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Falsche Anlageberatung - Gibt es eine Chance auf Schadensersatz?

03.04.2008 15:20 |
Preis: ***,00 € |

Wirtschaftsrecht, Bankrecht, Wettbewerbsrecht


Anfrage zu einer falschen Anlageberatung:

Mit dem Wechsel des Girokontos und eines Altaktiendepots von der X Bank zur neuen Bank, wurde ich kurz drauf mehrfach aufgefordert einen Anlageberatungstermin für meine Sparbuchanlage wahrzunehmen.

Für die neue Depoteröffnung meiner Altaktien (Neuer Markt) habe ich eine Risikoerklärung unterschrieben.

Da ich selber 2002 eine Bauchlandung mit Neue Markt Aktien gemacht habe und relativ viel Geld verloren habe (ohne Berater), waren meine Gedanken nur noch bei einer sicheren Sparbuchanlage.
Auf mehrfaches Drängen meiner Beraterin und dem Hinweis, dass ich sonst einen Teil meiner Zinsbeträge an das Finanzamt zahlen müsse habe ich mich zur Beratung überreden lassen. Der Termin fand mit Ihr und noch einem Berater statt, ich selbst war allein.

Klar war, dass ich nur noch eine sichere Anlage haben möchte, die nichts mit Aktien zu tun hat, so habe ich es mitgeteilt.

Der Anlageberater begann als erstes mit einer Aktiengebundene Anlage mit hoher Rendite aber einer Totalverlustmöglichkeit nach einer Frist von 4 Jahren. Diesen hätte es aber noch nie gegeben . Die Anlage lehnte ich mit dem Hinweis nichts mit Aktien ab.

Danach einen Aktienfond gebunden an Unternehmen mit hohem Eigenkapital ( DAX Werte ).

Und Zuletzt einen Internationalen Immobilienfond der als Ganz sicher dargestellt wurde.

Den Aktienfond stellte man mir so dar, dass hier kein Risiko besteht, weil dieser Fond breit gestreut ist und nur wirtschaftlich starke Unternehmen beinhaltet. Das Prospekt hierzu ist ein Internetauszug mit Kurven und Bewertungen aber ohne Risikoaufklärung.

Nach einer Woche Bedenkzeit und erneutes auffordern durch die Beraterin, habe ich mich dann überzeugen lassen einen Teil des Geldes in einen Deutschen bekannten Aktienfond einen Europäischen und den Rest in den Immobilienfond zu investieren.

Mit der Finanzkriese habe ich nun einen Verlust von 3200 Euro mit den Aktienfonds, ca 25% minus, einstecken müssen.

Ich wurde nicht dahingehend beraten, dass die Aktienfond letztlich genauso funktionieren wie der Kauf von Einzellaktien, dass die Stimmungen zu Buche schlagen und nicht die tatsächliche Wirtschaftskraft. Zudem hat man mich zu einem Zeitpunkt einsteigen lassen, als die DAX Werte mit ca 8000Punkten einen Allzeithöchststand erreicht hatten. Hier sehe ich mich von meinen Beratern getäuscht und nicht über diese Gefahren aufgeklärt. Ich hätte niemals mit diesem Wissen und meinen eigenen Erfahrung wieder so eine Anlage wahrgenommen.

Der Wertverlust erfolgte innerhalb von 10 Monaten, ich habe die Anteile verkauft. Von den 3200Euro sind ...ca 550Euro..Gebühren. Der Gedanke war eine länger angelegte Anlage vielleicht 10 Jahre. Es war mir nicht bewusst dass der Fond auch in o.g. Depot kommt. Die Beraterin hat mich in ihrem Computer als Sicherheitsanleger eingestuft.

Gibt es eine Chance bei diesen Rahmenbedingungen wegen unangepasster Beratung und fehlender Risikoaufklärung auf Schadensersatz.


Vielen Dank im Voraus
Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrter Fragesteller,

im Rahmen einer Erstberatung beantworte ich Ihre Frage wie folgt:
Die Bank bzw. der Berater hat nach Ihrer Schilderung gegen Ihre Pflicht zur anleger- und objektgerechten Beratung verstoßen. Sie wollten eine sichere Anlage, d.h. dies würde Risikostufe 1 entsprechen, wobei es 5 Risikostufen samt Risikostufe Totalverlustmöglichkeit( Optionsscheine etc.) gibt.
Ich gehe ferner davon aus, dass Sie die Risikoauflärung nicht unterzeichnet haben.
Der Schaden besteht in der Differenz zwischen An- und Verkaufspreis und dem Zinsverlust durch eine Alternativanlage.

Für Rückfragen stehe ich Ihnen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion von „Frag einen Anwalt“ gerne zu Verfügung oder auch im Rahmen einer Mandatserteilung; am besten per mail: info@kanzlei-hermes.com.
Mit besten Grüßen
RA Hermes
auch Fachanwalt für Steuerrecht

www.kanzlei-hermes.com
Die vorstehende summarische Lösung ist beschränkt durch die von Ihnen gegebenen Informationen. Außerdem wird, wie die Plattform-Bedingungen es vorsehen, nur ein erster Überblick geboten. Außerdem ist der Umfang der Antwort auch abhängig von der Höhe des gebotenen Honorars. Daher kann diese Beratung das umfassende, verbindliche und abschließende Beratungsgespräch durch den Rechtsanwalt Ihres Vertrauens keineswegs ersetzen. Bitte beachten Sie dies

Nachfrage vom Fragesteller 04.04.2008 | 07:54

Sehr geehrter Herr Hermes,
vielen Dank für Ihre Antwort.
Zur Erleuterung: Die Risikoerklärung für die Depoteröffnung für meine Altaktien habe ich unterschrieben. Für den Fond gibt es keine Risikoerklärungen und insgesamt keine Unterschriften dieses erfolgte nur mündlich. Der Fond wurde aber auch in das Depot gelegt, das wusste ich allerdings nicht.
Hat die Risikoerklärung für das Depot eine Bedeutung, siehe auch Beginn meiner Hauptanfrage.
Wenn die Frage noch zulässig ist: welche kosten können bei einer Klage maximal auf mich zu kommen.
Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 04.04.2008 | 10:25

Die Risikoerklärung hat für das Depot eine gewisse Bedeutung, da dadurch eine Einschätzung erfolgt, ob Sie eher Sicherheitsanleger sind -Stufe1- (also Sicherheitsanleger in Form zb von Bundesschatzbriefen) oder riskanter Anleger sind.

Eine Klage bei einem Verlust von 3.200 EUR, also diesem Gegenstandswert, würde in der 1. Instanz in Vertretung durch zwei Rechtsanwälte maximal ca. 1.700 EUR kosten.

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