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Fahrzeugkauf per Telefon / Rückgabe


24.07.2007 21:32 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Guten Tag,

ich habe eine Frage zum Kaufrecht.

Ich bin aus Berlin / Brandenburg und habe ein Moped bei einem Händler in Sachsen telefonisch bestellt.
Die Übermittlung des Kaufvertrages erfolgte per Fax vom Händler an mich.
Die Kosten:

Moped 1.499,- Eur
Benzin 5,- Eur
Garantieaktivierung 10,- Eur
Kennzeichen / Versicherung 45,- Eur
Anlieferung 100,- Eur
Erstüberprüfung 41,- Eur
----------------------------------
Warenwert 1.700,- Eur
abzüglich Nachlass 550,- Eur
----------------------------------
Gesamtsumme 1.150,- Eur

Ich habe den Betrag von 1.150 Eur an den Händler überwiesen und die Ware wurde ordnungsgemäß geliefert.
Leider sagen mir nun aber die Fahrleistungen des Fahrzeugs nicht zu (bisher gefahrene 8 Kilometer) und ich würde eigentlich gern das Fahrzeug zurückgeben wollen.

Meiner Meinung nach handelt es sich ja um einen Kaufvertrag gemäß Fernabsatzgestz und ich habe das Recht 14 Tag nach Lieferung vom Kaufvertrag zurückzutreten.
Ist dem so und was muss ich dabei unbedingt beachten und auf welche Positionen der Rechnung / Kaufvertrag habe ich ein Rücktrittsrecht? (unter Umständen ist dem Händler ja gar nicht bewußt, dass er in diesem Kontext verkauft hat)


Unglücklicherweise bin ich mit dem Fahrzeug auf den ersten Metern gestürzt.
Dadurch wurd die linke Fußraste verbogen, der linke Blinker am Lenker beschädigt und und der linke Gummigriff am Lenker angeschabt.
Weitere Beschädigungen sind aber nicht zu verzeichnen. Bezogen auf die obige Frage - was raten Sie hier:
- Das Fahrzeug vor Rückgabe fachgerecht reparieren lassen, auch wenn daddurch weitere Fahrkilometer entstehen?
oder
- Das Fahrzeug " wie es ist" zurückgeben und die Reparatur vom Lieferanten gegen Verrechnung durchführen lassen?

Vielen Dank für Ihre Antwort
24.07.2007 | 22:47

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

1.Sollte der Vertrag ausschließlich per Telefon und E-Mail und Fax zustande gekommen sein UND hat der Verkäufer einen organisierten Vertriebsweg über die Telekommunikation, würde Ihnen ein Widerrufsrecht zustehen. Sollte der Verkäufer nur gelegentlich Verkäufe über Telefon abwickeln, liegt kein Fernabsatzvertrag vor, Palandt, zu § 312b RN 11.

2.Sie müssen also zunächst herausfinden, ob tatsächlich ein Fernabsatzvertrag vorliegt. Ist das der Fall, haben Sie jedenfalls 2 Wochen die Möglichkeit, den Vertrag zu widerrufen. Jedoch müssen Sie Ersatz leisten für den Wertverlust, den Sie durch den Unfall verursacht haben. Da der Unfall im Zweifel auf Fahrlässigkeit zurück zu führen ist, müssen Sie den Wertersatz auch dann leisten, wenn Sie hierüber nicht vor Vertrag belehrt wurden, § 357 Abs. 3 BGB. Der Wertersatz umfasst sowohl die Reparatur als auch den Wertverlust, da das Fahrzeug nun ein Unfallfahrzeug ist.

Auch wenn Sie das Fahrzeug reparieren, müssen Sie den Unfall offenbaren und den Wertverlust ausgleichen. Es bleibt also die Überlegung, ob Sie das Fahrzeug doch behalten und die Reparatur selbst durchführen. Denn im Zweifel wird der Gegner seinen Schaden bei Ihnen geltend machen und das kann zusätzlich Kosten verursachen.

Ich hoffe, diese Ausführungen haben Ihnen bei Ihrem rechtlichen Problem weitergeholfen.
Für eine weitere Beratung stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
Nina Heussen
Rechtsanwältin
Diep, Rösch & Collegen
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80333 München
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Abschließend darf ich mir erlauben, noch auf Folgendes hinzuweisen:

Meine Auskunft bezieht sich nur auf die Informationen, die mir zur Verfügung stehen. Eine umfassende Sachverhaltsermittlung ist für eine verbindliche Einschätzung unerlässlich. Diese Leistung kann im Rahmen der Online-Beratung nicht erbracht werden.
Darüber hinaus können eine Reihe weiterer Tatsachen von Bedeutung sein, die zu einem anderen Ergebnis führen. Bestimmte Rechtsfragen wie z. B. die Frage der Verjährung oder von Rückgriffsansprüchen gegenüber Dritten etc., können mit dieser Auskunft nicht abschließend geklärt werden, da es hier auf die Details im Einzelfall ankommt. Ferner sind verbindliche Empfehlungen darüber, wie Sie Ihre Rechte durchsetzen können, nur im Rahmen einer Mandatserteilung möglich.


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