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Falsche Artikelbeschreibung bei ebay

14.03.2012 12:58 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen


Hallo,

ich habe bei ebay einen Toner verkauft.

In der Artikelüberschrift steht unmissverständlich das es sich um EINEN Toner handelt und bei der angegebenen Stückzahl steht ebenfalls das EIN Toner verkauft wird.

Die Artikelbeschreibung selber hatte ich aus einer alten Beschreibung von mir kopiert, denn dort hatte ich mal 2 Toner verkauft. So ist dieser Irrtum zustande gekommen, da ich mir die Beschreibung nicht mehr durchgelesen habe, sondern nur Artikelüberschrift und Stückzahl angepasst habe.

Dies ist mir in 2 Auktionen zur gleichen Zeit passiert.

Fakt ist, dass ich auch nur einen Toner angeboten habe und auch der erzielte Verkaufspreis weit unter dem liegt was ein Toner eigentlich kosten würde. Ich möchte damit lediglich sagen, dass der Käufer auch keinen finanziellen Schaden hat, weil er dachte er ersteigert 2 Toner.

Nun ist es aber so, dass beide Käufer auf den Versand von jeweils 2 Tonern bestehen.

In welcher rechtlichen Lage befinde ich mich?

Vielen Dank.


Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage!


Nachfolgend möchte ich gerne unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsschilderung sowie Ihres Einsatzes Ihre Frage wie folgt beantworten:

1. Da Sie bei Einstellen der Angebote offensichtliche eine Erklärung abgegeben haben, die nicht Ihrem Willen entsprach, würde ich Ihnen empfehlen die Verträge gegenüber den Käufern gemäß § 119 BGB wegen Irrtums anzufechten.

Eine Anfechtungserklärung per Email wäre dabei ausreichend.

Dann wären die Verträge als nichtig zu behandeln und Sie könnten die Toner mit korrigierter Beschreibung nochmals verkaufen.

Dies sollte allerdings möglichst umgehend geschehen, da die Anfechtungserklärung unverzüglich zu erfolgen hat (§ 121 Abs. 1 BGB).

2. Einen Anspruch gegen die Käufer auf Zahlung gegen Lieferung jeweils nur eines Toners durchzusetzen stellt sich als schwierig dar.

Das Angebot war auf Grund der abweichenden Mengenangabe in der Artikelbeschreibung nicht eindeutig.

Ein Grundsatz, dass die Angabe im (deutlicher sichtbaren) Angebotstitel gilt, besteht leider nicht ohne weiteres .


Ich hoffe Ihnen eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute!



Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann.


Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können mich natürlich gerne über die Nachfrageoption mit mir Verbindung aufnehmen, wenn noch Unklarheiten bestehen.


Mit freundlichen Grüßen

Ingo Driftmeyer
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 15.03.2012 | 11:53

Hallo noch mal,

ich habe mich an dem o.g. Vorgehen orientiert.

Der Käufer besteht auf Lieferung der Ware und beruft sich auf §433 BGB.

Läuft das für mich nun wirklich auf einen Prozess hinaus?

Danke noch mal.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 15.03.2012 | 11:58

Sehr geehrter Ratsuchender,

gern beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Der Käufer kann sich nicht auf § 433 BGB (Kaufvertrag) berufen, da der Kaufvertrag durch Anfechtung gemäß § 142 BGB nichtig ist.

Zur Vermeidung eines Rechtsstreites können Sie dem Käufer ein anwaltliches Schreiben zu kommen lassen.

Falls ich dies für Sie erledigen soll, kontaktieren Sie mich bitte über die Direktanfrage auf der Profilseite.

Ich hoffe, ich konnte Ihre Nachfrage hiermit beantworten.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Driftmeyer
Rechtsanwalt

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