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Falsch beratung von Anwalt wg. Scheidungs


23.02.2007 10:01 |
Preis: ***,00 € |

Ausländerrecht



Hallo! Hier ist mein Fall.
ich, Staatangehörigkeit: Amerikanerin, habe ich am 14.05.2002 geheiratet und habe mich von mein Mann im November 2005 getrennt.

Im Dezember 2005 erhalte ich einen Anruf von meinem damaligen Mann, dass er einen Termin bei seinem Anwalt hat, um über die Trennung/Scheidung zu sprechen. Er hat auch gesagt, wir werden gemeinsam die Scheidungskosten tragen. Termin war am 12.12.2005.

Am diesem Abend lassen wir uns beraten über die Trennungsjahr und die Scheidungsverfahren. Mein Man schlägt vor, ob das Trennungsdatum ruckgängig sein kann. Der Anwalt sagt das wäre kein Problem. Mein Mann sagt, das Trennungsdatum soll August 2004 sein. Er schlägt auch vor, der Anwalt soll mich vertreten, sodass ich mich nicht benachteiligt fühle. Laut des Anwalts habe ich kein Problem wen ich das Datum rückgängig mache.

Wir bekommen am 20.März.2006 einen Termin bei dem Gericht. Am diesem tag ändern mein Mann das Trennungsdatum zum Januar 2005. Für mich war das merkwürdig, aber der Anwalt hat nicht gesagt.

In November 2006 erhalte ich einen Brief von Ausländerbehorde, da ich gegen das Ausländergesetzt gestoßen habe. Mir ist sofort klar geworden, wo das Problem liegt.

Am 17.Mai.2005 waren wir, mein Mann und ich, bei der Ausländerbehorde und haben bestätigen, dass wir in eine eheliche Lebensgemeinschaft wohnen. Was natürlich stimmt. Aber wenn bei dem Scheidungsverfahren das Trennungsdatum Januar y2005 eingegeben ist, natürlich stimmt das auch nicht.

Ich weiß, ich habe ein großes Fehler gemacht, da ich mich 100% auf meinen Ex-Mann und den Anwalt verlassen habe. Aber...was passiert wenn man falsch von einem Anwalt beraten wird? habe ich als „Kunden“ keinen Ansprüche?

Ich war schon bei einem anderen Anwalt diesbezüglich, aber sie hat nicht mehr davon gehört. Ich habe den Eindruck, sie hat kein Interesse an mein Fall. Ich verstehe aber auch, Sie kann nichts machen wenn sie nicht von der Ausländerbehörde gehört hat. Aber kann man einen Eilantrag oder etwas Ähnliches beantragen? Soll ich sie immer jede Woche anrufen bis ich ein Ergebnis habe? Muss ich zufrieden mit der Antwort sein: „Ich habe ihnen gesagt, ich melde mich, wenn ich was höre. ich habe nicht gehört, deswegen habe sie nichts gehört“. Ist das akzeptable?

Soll ich einen Anwalt suchen, der sich auf Ausländerecht spezialisiert?

und... was nun? Ich kann nachweisen, dass ich im 2005 immer noch verheiratet war. Wir waren in Urlaub in September 2005 und ich habe Bilder. Außerdem habe ich ein E-Mail von mein Ex-Mann von er sagt, dass Trennungsjahr beginnt in Dezember 2005 und endet damit in Dezember 2006!?!

Ich bin schon müde immer hin und her zu rennen und fragen und immer wider nachfragen und keine klare Antworten zu bekommen.

Ich mache mein leben in Deutschland weiter, arbeite und habe Pläne. Aber alle die Pläne sind „on-hold“, da ich keine Ahnung habe, wie es weiter gehen soll.
Ich arbeite bei einer internationaltätigen Firma. Wahrscheinlich soll ich nach USA entsendet werden. kann ich das Deutschland verlassen?
Ich habe ein Freund, kein Deutsch, aber EU-Bürger. Wir wollen eine Wohnung kaufen... soll das lieber warten?

Wie sie sehen kann habe ich viele Fragen und wir ich schon genannt habe bekomme ich keine klare Antworten.
Sorry.. ich habe so viel fragen und ich brauche endlich HILFEEEEEEEEEEEE!
Sehr geehrte Fragestellerin,

ich bedanke mich für Ihre Anfrage und kann Ihnen diesbezüglich folgendes mitteilen:

Bezüglich Ihrer ersten Fragen kann ich Ihnen mitteilen, dass es möglich ist, einen Anwalt in eine sog. Anwaltshaftung zu nehmen. Der Anspruch verjährt drei Jahre nach Beendigung des Mandates und Ihrer Kenntnis hiervon. Wenn der Anwalt Sie schlecht beraten hat, können Sie gegen ihn vorgehen. Dazu müssen Sie jedoch zuerst einen anderen Anwalt aufsuchen, der überprüft, ob eine Pflichtverletzung stattgefunden hat und Sie Aussicht auf einen Schadensersatzanspruch haben.

Sie hatten weiterhin um Mitteilung gebeten, ob es ratsam wäre, einen auf Ausländerrecht spezialisierten Anwalt zu mandatieren. In Ihrem Fall ist das zu empfehlen. Bei Ihnen steht der Vorwurf im Raum, so weit ich Sie verstanden habe, dass Sie auf Grund einer Falschaussage eine Verlängerung der Aufenthaltsgenehmigung erschlichen haben, obwohl Sie zu diesem Zeitpunkt laut späterer Vereinbarung, bereits in Trennung gelebt haben. Damit würden Sie sich illegal in Deutschland aufhalten. Ich bin mir auf Grund ihrer Schilderung nicht ganz sicher, ob Sie nun schon aufgefordert wurden, das Land zu verlassen oder nicht. Wenn dies der Fall sein sollte, dann müssen Sie ein Eilverfahren einleiten lassen. Selbstverständlich ist ein gerichtliches Vorgehen erst möglich, wenn Sie einen Bescheid erhalten haben. Ich kann Ihnen jedoch nicht dazu raten, jede Woche bei der Anwältin anzurufen. Dies wird die Angelegenheit nicht beschleunigen. Oftmals ist es wirklich so, dass die Angelegenheiten länger dauern auch von Seiten der Ausländerbehörde und die Anwältin hierauf keinen Einfluss hat.Sie kann Ihnen in diesem Fall dann wirklich nichts weiter sagen, als dass Sie abwarten müssen.

Wenn Sie beweisen können, dass Sie die Aufenthaltserlaubnis nicht auf Grund falscher Angaben erschlichen haben, kann es trotz allem sein, dass Sie weitere Probleme bekommen, da die Vordatierung des Trennungszeitraumes nicht korrekt war. Aber dies wird dann in einem anderen Verfahren zu klären sein.

Sie haben geschrieben, dass Sie von Ihrem Unternehmen aus wahrscheinlich in die USA geschickt werden. In diesem Fall wäre eine Aufenthaltsverlängerung für Deutschland nicht das einzige Ziel, welches Sie haben können.

Sie könnten jedoch auch an ein eigentändiges Aufenthaltsrecht in Deutschland denken. Bezüglich der Voraussetzungen und weiterer Vorgehensweise besprechen Sie sich am besten mit einem Anwalt vor Ort, der auf Ausländerrecht spezialisiert ist.

Ob Sie mit Ihrem Lebensgefährten eine Wohnung kaufen sollen, kann ich Ihnen nicht beantworten, jedoch ist auf Grund der Problematik, dass Sie momentan mit der Ausländerbehörde über einen Verstoß des Ausländerrechtes debattieren, dieses momentan mit Vorsicht anzugehen, da Sie nicht wissen, wie es weitergeht.

Ich hoffe, dass ich Ihnen im Rahmen der Erstberatung auf Grund Ihrer Angaben eine erste rechtliche Orientierung geben konnte. Bitte beachten Sie, dass auf Grund von Umständen, die der Bearbeiterin nicht bekannt sind, eine andere rechtliche Beurteilung möglich ist.

Ich würde Ihnen empfehlen, schnellstmöglich einen Anwalt vor Ort aufzusuchen, der durch die Kenntnis aller Umstände eine abschließende Beurteilung vornehmen kann. Dies ist in diesem Forum nicht möglich, da nicht alle relevanten Tatsachen bekannt sind.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg.

Mit freundlichen Grüßen

Christine Gerlach
Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 23.02.2007 | 12:55

Danke für die Antwort.

Ich möchte gerne wissen, wenn möglich, wie lange man warten muss; gibt es keine Bearbeitungsfrist, ein Zeitpunkt bis zu dem das Verfahren bearbeitet werden muss?
Wird der Fall nach eine bestimmten Zeit automatisch eingestellt?

Wenn ich wüsste, wann ich zum aller spätestens mit einer Antwort von der Ausländerbehorde rechnen könnte, würde mir das schon weiterhelfen. (1 Jahr? 2 Jahren?)

Mit freudlichen Grüssen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 23.02.2007 | 13:18

Sehr geehrte Fragestellerin,

es kommt hierbei darauf an, um was für ein Verfahren es sich handelt. Eine automatische Einstellung gibt es grundsätzlich nicht. Sie werden über den weiteren Verlauf benachrichtigt. Bezüglich der Zeitspanne kann ich Ihnen leider auch keine genaue Auskunft geben. Aber ich gehe davon aus, dass eine Antwort der Ausländerbehörde höchstens einige Wochen dauern kann. Das gesamte Verfahren kann jedoch sich jedoch hinziehen. Aber leider fehlen mir genaue Informationen über die bisherige Vorgehensweise.

Mit freundlichen Grüßen

Christine Gerlach
Rechtsanwältin

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