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Falsche Angaben im Expose


18.04.2006 18:03 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Ich habe eine Doppelhaushälfte erworben, die sich laut Expose in einer unverbaubaren Lage befindet. Mittlerweile hat sich jedoch herausgestellt, dass die Lage sehr verbaubar ist und mittlerweile auch verbaut ist. Dies stellt aller Voraussicht nach eine erhebliche Minderung des zu erzielenden Wiederverkaufspreises dar.

Kann ich den Bauträger für diesen Mangel haftbar machen? Wenn ja wie?
Welche Fristen für das Einreichen der Forderungen muss ich einhalten?

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Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),


da Sie hier von einem Bauträger als Vertragspartner sprechen, wird es auf den genauen Wortlaut des Vertrages ankommen, um die genaue Verjährungsfrist, die je nach rechtlicher Einstufung als Kaufvertrag oder Werkvertrag unterschiedlich ausfallen kann, feststellen zu können.

Faxen Sie mir den Vertrag doch einmal zu, um diesen einsehen zu können. Wichtig wird dabei auch sein, wann der Vertrag geschlossen worden ist und ob vertraglich besondere Verjahrungsfristen vereinbart worden sind. Ich würde dann dazu per gesonderter Email Stellung nehmen, um Ihnen die Nachfragefunktion zu erhalten.


Der genaue Wortlaut des Vertrages wird auch für die Überprüfung erforderlich sei, ob hier die unverbaubare Lage tatsächlich Vertragsbestandteil geworden ist, da davon dann die weiteren Schritte abhängen.

Vorbehaltlich der Einsicht in den Vertrag gilt allgemein:

Ist die Lage Vertragsbestandteil geworden und war schon zum damaligen Zeitpunkt erkennbar, dass die Bebauung stattfinden wird, könnte eine arglistige Täuschung des Bauträgers vorliegen.

Ist dieses gegeben, liegt in der Tat dann ein Mangel vor, und Sie könnten Gewährleistungsrechte geltend machen.

Dieses sollte dann ohne weiteres Zögern Ihrerseits schriftlich mit Einschreiben/Rückschein erfolgen, wobei Sie sich aber auch vorab darüber im Klaren sein müssten, ob Sie eine Rückgängigmachung der Vertrages oder eine Reduzierung und Teilrückzahlung Ihrer Zahlungen wünschen. Von dieser Zielsetzung hängt dann das weitere Vorgehen ab.

Beides wäre ggfs. möglich, wobei bei der Rückgängigmachung Sie dann Ihr Geld abzüglich der von Ihnen zu zahlenden Nutzungsentschädigung unter Berücksichtigung von Verwendungen zurück bekommen könnten. Bei der Minderung wäre dann der eingetretene Wertverlust - der ggfs. durch einen Sachverständigen festgestellt werden müsste- zu ersetzen.

Sowie Sie mir den Vertrag zugefaxt haben (ohne Einsicht in diese Unterlagen ist eine abschließende Beurteilung nicht möglich) würde ich Sie dann anmailen und man sollte auch dann das weitere Vorgehen hinsichtlich der beabsichtigten Ziele genau abklären.



Wurde hingegen zwischenzeitlich ein Bebauungsplan seitens der Gemeinde geändert, fehlt es vermutlich auch an einer Täuschung oder fehlenden Beschaffenheit des Objektes; Rechte könnten dann kaum mehr geltend gemacht werden.




Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle
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