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Falschangabe im Visumsantrag

| 07.08.2009 23:17 |
Preis: ***,00 € |

Ausländerrecht


Hallo!
Mein Freund lebt seit fünf Jahren in Deutschland. Er hat damals in seinem Heimatland eine Deutsche geheiratet und ist so nach Deutschland gekommen. (Die beiden leben getrennt, sind aber nicht geschieden.)
Er hat allerdings 2 Kinder mit einer Frau in seiner Heimat. Diese Tatsache hat er bisher verschwiegen, da die Kindsmutter das alleinige Sorgerecht hat und er nichts mit den Kindern zu tun haben sollte.
Die Situation hat sich allerdings drastisch verändert. Die Mutter kann sich nicht mehr um die Kinder kümmern und wir möchten die beiden zu uns holen. Da alles recht schnell gehen sollte haben wir direkt alles veranlasst um die Kinder herzubringen. Leider haben wir nicht daran gedacht, dass mein Freund offiziell keine Kinder hat.
Die Frage ist nun: Was können, sollen wir tun um die Situation zu klären und welche Konsequenzen kann diese Falschangabe haben?
Vielen Dank im Voraus.
Roberta

Sehr geehrte Fragestellerin, sehr geehrter Fragesteller,

die von Ihnen gestellten Fragen beantworte ich unter Berücksichtigung des geschilderten Sachverhaltes sowie Ihres Einsatzes wie folgt:

Wenn die Kinder von einer deutschen Mutter sind, so haben die Kinder auch die deutsche Staatsangehörigkeit. Damit besteht kein Problem für die Kinder, in Deutschland zu leben.

Sollten die Kinder von einer ausländischen Mutter sein gilt Folgendes: Grundsätzlich können Kinder im Rahmen des Kindernachzuges nach § 32 AufenthaltsG nach Deutschland geholt werden. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass es sich um Abkömmlinge handelt. Da aber auch Kinder nachgeholt werden können, von deren Existenz der Kindsvater erst später erfahren hat, gehe ich nicht davon aus, dass eine vorherige Angabe der Kinder im entsprechenden Visumsantrag Voraussetzung eines Kindernachzuges nach § 32 AufenthaltsG ist. In Ihrem Fall ist natürlich problematisch, dass uU schon bei Visumsbeantragung die Existenz der Kinder bekannt war. Ich würde diese Tatsache, dass er zwei Kinder im Ausland hat, daher unbedingt rechtzeitig zur Sprache bringen, den Sachverhalt so erklären, wie er sich zugetragen hat. Dabei können Sie betonen, dass ihr Freund von seiner Frau und seinen Kindern getrennt gelebt und keinerlei Kontakt hatte.
Ich kann leider mangels näherer Angaben nicht beurteilen, wie sich eine Falschangabe bei Ihrem Freund rechtlich auswirkt, da mir jegliche Angaben zu den Umständen und der Art der Visums- bzw. Aufenthaltserlaubniserteilung fehlen.
Jedenfalls ist es wichtig, wenn Ihr Freund betont, dass er nicht vorgehabt hatte, die Kinder absichtlich zu verschweigen, bzw. die Kinder dann im weiteren Verlauf nach Deutschland nachzuholen. Dies wird auch durch die Tatsache unterstrichen, dass Ihr Freund kein Sorgerecht, sondern vielmehr die Kindsmutter das alleinige Sorgerecht hat. Erklären Sie die Umstände ausführlich um zu verhindern, dass Ihnen der Vorwurf der Täuschung gemacht wird.

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Antwort weitergeholfen zu haben.
Abschließend möchte ich Sie gerne noch auf Folgendes hinweisen:
Bitte beachten Sie, dass die Beantwortung Ihrer Rechtsfrage im Rahmen des von Ihnen gebotenen Einsatz in einem dazu angemessenen Umfang erfolgt. Beachten Sie bitte weiterhin, dass die Beantwortung unter Zugrundelegen des von Ihnen vorgetragenen Sachverhaltes erfolgt, dass aber bereits leichte Abweichungen bzw. unterlassene Angaben zu anderen Ergebnissen führen könnten.

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann. So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.

Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Selbstverständlich stehe ich Ihnen für weitere Fragen jederzeit zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
C. Möhrke-Sobolewski

Rückfrage vom Fragesteller 10.08.2009 | 08:21

Hallo!
Danke für Ihre Antwort.
Mein Freund ist über die Eheschließung(Familienzusammenführung) nach Deutschland gekommen. Inzwischen hat er ein eigenständiges Visum nach §31. Mit welchen Konsequenzen müssen wir also schlimmstenfalls rechnen, wenn wir die Kinder jetzt erst zur Sprache bringen?
Danke für die Antwort

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 10.08.2009 | 14:47

Sehr geehrte Fragestellerin,
leider kann ich Ihnen so pauschal auf diese generelle Frage keine zufriedenstellende Antwort geben. Soweit ich es auf diese Entfernung hin einschätzen kann, droht wohl jedenfalls nicht der Entzug der Aufenthaltserlaubnis für Ihren Freund. Was die Kinder angeht, kann es natürlich sein, dass die Behörde die Abstammung ausdrücklich festgestellt wissen will bevor sie eine Aufenthaltserlaubnis ausstellt.Ob die Erteilung der Erlaubnis daran scheitern wird, dass die Kinder nicht frühzeitig erwähnt worden sind, mag ich bezweifeln. Doch kann ich diesbezüglich natürlich keine Garantie abgeben.
Mit freundlichen Grüßen
RAin Möhrke-Sobolewski

Bewertung des Fragestellers 10.08.2009 | 08:22

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