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Falschberatung bei Vodafone

| 17.09.2013 17:15 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Zusammenfassung: Im Vodafone-Shop zugesagte Vertragsbedingungen sind verbindlich.

Hallo,

ich habe im Juni diesen Jahres nach einem neuem Handyvertrag gesucht.
Als ich im Vodafone Shop in Regensburg war, wurde ich von den dortigen Mitarbeitern nett beraten und habe den Vertrag nach langem überlegen angenommen.

Hier zu den Vertragsdetails:
1 x Vertrag für mich: Vodafone RED L mit Smartphone
1x Vertrag für meine Lebensgefährtin: Vodafone RED S ohne Smartphone

Laut den Berechnungen des Mitarbeiters sollten wir für beide Verträge insgesamt 48,58€ pro Monat bezahlen.

Mein Vertrag begann sofort zu laufen und der zweite beginnt Ende Oktober.

Mit der ersten Rechnung wurden diverse Rabatte verrechnet die wir zum Vertragsabschluss ausgehandelt haben. Bei der zweiten Rechnung sah dies schon anders aus. Ich hatte einen Rechnungsbetrag von 89,49€ (für nur einen momentan laufenden Vertrag)
dies wollte ich mit dem Shop abklären. Doch dass war leider telefonisch nicht möglich... Ich musste nun wieder in den Shop fahren. Als ich dort war sagte die Mitarbeiterin zu mir, dass Sie das mit Ihrem Vorgesetzten abklären muss und sie sich innerhalb von 3 Tagen bei mir melde.
Nun nach mittlerweile 2 Wochen habe ich entgültig eine Aussage erhalten.

Der Betrag ist deswegen zu hoch, da momentan nur ein Vertrag läuft und deshalb der Familyrabatt (i.H.v. 33%) noch nicht wirksam ist.

Bisheriger Rechnungsbetrag 89,49€ abzüglich 33% Family-Rabatt = 59,96€! für den ersten Vertrag.
Und da soll ich dann für beide knapp 49€ bezahlen?????

Ich habe den Mitarbeitern gesagt dass ich eine Stornierung des Vertrages will, worauf natürlich keine Rückmeldung kam...


Zu meinem Glück habe ich sämtliche Berechnungen des Mitarbeiters im Shop mitgenommen und habe mir auch auf den Verträgen noch einmal Quittieren lassen dass ich insgesamt pro Monat 48,58€ bezahlen muss.

Nun die Frage: Kann ich aus dem Vertrag zurücktreten??? Bzw. können Sie mir ein entsprechendes Schreiben aufsetzen?

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage!


Nachfolgend möchte ich gerne unter
Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsschilderung sowie Ihres Einsatzes Ihre Frage wie folgt beantworten:

1. Da eine Einigung über die beiden Verträge zum monatlichen Preis von insgesamt 48,58 € zu Stande gekommen ist, würde sich der rechtliche Anspruch zunächst darauf richten, dass diese Konditionen seitens Vodafone auch eingehalten werden.

Für eine Rückabwicklung des Vertrages bleibt hingegen wenig Raum, da es an einem zur Anfechtung berechtigenden Irrtum fehlt. Denn die Einigung zum genannten Preis ist Ihren Angaben nach erfolgt - und zudem schriftlich nachweisbar.

2. Empfehlenswert ist es hier, ein an Vodafone gerichtetes Schreiben aufzusetzen, in dem Sie auf das vereinbarte Entgelt hinweisen.
Eine Kopie davon sollten Sie auch dem betreffenden Shop in Regensburg zukommen lassen.

Dieses kann wie folgt lauten:


Vertragsnummern:

S.g.D.u.H.,
zu o.g. Vertragsnummern weise ich darauf hin, dass bei Vertragsschluss im Vodafone-Shop in Regensburg, Str, Hausnr., am (x. Juni 2013) im Verkaufsgespräch ein monatliches Entgelt von insgesamt 48,58 € vereinbart worden ist.

Dies wurde mir vom Verkäufer ausdrücklich mit Unterschrift bestätigt – siehe Anlage.
Mit Abbuchung vom August zogen Sie jedoch 89,49 € von meinem Bankkonto ein.

Ich bitte um schriftliche Bestätigung des vereinbarten monatlichen Rechnungsbetrages innerhalb von 2 Wochen – alternativ um Vertragsaufhebung.

Andernfalls werde ich die Angelegenheit meinem Rechtsanwalt übergeben.
Strafanzeige wegen versuchten Betruges behalte ich mir ausdrücklich vor.
MfG

Fügen Sie dem Schreiben die von Ihnen genannten Unterlagen, in denen der Preis von 48,58 € quittiert wurde, als Anlage bei.

3. Ich muss jedoch darauf hinweisen, dass Unternehmen wie Vodafone leider erfahrungsgemäß Kundenreklamationen und –anschreiben wenig Beachtung schenken.

Nach ergebnislosem Ablauf der Antwortfrist sollten Sie daher überlegen, einen Anwalt mit der Interessenvertretung in der Angelegenheit zu beauftragen. Dies führt meist schnell zum Erfolg.

Mit sonstige telefonischen oder mündlichen Auskünften/Zusagen seitens Vodafone sollten Sie sich nicht abspeisen lassen, da diese notwendigenfalls von Ihnen kaum bewiesen werden können.


Ich hoffe, Ihnen eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute!


Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann.

Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Driftmeyer
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 17.09.2013 | 18:17

Sehr geehrter Herr Driftmeyer,

Vielen Dank für die zügige Antwort!

Es hat also erste Priorität dass Vodafone den vereinbarten Betrag einhalten muss.
D.h. Wenn diese es nicht tun, kann ich den Vertrag anfechten??

Ist das so richtig interpretiert?

Viele Grüße

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 17.09.2013 | 18:26

Sehr geehrter Ratsuchender,


Ihre Nachfrage beantworte ich gern wie folgt:

Nein, eine Anfechtung setzt einen Irrtum voraus. Für eine Rückabwicklung sehe ich keine Rechtsgrundlage.

Sie können im Schreiben – wie dort angedeutet - nur die einvernehmliche Vertragsaufhebung anbieten.

Sie können -deutlicher - noch mit in das Schreiben aufnehmen "Zur Vermeidung eines Rechtsstreites wird um Aufhebung des Vertrages gebeten. Ich bitte um Bestätigung innerhalb von 2 Wochen".

Dann müssen Sie sich jedoch wegen des Vertragshandys auf neue Auseinandersetzungen (Wertersatz wegen Gebrauchs etc.) einstellen.

Die Konditionen des Vertragsschlusses wurden ja schriftlich festgehalten – es kann daher Einhaltung dieser Konditionen gefordert werden, Rückabwicklung so ohne weiteres leider nicht.


Ich hoffe, ich konnte Ihre Nachfrage hiermit beantworten.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Driftmeyer
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 17.09.2013 | 18:29

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