Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.336
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Fahrtkosten


30.11.2007 21:25 |
Preis: ***,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Martin P. Freisler



Sehr Geehrte Damen und Herren Rechtsanwälte.

Mein Mann und ich, befinden uns in unserem Insolvenzverfahren, in der sogenannten "Wohlverhaltensphase. Wir seind beide, seid längerer Zeit Arbeitssuchend und leben von Hartz IV. wir haben 2 Kinder. Unsere Tochter, ist noch bis nächstes Jahr in der Schulischen Ausbildung. Unser Sohn im 2 Jahr, seiner Berufsausbildung, lebt noch bei uns daheim und verdient 732 Euro brutto, das sind, 579 Euro Netto.
Nun hat mein Mann, eine Arbeit in Ausicht, die 130 km von unserem Wohnort entfernt ist. Mein Mann würde dort etwa 2300 Euro Netto verdienen.
Unsere Fragen diesbezüglich wären.
Wieveil würde für die Glaübiger, vom Nettolohn abgezogen werden?
Und müsste mein Mann dann,von unserem Lebensunterhalt die extrem hohen Benzinkosten von ca. 800 Euro zahlen um zur Arbeit zu kommen, oder würde uns Aufgrund der hohen Benzinkosten ein höherer Lebensunterhalt zustehen?
Vielen Dank für Ihre Hilfe.
Mit Freudlichen Grüßen.
Sehr geehrte Fragestellerin,

aufgrund Ihrer Schilderungen beantworte ich Ihre Frage in einer ersten rechtlichen Einschätzung wie folgt:

Eine genaue Aussage kann hier leider nicht erstellt werden.

Zum einen können die besonderen Fahrtkosten gemäß § 850f ZPO bei der Berechnung des pfändbaren Einkommens eine Berücksichtigung finden, wie auch das Einkommen Ihres Sohnes.

Fahrtkosten zur Arbeit können dabei nach entsprechendem Nachweis grundsätzlich abgezogen werden, so dass sich aus dem Differenzbetrag der „Nettolohn“ zur Berechnung des pfändbaren Einkommens ergibt.

Soweit unterhaltsberechtigte Personen vorhanden sind, kann ein eigenes Einkommen nach einem entsprechenden Antrag des Insolvenzverwalters gemäß § 850c IV ZPO nach billigem Ermessen angerechnet werden. Nach billigem Ermessen bedeutet, dass keine grundsätzliche Aussage getroffen werden kann. Sollte allerdings ein Antrag des Verwalters erfolgen, werden Sie damit rechnen müssen, dass das Einkommen des Sohnes bei netto 580,00 zumindest zum Teil eine Anrechnung findet.

Nach der aktuellen Pfändungstabelle sind bei einer Unterhaltsverpflichtung 1.360,00 € unpfändbar, bei zwei 1.570,00 €.

Ich hoffe, Ihnen mit meinen Ausführungen eine erste rechtliche Orientierung geben zu haben. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass eine abschließende rechtliche Bewertung Ihres Problems die Kenntnis des vollständigen Sachverhaltes erfordert. Im Rahmen dieses Forums können sich die Ausführungen aber ausschließlich auf Ihre Schilderungen stützen, und somit nur eine erste anwaltliche Einschätzung darstellen.

Ich empfehle Ihnen daher, einen Rechtsanwalt Ihres Vertrauens zu beauftragen, sofern Sie eine abschließende Beurteilung erhalten möchten. Bitten beachten Sie, dass dabei weitere Kosten anfallen.

Gerne stehe auch ich Ihnen bei der weiteren Durchsetzung Ihrer Interessen zur Verfügung. Sollten Sie dies wünschen, können Sie sich jederzeit - gerne auch per eMail - mit mir in Verbindung setzen.

Ich verbleibe mit freundlichen Grüßen


Martin P. Freisler
- Rechtsanwalt -


www.ra-freisler.de
www.kanzlei-medizinrecht.net




FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60143 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Sehr schnelle und hilfreiche Antworten. Kompetent und freundlich. So wünscht man es sich als Mandant. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Sehr hilfreiche Informationen. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen Dank für die schnelle und ausführliche, sehr gute Antwort. ...
FRAGESTELLER