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Fahrtgeld


| 05.12.2007 21:59 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht



Habe meinen Vater als Aushilfe eingestellt, zusätzlich fährt er noch für mich, dafür bekommt er die Reisekosten erstattet aber keine zusätzliche Arbeitszeit, darf er das als Familienangehöriger ohne Entgeld? Wie begründe ich sowas?
Sehr geehrte Fragestellerin,
sehr geehrter Fragesteller,

ich sehe kein grundsätzliches Problem in der von Ihnen gewählten Gestaltung.

So wird Familienhilfe im Steuer- und Sozialversicherungsrecht privilegiert. Unentgeltliche oder teilentgeltliche Arbeitsverhältnisse, die unter fremdem Dritten so nicht abgeschlossen würden, sind aufgrund der familiären Bindung gut zu begründen. Problematisch in diesem Zusammenhang sind eher der Gewinnverlagerung dienende unangemessen hohe Gehälter.

Vorsorglich möchte ich Sie noch auf folgenden Umstand aufmerksam machen: Da Ihr Vater bei Ihnen angestellt ist, kann es - je nach genauer Ausgestaltung - sein , dass die Reisekostenerstattung (auch für den unentgeltlichen Teil der Mitarbeit Ihres Vaters) steuer- und sozialversicherungsfrei nur im Rahmen der für Arbeitnehmer geltenden Höchstgrenzen erfolgen kann.

Bitte nutzen Sie bei Unklarheiten die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

F. Lehmann
- Rechtsanwalt -

Nachfrage vom Fragesteller 06.12.2007 | 19:04

danke das hat mir schon sehr geholfen, wenn sie mir jetzt noch sagen könnten wo genau ich das schriftlich finde wäre ich ihnen sehr zu Dank verpflichtet. MfG

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 09.12.2007 | 16:14

Sehr geehrter Fragesteller,

in dem Hinweis 19 zu § 4 EStG(abgedruckt in den Steuerrichtlinien zum Einkommensteuerrecht)heißt es zur steuerrechtlichen Beurteilung von Rechtsverhältnissen zwischen Angehörigen unter anderem:

"Die Grundsätze des sog. Fremdvergleichs rechtfertigen es nicht, an Stelle der im Vertrag tatsächlich vereinbarten Leistung der Besteuerung eine höhere Gegenleistung unter Hinweis darauf zu Grunde zu legen, dass eine solche von Fremden Dritten gefordert (und erbracht) worden wäre (BFH vom 31.5.2001, BStBl. II S. 756).

Bitte beachten Sie jedoch, dass sie die steuerliche Anerkennung Ihrer Vereinbarung riskieren, sollte der Vertrag nicht ernsthaft vereinbart und der Vereinbarung entsprechend durchgeführt werden.

MfG

Rechtsanwalt

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