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Falsch gekündigt ?

| 02.01.2019 08:25 |
Preis: 60,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Michael Kinder


Zusammenfassung: Brechnung der Kündigungsfrist eines Arbeitsvertrages bei versehentlicher falscher Angabe des Enddatums in der Kündigung

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe am 21.12.2018 meine Kündigung an meinem Arbeitgeber rausgeschickt. Ich habe das Datum dass ich zum 31.12.2018 kündigen möchte eingetragen. Unter Einhaltung der 4 wöchigen Kündigungsfrist. So dass ich den Januar noch arbeiten wollte und dann in den neuen Job übergehe. Ich habe zu spät bemerkt dass ich den 31.01.2019 angeben müsste. Oder liege ich falsch ?
Da mein Arbeitgeber nun mir ein Schreiben zukommen lassen hat. Dass er meinen Wunsch entspricht der Firma am 31.12.2018 auszutreten. Was habe ich jetzt noch für Möglichkeiten ? Da es mir jetzt auch mein Gehalt vom Januar 2019 geht ?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Wenn sich aus dem Gesamtzusammenhang Ihres Kündigungsschreibens, also insbesondere aus dem Hinweis auf die Kündigungsfrist von vier Wochen, ergibt, dass die Kündigung zum 31.01.2019 wirksam werden sollte, dürfte es eigentlich kein Problem geben.
Dies erst recht, wenn dies der vertraglich vereinbarten Kündigungsfrist entspricht.
Eine Kündigung stellt im rechtlichen Sinne eine „Willenserklärung" dar. Gemäß § 133 BGB ist bei der Auslegung einer solchen Willenserklärung nicht am Wortlaut zu haften sondern grundsätzlich der wirkliche Wille des Erklärenden zu erforschen. Wenn sich diese aus den Umständen eindeutig ergibt, ist die Erklärung entsprechend auszulegen.
Sie sollten dies aber unverzüglich gegenüber dem Arbeitgeber klarstellen, da dieser versucht, Ihre Kündigung in das Angebot auf Abschluss eines Aufhebungsvertrages zum 31.12.2018 umzudeuten, was natürlich für Sie mit erheblichen Nachteilen verbunden wäre.
Äußerst vorsorglich sollten Sie außerdem (unter Verwendung der Worte „äußerst vorsorglich") erklären, dass Sie die Kündigungserklärung hinsichtlich des Enddatums 31.12. 2018 wegen Irrtums gemäß § 119 I BGB anfechten und gleichzeitig (wiederum äußerst vorsorglich) erneut eine Kündigung zum 31.1.2019 aussprechen. Die vier Wochen Frist dürfte ja noch zu wahren sein.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 02.01.2019 | 13:14

Vielen Dank für Ihre Rückmeldung.
Ich habe gerade eben alle Schritte nochmals so ausgeführt wie von Ihnen vorgeschlagen. In meiner ersten Kündigung habe ich klar auf die 4 Wochen Kündigungsfrist hingewiesen.
Sollte hier doch wie zu erwarten sich die Firma querstellen. Würde ich gerne dass Sie mir da als Rechtsanwalt behilflich sind wenn möglich.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 02.01.2019 | 15:17

Hallo,

Vielen Dank für Ihre Rückmeldung. Ich wünsche Ihnen zunächst viel Erfolg. Falls Sie doch noch Hilfe brauchen, können Sie mich gerne telefonisch oder über meine E-Mail-Adresse (steht alles in meinem Profil) kontaktieren.

Freundliche Grüße und ein erfolgreiches Jahr 2019
Michael Kinder

Bewertung des Fragestellers 04.01.2019 | 10:22

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