf nicht zum Nachteil ausgelegt werden.
Die Einschaltung eines Strafverteidigers ermöglicht neben der Einsicht in die strafrechtliche Ermittlungsakte auch die Möglichkeit die Einstellung des Verfahrens zu fördern, da ein Verteidiger seinen Mandanten effektiver verteidigt als dieser selbst.

Vor diesem Hintergrund ist die Mandatierung eines Verteidigers - auch in Anbetracht der damit verbundenen Kostenfolge - sinnvoll.

Mit freundlichen Grüßen
K. Roth
- Rechtsanwalt -

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