Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.084
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Fakten und Daten


| 24.03.2006 21:42 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Stephan Bartels



Guten Tag!

Gleich zu den Fakten: Verheiratet, mit der größeren Absicht der Frau sich kurzfristiger, meiner Absicht sich eher mittelfristig zu trennen. Wir haben keinen Streit, keinerlei Gewalt ist im Spiel, derzeit keine finanziellen Nöte etc., aber man hat sich wie so viele einfach "auseinandergelebt" (mag dieses Wort nicht). Es gibt ein REH mit einer kleiner ELW (einzeln im Grundbuch eingetragen) und noch ca. 150T€ Schulden. Ich verdiene ca. € 2.850.- netto. Meine Frau ist immer noch zuhause und hat somit eigentlich kein Einkommen. Beide sind je zur Hälfte im Grundbuch eingetragen. Ich "wohne" derzeit überwiegend in der kleinen ELW, gerade auch um psychischen Spannungen auszuweichen. Manchmal bin ich "oben" um was zu "richten". An und für sich haben wir auch eine gute private Regelung für unsere Situation getroffen. Als Ehepaar fungieren wir eigentlich nicht mehr, aber als "Zweckgemeinschaft", als Eltern möchten wir das Bestmögliche für die Kinder tun (z.B. Umgang meinerseits). Aber irgendwie setzt sie mich trotzdem permanent unter Druck und nimmt auch das Wort Anwalt gerne in den Mund. Sie sieht dies eben alles nur als Übergangslösung für ein paar Wochen/Monate. Ich habe dazu meine eigene Meinung. Ich biete ihr ja sogar an im Haupthaus zu bleiben und weiterhin die Kosten für alles zu übernehmen, damit das Umfeld speziell für die Kinder erhalten bleibt, ohne dass alle ins Fiasko stürzen. Ich kann manche Gedankengänge einfach nicht nachvollziehen. Nun denn, sei`s drum. Geht halt schon alles an die Reserven.
Zu den Fragen: Was könnte meine Frau bei einem Anwalt erwirken, wenn ich mich derzeit weigere weitere Dinge, wie z.B. voller Auszug aus dem Haus zu tun? Dies wäre natürlich auch ein finanzielles Problem. Auch wenn ich eine Trennung so nicht anerkennen würde, da ich ja noch alles bezahle und auch weiterhin Dinge für sie tue?
Zur letztendlichen Kernfrage: Wie lange könnte ich, z.B. einen Scheidungsantrag, Zahlungen, einfach mal rein theoretisch gesehen alles was so dazugehört hinausziehen? Als Datum nenne ich jetzt mal den 01.04.2006 Was kann sie mir derzeit antun, was kann mir "passieren..."? Ich danke Ihnen vorab für eine verständliche Antwort und präzise Antwort speziell auf die Kernfrage.
Mit freundlichen Gruß

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter Fragesteller,

ich bedanke mich für Ihre Frage, die ich im Rahmen einer Erstberatung wie folgt beantworte:

1. Die Räumliche Situation
Eine Räumung der Einliegerwohnung durch Sie kommt nach den mitgeteilten Informationen nicht in Betracht. Zwar ist es grundsätzlich möglich, dass ein Ehegatte auf seinen Antrag hin die eheliche Wohnung durch ein gerichtlichen Beschluss allein zugewiesen bekommt, wenn sich die Eheleute diesbzgl. nicht einigen können. Dies aber nur dann, wenn besondere Gründe vorliegen, die es erforderlich machen, dass ein Gericht einem Ehegatten den Aufenthalt in der gemeinsamen Wohnung untersagt (z.B. bei ehelicher Gewalt). Derartige Gründe haben Sie hier nicht dargetan. Außerdem würde auch der Umstand, dass Ihnen und Ihrer Ehefrau zwei getrennte Wohnbereiche zur Verfügung stehen, gegen eine Zuweisung des gesamten Hauses nur an Ihre Ehefrau sprechen.

2. Weiterer Ablauf
a. Ich gehe einmal davon aus, dass Sie ab dem 01.04.06 das sog. Getrenntleben aufgenommen haben, d.h. die ehelichen Zusammenleben beendet worden ist ("Getrennt von Bett und Stuhl"). Dann steht Ihrer Ehefrau ab diesem Zeitpunkt grds. der sog. Trennungsunterhalt zu. Dies gilt unabhänig davon, ob Sie dem Getrenntleben zustimmen oder nicht. Diesen Anspruch könnte der Rechtsanwalt Ihrer Ehefrau gegen Sie durchsetzen. Die konkrete Berechnung des Anspruchs würde den Rahmen einer Erstberatung sprengen. Als Faustregel können Sie damit rechnen, dass Sie als Alleinverdiener monatlich ca. 3/7 des Ihnen nach Abzug der Kosten für die Schuldentilgung verbleibenden Einkommens an Ihre Ehefrau abgeben müssen.

b. Danneben müssen Sie evtl. auch Unterhalt für Ihre gemeinsamen Kinder bezahlen, wenn diese von Ihrer Ehefrau betreut werden. Für die konkrete Berechnung kommt es u.a. auf das Alter Ihrer Kinder, auf Ihr Einkommen und evtl. eigene Einkommen der Kinder an. Die Hälfte des Kindergeldes würde auf den Unterhalt angerechnet werden. Die genau Höhe kann der sog. "Düsseldorfer Tabelle" entnommen werden, Sie problemlos im Internet, u.a. auch auf meiner Homepage (s. "Service") finden.

c. Die Scheidung erfolgt auf Antrag eines Ehegatten, wenn die Ehe zerrüttet ist. Die Zerrüttung der Ehe wird vom Gesetz angenommen, wenn die Ehegatten mindestens seit 3 Jahren getrennt leben. Vorher kommt eine Scheidung nur dann in Betracht, wenn beide Ehegatten der Scheidung zustimmen und das Getrenntleben mindestens seit einem Jahr andauert ("einvernehmliche Scheidung"). Sie können die Scheidung also dadurch hinnausschieben, dass Sie dem Scheidungsantrag Ihrer Ehefrau die Zustimmung verweigern.

Ich hoffe, dass ich Ihre Fragen mit den obigen Ausführungen beantwortet habe und bedanke mich für Ihren Auftrag.

Mit freundlichen Grüßen

Stephan Bartels
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 25.03.2006 | 10:00

Nochmals hallo!

Vielen Dank, das war jetzt mal sehr verständlich geschrieben. Bei diesem Thema ist es wohl aber logisch, dass sich was zum nachhaken ergibt. Die Kinder sind dieses Jahr 12+14 Jahre alt. Die kleine ELW hat knapp 20m². Auch bin ich bereit mir ein kleines "Ausweichquartier" zu suchen. Aber erst finden und auch noch bezahlen ....? Das gesamte Haus inkl. Terrasse wird mit 140m² berechnet. Der Wohnwert wurde bei einem gemeinsamen Anwaltstermin für meine Frau mit €650.- beziffert. Zins und Zilgung alleine betragen ca. 1.000€ bei wie gesagt bei ca. € 2.800.- netto. Wie steht dies im Anspruch (Verhältnis) zu Unterhaltsleistungen (auch "Jobverpflichtung" meiner Frau)? Errechnet sich hieraus auch ein Anspruch meinerseits als Nutzungsentschädigung? Wie ist "getrennt von Tisch und Bett" genau zu definieren? Darf ich z.B. keine gemeinsamen Versicherungen bezahlen, sprich alles was irgendwo verstrickt noch zusammen abläuft (z.B. 1 Auto, Waschmaschine und Trockner steht bei mir unten im Bad) muß getrennt werden? Sehr gerne hätte ich mit den bisher genannten Daten eine grobe Berechnung, was für jeden unterm Strich bleibt. Ich denke mal ein großes Minus wie ich es bereits bisher überflogen habe. Gerne bin ich bereit ihr Honorar deswegen auch etwas zu erhöhen.
Ich bedanke mich bisher für die einwandfreie Darstellung.

Freundlichen Gruß und eines schönes WE wünsche ich Ihnen.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 25.03.2006 | 16:12

Sehr geehrter Fragesteller,

dann erwarte ich gern Ihr Angebot für die Erhöhung des Honorars, am besten via Email über meine Kanzlei. Ich werde mich dann umgehend mit Ihnen in Verbindung setzen.

Mit freundlichen Grüßen

Stephan Bartels
Rechtsawalt Bartels

Bewertung des Fragestellers |


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Einfach klar und ohne Umschweifungen gut und direkt beantwortet. "
FRAGESTELLER 5/5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60078 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ausführlich, verständlich und klar geschrieben. Sehr zufrieden. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr RA Vasel erschien mir sehr kompetent, da er auch bei angedachtem weiteren Verfahren meines Steuerberaters fundierte Bedenken, gerade paradoxerweise bezüglich eventuell sich daraus ergebender steuerlicher Nachteile, hatte ... ...
FRAGESTELLER
3,2/5,0
Ohne Paragraphenangabe, alles pi x Daumen, man hätte zb § 850d ZPO oder sowas erwähnen können, Frage wurde obendrein unvollständig beantwortet aber Alles in Allem eine kleine Übersicht, musste im Endeffekt trotzdem alles Nachschlagen ... ...
FRAGESTELLER