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Fahrzeug der Firma zur geschäftlichen Nutzung verschiedener Mitarbeiter.

27.02.2016 11:33 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von


Hallo, ich betreibe ein Handelsgeschäft wo verschiede Mitarbeiter inkl mir nach der Beratung noch zum Kunden fahren um zu prüfen ob die Produkte so wie gedacht eingebaut werden können oder auch zB zu Bauträgern Fähren für Baubesprechungen.. Sprich das Fahrzeug wird zu 95-100 betrüblich genutzt. Wie wird regelt man das dann? Und wenn es doch mal privat genutzt wird , in Ausnahmen, wie wird es dann abgerechnet. Muss für das Fahrzeug ein Fahrtenbuch geführt werden?mich möchte ein gebrauchte Cabriolet kaufen damit alle noch mehr Freude haben wenn sie zu den Kunden fahren und außerdem fällt sowas auch , es soll guter Werbung drauf, sehr gut auf..
Gruß svt
28.02.2016 | 13:06

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage lässt sich in mehrere Teilbereiche aufteilen.

Zunächst gibt es steuerliche Aspekte: Die Anschlaffung und Nutzung werden in der Steuererklärung zu berücksichtigen sein. Für den Arbeitnehmer können Zuschüsse zu den Benzinkosten als Einkommen zu versteuern sein. Wenn der Firmenwagen auch für Privatfahrten genutzt werden darf, müss man den entsprechenden Nutzungswert als Arbeitslohn versteuern. Eine Privatnutzung kann aber ausgeschlossen werden, wenn es ein arbeitsvertragliches privates Nutzungsverbot gibt, z.B: in der Dienstwagenvereinbarung. ( Theoretisch müsste dies zumindest in der Überschau vom Arbeitgeber kontrolliert werde).Der geldwerte Vorteil des Dienstwagens wird übrigens mit der 1-%-Regelung ermittelt, hier empfehle ich eine Klärung mit dem Steuerberater.

Ihre Frage zielt daneben auch auf die arbeitsrechtlichen- bzw. zivilrechtlichen Bedingungen. In aller Regel gibt es bei Firmen, die einen Dienstwagen einsetzen, eine mehr oder weniger ausführliche Vereinbarung über die Nutzung des Dienstwagens.

Dort wird geregelt, ob der Wagen privat genutzt werden darf, wie dann die Kostenregelung ist ( anteilig ) - darüber hinaus, welche Personengruppern das Fahrzeug fahren dürfen (Angestellter / auch Ehefrau/Ehemann? / Familie? ) , ob Auslandsfahrten gestattet sind und eine Reihe weiterer Regelungen. Dies ist zu empfehlen, um im Schadensfall abgesichert zu sein. Z.B. wären auch Ausführungen zu der Versicherung, Selbstbeteiligung etc. zu machen.

Ein Fahrtenbuch sieht das Gesetz an für sich nicht zwingend vor (Sie können es natürlich im Vertrag verlangen, wenn Sie die Nutzung kontrollieren möchten, vor allem aber aus Steuergründen). Denn es spielt das Fahrtenbuch bei der 1% Regelung eine wichtige Rolle! Entweder Sie führen ein Fahrtenbuch oder Sie versteuern die private Nutzung Ihres Firmenwagens pauschal (1-Prozent-Methode). Ein geldwerter Vorteil für die private Nutzung ist übrigens nicht anzusetzen, wenn dem Arbeitnehmer die Nutzung eines Dienstwagens lediglich für die Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte gestattet ist - Bundesfinanzhof, Urteil vom 06.10.2011 (<a href="http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VI%20R%2056/10" target="_blank" class="djo_link" title="BFH, 06.10.2011 - VI R 56/10: Keine Anwendung der 1 %-Regelung bei Fahrten zwischen Wohnung und...">VI R 56/10</a> )

Ebenfalls könnten schliesslich noch Verhaltensregeln im Dienstwagenvertrag festgelegt werden- wer ein Firmenfahrzeug, noch dazu ein auffälliges Cabrio mit Aufschrift fährt, sollte im Strassenverkehr nicht negativ auffallen, da sich dies auf das Erscheinungsbild der Firma auswirken könnte.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen. Bei weiteren fragen können Sie mich gerne direkt kontaktieren.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Tamás Asthoff

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