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Fahrzeug ohne Kaufvertrag verkauft - Jetzt Motorschaden - Käufer will Geld

06.06.2008 16:51 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,

wir haben vor knapp 3 Monaten unseren 5 Jahre alten Wagen verkauft. Der Verkauf fand völlig ohne Schriftlichen Kaufvertrag statt. Ich habe dem Käufer versichert der Wagen ist in technisch einwandfreien Zustand was er bis zum Verkauf auch war. Auch habe ich mitgeteilt das mir keinerleie Mängel bekannt sind der Wagen immer bei Mercedes gewartet wurde und absolut pfleglich behandelt und gepflegt wurde, was ich mit sämtlichen Rechnungen für Werkstatt aufenthalte (Kundendienste etc.) belegen konnte und der Wagen optisch noch dazu neuwertig dasteht.Ich habe den Wagen täglich 100km zur Arbeit bewegt ohne jegliche Probleme.

Auch hat der Käufer mit seiner Frau eine 30 Minütige Probefahrt gemacht zu deren begeisterung. Sie haben den Wagen sofort haben wollen und am nächsten Tag auch gleich das Geld vorbei gebracht.

Folglich habe ich dem Käufer sämtliche Rechnungen mitgegeben und ein lückenlos geführtes Scheckheft.

Der Wagen wurde für 5000€ ohne Schriftlichen Vertrag verkauft.Angaben zu Sachmängelhaftung wurden nicht gemacht.

Nun sind 3 Monate vergangen und vor einigen Tagen klingelte mich der Käufer um 6 Uhr aus dem Schlaf um mir mitzuteilen dass er auf der Autobahn stehen geblieben wäre und der Wagen defekt wäre.

Schon dort habe ich dem Käufer mitgeteilt dass ich dass sehr bedauere aber für keine Kosten aufkommen werde.

Nun wurde der Wagen begutachtet von einer Werkstatt und der Motorschaden auf 2000€ beziffert. Ich habe dem Käufer mitgeteilt das ich nicht für den Schaden aufkommen kann und werde.

Diesen Betrag möchte der Käufer nun von mir haben.

Meine Frage,

Bin ich verpflichtet für die Reparaturkosten auzukommen, obwohl der Wagen beim verkauf in einwandfreiem Zustand war, es keinerlei mir bekannte Mängel vorlagen und ich den Wagen guten gewissens verkauft was ich dem Käufer mehrmals unter Zeugen mitgeteilt habe???

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.


Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihnen Ihre Frage auf der Grundlage des von Ihnen angegeben Sachverhalts wie folgt:

Da Sie im Kaufvertrag ( mündlich oder schriftlich) die Gewährleistungsrechte nicht ausgeschlossen haben, stehen diese dem Käufer grundsätzlich gemäß den §§ 434, 437 BGB zu. Gewährleistungsansprüche bestehen von Gesetzes wegen auch zwischen Privatleuten mit dem Unterschied, dass diese hätten ausgeschlossen werden können. Da Sie dies aber nach Ihren Angaben gerade nicht gemacht haben, bestehen diese Gewährleistungsrechte.

Entscheidend ist nun, ob bei Übergabe der Kaufsache ein Mangel vorlag. Der Käufer muss beweisen, dass dies zu diesem Zeitpunkt der Fall ist. Unerheblich ist, ob Sie einen solchen Mangel kannten. Dies wäre nur erheblich, wenn die Gewährleistung ausgeschlossen worden wäre.

Sie sollten daher mit dem Verkäufer in Kontakt treten und diese Frage (Ursache des Motorschadens). Ggf. muss der Verkäufer durch ein Gutachten beweisen, dass der Mangel bereits bei Übergabe vorlag. Spricht allerdings aufgrund des Art des Schadens und der kurzen Zeitdauer der Übergabe viel für einen Mangel bei der Übergabe, liegt das Kostenrisiko eine solchen Gutachtens bei Ihnen, da Sie - sofern für Sie nachteiliges festgestellt wird - auch diese Kosten tragen müssen.


Ich hoffe, Ihnen eine erste rechtliche Orientierung gegeben zu haben.


Mit freundlichen Grüßen

Florian Günthner
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 06.06.2008 | 17:17

Vielen Dank für Ihre Antwort,

sie schreiben:

"Sie sollten daher mit dem Verkäufer in Kontakt treten und diese Frage (Ursache des Motorschadens). Ggf. muss der Verkäufer durch ein Gutachten beweisen, dass der Mangel bereits bei Übergabe vorlag. Spricht allerdings aufgrund des Art des Schadens und der kurzen Zeitdauer der Übergabe viel für einen Mangel bei der Übergabe, liegt das Kostenrisiko eine solchen Gutachtens bei Ihnen, da Sie - sofern für Sie nachteiliges festgestellt wird - auch diese Kosten tragen müssen."

Ich bin der Verkäufer. Da Sie schreiben ich muss mich mit dem Verkäufer in Verbindung setzen...


Es wurden keine Worte über "Sachmangelhaftung" verloren. Wir haben lediglich vereinbart das sollte etwas sein dass wir nichts übernehmen werden. Aufgrund des Zustands des Wagens und da er absolut einwandfrei funktionierte es absolut in Ordung war so wie es ist.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 06.06.2008 | 17:26

Sehr geehrter Fragesteller,

richtigerweise habe ich mich oben verschrieben und bitte dies zu entschuldigen.

Der Käufer muss das Vorliegen des Mangels bei Übergabe beweisen, ggf. durch ein Sachverständigengutachten.

Die Vereinbarung, dass "Sie nichts übernehmen, wenn etwas sein sollte" könnte zwar unter Umständen als Gewährleistungsausschluss ausgelegt werden, allerdings sind Sie als Verkäufer hierfür beweispflichtig.


Mit freundlichen Grüßen

Florian Günthner
Rechtsanwalt

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