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Falsche Buchungsbestätigung bei Reisebuchung

28.04.2016 14:05 |
Preis: ***,00 € |

Reiserecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Hallo,

gestern Abend war ich auf einem Reiseportal unterwegs um eine Reise nach New York zu buchen. Dabei habe ich mehrere Angebote verglichen die im 750,-€ Bereich lagen, es handelte sich um Pauschalangebote. Eins der Angebote war verfügbar und so buchte ich das Pauschalangebot für 751,-€ pro Person.

In der darauf folgenden Buchungsbestätigung, welche ich sofort erhalten habe, stand allerdings ein Reisepreis von 1500,-€ pro Person drauf. Von meinen 751,-€ war nirgends mehr die Rede.

Heute früh habe ich bei der Firma angerufen und sie haben mir mitgeteilt das ich das ganze beweisen müsste, da bei ihnen auf der Buchungsbestätigung die ganze Zeit ein Preis von 1500,-€ gelistet war. Da das Angebot nach wie vor auf ihrer Seite vertreten war habe ich Screenshots davon gemacht, allerdings lies mich das System, nicht wie gestern Abend, weiter zur Buchungsmaske (das Angebot war ausverkauft).

Die Screenshots habe ich weitergeschickt.
Allerdings meinte die Firma das ich die Reise für den Preis möglicherweise annehmen müsste, da es bei Ihnen im System schon von vorne rein als 1500,-€ pro Person bestätigt worden ist. Wie muss ich nun vorgehen? Muss ich den Vertrag anfechten? Bin ich gezwungen den erhöhten Preis anzunehmen?

28.04.2016 | 15:18

Antwort

von


(387)
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Sehr geehrter Fragesteller,

nach Ihrer Schilderung kommt zweierlei in Betracht:

zum einen kann ein Irrtum bei der Abgabe vorgelegen haben; zum anderen kann die Bestätigung schlicht falsch sein, mit der Folge, dass der Vertrag über 751 Euro zu stande gekommen ist, aber falsch bestätigt wurde.

Im ersten Fall wäre der Vertrag sofort anzufechten- und zwar nachweislich, mit einer eindeutigen Anfechtungserklärung.

Im zweiten Fall hätten Sie einen Anspruch auf Durchführung des Reisevertrages zum vertraglich vereinbarten Preis; ich sehe hier jedoch das Problem bei der Beweislast, da keiner der Parteien wird beweisen können, dass 751 EUro beim Buchungsvorgang angezeigt gewesen ist.

Bestellungen im Internet sind oft tückisch, das weiß ich aus Erfahrung, wenn man nicht beim Bestellvorgang Screenshots macht, hat man später oft den Ärger. in der Preaxis ist das aber kaum realisierbar.

Sie können nun einerseits verlangen, zum abgegebenen Preis befördert zu werden, hilfsweise sollten Sie aber gleichsam die Anfechtung erklären, diese kann nicht unter eine Bedingung gestellt werden, und da sie unverzüglich erklärt werden muss, müssen Sie sich entscheiden.

Gleichsam könnten SIe die Ausübung der Anfechtung davon abhängig zu machen versuchen, dass ihr Vertrag nicht wie abgeschlossen erfüllt wird. 1500 Euro brauchen Sie indes aber nicht zu bezahlen.



§ 119
Anfechtbarkeit wegen Irrtums

(1) Wer bei der Abgabe einer Willenserklärung über deren Inhalt im Irrtum war oder eine Erklärung dieses Inhalts überhaupt nicht abgeben wollte, kann die Erklärung anfechten, wenn anzunehmen ist, dass er sie bei Kenntnis der Sachlage und bei verständiger Würdigung des Falles nicht abgegeben haben würde.

§ 120
Anfechtbarkeit wegen falscher Übermittlung

Eine Willenserklärung, welche durch die zur Übermittlung verwendete Person oder Einrichtung unrichtig übermittelt worden ist, kann unter der gleichen Voraussetzung angefochten werden wie nach § 119 eine irrtümlich abgegebene Willenserklärung.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


ANTWORT VON

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