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Falsche Angaben im Lebenslauf

01.11.2016 17:56 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung:

Eine vorsätzliche Täuschung über den eigenen Qualifiaktionsstand bei der Bewerbung für einen Arbeitsplatz bereechtigt den Arbeitgeber zur Anfechtung des Arbeitsverhältnisses wegen aerglistiger Täuschung oder zu einer Kündigung, auch wenn der Arbeitnehmer eine niedrigere Qualifikation vortäuscht.

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ich bin seit 1,5 Jahren mit dem Studium fertig ( Diplom Ingenieur Elektrotechnik) und habe leider bis Datum keine Stelle als Ingenieur gefunden.
Da ich Arbeit brauchte und kein Leben auf Kosten des Staates wollte, habe ich mich bei viele Betriebe sogar als Helfer beworben aber dann kam immer wieder die Absage mit Begründung der Überqualifikation.
Bei meiner letzten Bewerbung habe ich dann falsche Angaben angegeben dass ich mein Studium ohne Abschluss abgebrochen habe und wurde angestellt.

Droht mir jetzt eine Kündigung wenn ich mein Chef erzähle dass ich doch Diplom Ingenieur bin? Obwohl dass ich mich unterqualifiziert verkauft habe?

Mit freundlichen Grüßen

01.11.2016 | 19:17

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Theoretisch kann Ihr Chef den Umstand, dass Sie bei Ihrer Bewerbung vorsätzlich falsche Angaben zu Ihrem Qualifikationsstand machten, zum Anlass nehmen, um den Arbeitsvertrag wegen arglistiger Täuschung anzufechten oder zu kündigen.

Allein die Täuschung als solche reicht hierfür aus, da sie geeignert ist, das Vertrauensverhältnis zu zerstören.

Außerdem ist die Willensfreiheit Ihres Chefs rechtlich schutzwürdig, Bewerber abzulehnen, die er für überqualifiziert hält.

Es ist also nicht so, dass falsche Angaben über die Qualifikation bei der Bewerbung nur dann für den Arbeitnehmer rechtlich nachteilhaft sind, wenn er eine nicht vorhandene Qualifikation vortäuscht, sondern auch im umgekehrten Fall.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Carsten Neumann

ANTWORT VON

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