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Falschangabe Blitzer


28.11.2016 09:08 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Gerhard Raab



Mein Freund ist mit meinem Auto zu schnell gefahren und wurde geblitzt. Auf dem Blitzerfoto ist er gut zu sehen und ich bin Beifahrer. Aufgrund dessen das mein Freund bereits Punkte hat, habe ich den Vater meine Freundes als Fahrzeugführer angegeben. Dieser hat das ganze auch via schriftlicher Aussage bestätigt.

Nun hat die Polizei anhand der Fotos festgestellt, das es sich nicht um die fahrzeugführende Person auf dem Blitzerfoto handelt und meinen Bruder verdächtigt. Dieser hat aber verneint, das er das Fahrzeug geführt hat. Das Verfahren wurde daraufhin eingestellt und ein Fahrtenbuch auferlegt.

Nun wurde jedoch ein Strafantrag wegen Falschaussage gestellt. Hierzu kann ich mich in den nächsten Tagen persönlich äußern. Welche Möglichkeiten habe ich?
Ist es sinnvoll weiterhin zu behaupten dass zu dem Zeitpunkt das Fahrzeug von dem Vater geführt wurde, ich mich aber selbst nicht mehr daran erinnern kann, obwohl ich daneben sitze (aufgrund von zum Beispiel alkoholisiertem Zustand, schlafen, o.ä. ).

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Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Um es gleich vorweg zu sagen: Sie haben hier so ziemlich alles falsch gemacht, was man falsch machen kann.

Natürlich kann man diesen Vorgang nicht mehr rückgängig machen, so dass sich die Frage stellt, inwieweit Sie, aber auch der Vater Ihres Freunds, der das Fahrzeug gefahren hat, strafbar gemacht haben.


2.

Soweit Sie anfragen, ob Sie Ihre falsche Aussage weiter aufrecht erhalten wollen, werden Sie im Hinblick auf Ihre Sachverhaltsschilderung keinen Rechtsanwalt finden, der Ihnen eine „Gebrauchsanleitung" mit auf den Weg gibt, weil sich der Rechtsanwalt dann der Gefahr ausgesetzt, sich selbst wegen Begünstigung strafbar zu machen.


3.

Sofern es allerdings der Wahrheit entspricht, dass Sie sich im Vollrausch befunden haben und es nicht mehr wissen, wer das Fahrzeug tatsächlich gesteuert hat, wäre es natürlich nicht zu beanstanden, das zu Protokoll zu geben. Man wird Sie dann natürlich fragen, weshalb Sie zunächst den Vater des Freundes als Fahrzeugführer benannt haben.


4.

Wenn jemand, wie in Ihrem Fall, beschuldigt wird, eine Straftat begangen zu haben, sollte er keinesfalls eine Aussage bei der Polizei machen. Das ist der wichtigste Ratschlag, den ich Ihnen geben kann. Sie sind auch nicht verpflichtet, bei der Polizei auszusagen.

Der einzig richtige Weg ist, einen Rechtsanwalt mit der Wahrnehmung Ihrer rechtlichen Interessen zu beauftragen. Der Rechtsanwalt wird dann Einsicht in die Akte nehmen und gemeinsam mit Ihnen entscheiden, wie man weiter vorgeht. Gegebenenfalls kann es im Hinblick auf den Sachverhalt unter Berücksichtigung des Akteninhalts sinnvoll sein, dass der Rechtsanwalt eine schriftliche Einlassung formuliert. Ob das die richtige Verfahrensweise ist, wird man allerdings erst nach der Einsichtnahme in die amtliche Ermittlungsakte sehen.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt

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